Großer Rathaussaal (Passau)

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Datei:Großer Rathaussaal.jpg
Der große Rathaussaal.
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Das mit Malereien verzierte Gewölbe

Der Große Rathaussaal befindet sich im Alten Rathaus der Stadt Passau und ist, ebenso wie der Kleine Rathaussaal, über eine gotische Treppe aus dem Jahr 1446 erreichbar. Beide Säle wurden von Architekt Carlo Lurago und Stuckateur Giovanni Battista Carlone gestaltet.

Aufbau und Austattung

Architektur

Der Große Rathaussaal von Passau ist eine zweischiffige Halle mit drei Jochen. Die Neugestaltung nach dem Stadtbrand von 1662 und dem Stadtbrand von 1680 erfolgte durch die Dommeister Carlo Lurago und Giovanni Battista Carlone. Dabei kam es auch zur Unterteilung in zwei Schiffe und drei flach überkoppelte Joche. Die Schmuckformen sind bis auf die Portale sehr einfach, die Stuckierung beschränkt sich, von einigen Profilen abgesehen, auf die Kassettierung der Gurtbögen und auf große Medaillons, die den Hängekuppeln eingeschrieben sind. Die neugotischen Fensterbilder stammen aus dem Jahr 1890.

Ausmalung

Die Ausmalung des Saals mit Passauer Stadt- und Geschichtsbildern geschah 1887 bis 1890 durch den Passauer Maler Ferdinand Wagner. Die beiden großen Ölgemälde „Einzug der Kriemhild“ und „Hochzeit Kaiser Leopolds“ waren im Mai 1892 bzw. im Juli 1893 vollendet. Die beiden Gemälde stellen zum einen die Hochzeit Kaiser Leopolds I. in Passau im Jahre 1676 und zum anderen dem Empfang Kriemhilds in Passau durch ihren Onkel und Passauer Bischof Piligrim dar. Das letzte Bild, das einen Ausschnitt des vermutlich in Passau entstandenen Nibelungenlieds zeigt, wird auch „Staatsbild“ genannt.

Galerie

Literatur

  • Christian Hecht: Ferdinand Wagner – Historienmaler. In: Ostbairische Lebensbilder (Band II), Dietmar Klinger Verlag, Passau 2005, ISBN 3-932949-51-X
  • Alexander von Reitzenstein, Herbert Brunner: Reclams Kunstführer Deutschland Band 1. Bayern. Baudenkmäler, Philipp Reclam jun. Stuttgart, Universal-Bibliothek Nr. 8055-72, 8. Auflage 1974, ISBN 3-15-008055-X

Weiterführende Publikationen

Siehe auch