Hausen

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Hausen
Das Wappen von Hausen


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Kelheim
Höhe: 384 m
Fläche: 34,68 km²
Einwohner: 2.016 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 93345
Vorwahl: 09448
Kfz-Kennzeichen: KEH
Website: www.gemeinde-hausen.de
Erster Bürgermeister: Erwin Ranftl (Freie Wähler)

Hausen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Kelheim und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Langquaid.

Die Filialkirche Unserer Lieben Frau in Hausen

Lage

Hausen liegt im Donau-Isar-Hügelland an der A 93 zwischen Feckinger Bach und Etzgraben. Die Kreisstadt Kelheim befindet sich etwa neun Kilometer nordwestlich.

Ortsteile

Ortsteile sind Birnbach, Buch, Dietenhofen, Esper, Frauenwahl, Großmuß, Hausen, Herrnwahl, Herrnwahlthann, Naffenhofen, Saladorf, Schafreut, Schoissenkager, Sippenau und Weinberg.

Geschichte

Zahlreiche Funde verweisen auf eine Besiedelung der Gegend um Hausen in der jüngeren Steinzeit vor etwa 6.000 Jahren. Aus der Keltenzeit sind mehrere Vierecksschanzen erhalten.

In der frühen Geschichte Hausens spielte das besonders im 9. Jahrhundert mit umfangreichen Landschenkungen ausgestattete Regensburger Reichsstift St. Emmeram eine große Rolle. Die ersten systematischen Zellenrodungen begannen bereits im Jahr 819. Hausen wird in einer Urkunde zwischen 863 und 885 erstmals erwähnt, als ein Adeliger mit Namen Adolf seinen Besitz in Hausen mit dem Kloster St. Emmeram gegen einen ähnlichen Hof in Altach bei Pfatter tauschte. Ob es sich dabei um Hausen im Landkreis Kelheim handelt ist nicht eindeutig sicher. Gesichert scheint hingegen die Erwähnung in einer zwischen 983 und 1020 datierten Urkunde.

Philipp Apian zeichnete 1560 eine aus 24 Tafeln bestehende Landkarte von Bayern. Darin findet man auch Hausen, Buch, Großmuß, Thann und Herrnwahl.

Im August 1627 breitete sich die Pest aus. Zur Linderung der Not versprach die Bevölkerung aus Schierling (Oberpfalz) den Pestheiligen Sebastian und Rochus auf ewige Zeiten einen jährlichen Bittgang in das zwölf Kilometer entfernte Hausen zu halten. Es ist wahrscheinlich, dass während des Dreißigjährigen Krieges auch die in der Gemeinde Hausen liegenden Dörfer der Brandschatzung und Plünderung ausgesetzt waren. 1633/1634 brach erneut die Pest aus.

Hausen geriet am 19. April 1809 während der Napoleonischen Kriege in die Auseinandersetzungen der Französisch-Rheinbündischen mit den Österreichern. Die Schlacht zwischen Hausen und Teugn blieb unentschieden. Am folgenden Tag gingen die Kämpfe in Abensberg weiter.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangten viele Heimatvertriebene und Flüchtlinge nach Hausen, und die Bevölkerungszahl stieg an. Als eine der ersten Autobahnbauten nach dem Krieg wurde 1954 die Teilstrecke Holledau-Mainburg und 1958 die Teilstrecke Mainburg-Elsendorf einbahnig fertiggestellt. 1984 bekam Hausen eine eigene Ausfahrt.

Bei der Gemeindegebietsform wurden 1978 die bisher eigenständigen Gemeinden Hausen, Herrnwahlthann und Großmuß zur Gemeinde Hausen zusammengelegt. Seit der Gebietsreform gibt es nur noch ein Schulgebäude in der Gemeinde. Der Kindergarten in Herrnwahlthann hat jetzt die Bezeichnung Kindertagesstätte.

Gemeindewappen

Das seit 1981 geführte, gespaltene Wappen zeigt vorne in Silber über einer senkrechten, wachsenden blauen Lanze einen sechsstrahligen roter Stern, hinten in Rot ein gesenktes goldenes Andreaskreuz, aus dessen Kreuzung eine silberne Tanne wächst.

Die Kombination der Wappenbilder erinnert an die Zeit der Gebietsreform, als 1978 die heutige Gemeinde Hausen durch Zusammenschluss mit den Gemeinden Großmuß und Herrnwahlthann gebildet wurde. Die aus einem Andreaskreuz wachsende Tanne entspricht der Figur in dem seit 1968 von der Gemeinde Herrnwahlthann geführten Wappen. Dieses Bild wird ergänzt durch Hinweise auf die Kirchenpatrone von Hausen und Großmuß. Der Stern, ein Mariensymbol, verweist auf das Patrozinium der Filialkirche Unserer Lieben Frau in Hausen. Die Lanze, ein Attribut des heiligen Georg, repräsentiert die früher selbstständige Gemeinde Großmuß und deren Kirchenpatron.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Erwin Ranftl (Freie Wähler). Er wurde 2014 mit 56,1 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen Andreas Busch (parteilos, 43,9 Prozent) gewählt. Damit trat er die Nachfolge von Alfons Haumer (Freie Wähler) an, der nicht mehr kandidierte.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Hausen besteht aus 14 Mitgliedern (+ 1. Bürgermeister) und hat aufgrund der Kommunalwahl 2014 folgende Zusammensetzung:

  • CSU/Unabhängige Wähler: 7 Sitze (2008: 7)
  • Freie Wähler: 7 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 7)

Sehenswürdigkeiten

  • Filialkirche Unserer Lieben Frau in Hausen. Die zur Pfarrei Herrnwahlthann gehörende mittelalterliche Kirche wurde barock verändert und in den 1990er Jahren erweitert.

Bildung und Erziehung

  • Grundschule Hausen
  • Kindertagesstätte St. Leonhard in Herrnwahlthann

Vereine

  • Altbachschützen
  • Bürgerinitiative Gemeinde Hausen (BiG)
  • FC Hausen
  • FFW Hausen
  • Kath. Frauenbund Hausen
  • KLJB Hausen
  • Krieger- und Reservistenverein Hausen
  • Seniorenkreis Pfarrei
  • Stammtisch Kranzlhocker
  • Obst- und Gartenbauverein Hausen

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Kelheim
Wappen Landkreis Kelheim.png

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