Gotteszell

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Gotteszell
Das Wappen von Gotteszell


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Regen
Höhe: 510 m
Fläche: 9,22 km²
Einwohner: 1.213 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 94239
Vorwahl: 09929
Kfz-Kennzeichen: REG
Website: www.gotteszell.de
Erster Bürgermeister: Georg Fleischmann (CSU)
Blick auf Gotteszell
Die Pfarrkirche und ehemalige Klosterkirche St. Anna

Gotteszell ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Regen im Bayerischen Wald. Sie hat sich mit den Gemeinden Achslach und Zachenberg sowie dem Markt Ruhmannsfelden zur Verwaltungsgemeinschaft Ruhmannsfelden zusammengeschlossen.

Lage

Gotteszell liegt im oberen Teisnachtal zwischen den bewaldeten Bergen Hirschenstein (1.095 m), Vogelsang (1.022 m), Dreitannenriegel (1.092 m) und Einödriegel (1.121 m) und ziemlich genau in der Mitte zwischen den Städten Viechtach, Deggendorf und der Kreisstadt Regen, die jeweils 16 km entfernt und über die Bundesstraßen B 11 und B 85 bequem erreichbar sind.

Ortsteile

Zur Gemeinde gehören auch die beiden Dörfer Tafertsried und Weihmannsried sowie die weiteren Ortsteile Bachhaus, Bergheim, Gießhübl, Haberröhren, Hochgart, Hochweid, Kalvarienberg, Neubau, Spirkhof, Vogelsang, Waldhaus, Weiherhäuser und Wittmannsberg.

Geschichte

Droßlach

Gotteszell ist einer der zell-Orte, die im direkten oder indirektem Zusammenhang mit dem domvögtischen Geschlecht stehen. Früher hieß der Ort Droßlach und war im Besitz der Pfellinger, eines der bedeutendsten Ministerialengeschlechter der Grafen von Bogen.

Klostergründung

Am 29. Juni 1285 gründete Ritter Heinrich von Pfelling hier eine Zelle und besetzte sie mit zwei Zisterziensern aus Kloster Aldersbach. Am 9. Mai 1286 wurde die Stiftung von Bischof Heinrich II. bestätigt und der Name in Gotteszell (cella dei) geändert. Auch die Bildung der Hofmark geht auf die Pfellinger zurück. Das Kloster Gotteszell wurde mit den Steinen der nach 1284 abgebrochenen Burg in Ruhmannsfelden erbaut und bestand bis zur Säkularisation im Jahre 1803.

Pfarrei und politische Gemeinde

In den Jahren 1805 bis 1807 entstand die Pfarrei Gotteszell und im Jahre 1808 die politische Gemeinde. 1818 wurde die bisher selbständige Gemeinde Weihmannsried mit Gotteszell vereinigt.

Verwaltungsgemeinschaft

Im Zuge der bayerischen Gebietsreform wurde die Gemeinde mit Wirkung zum 1. Mai 1972 Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ruhmannsfelden.

Wappen

Die Gemeinde führt seit 1986 ein Wappen, das auf die für die Geschichte des Gemeindegebiets prägende ehemalige Zisterzienserabtei Gotteszell Bezug nimmt. Der von Rot und Silber geschachte Schrägbalken, der sog. Zisterzienserbalken, findet sich seit dem frühen 16. Jahrhundert im Klosterwappen. Die Taube mit dem Zweig im Schnabel stammt aus dem persönlichen Wappen von Abt Wilhelm II., der von 1716 bis 1760 das Kloster führte; in dieser Zeit entstand im Wesentlichen die barocke Ausstattung der Klosterkirche. Die mit einem goldenen Balken belegte Spaltung von Rot und Silber im hinteren Feld orientiert sich an der Gestaltung des Klosterwappens, wie es erstmals im Rundsiegel von 1405 überliefert ist und in verschiedenen Varianten seit dem 17. Jahrhundert als Bestandteil des klösterlichen Dreischildwappens weiter geführt wurde. Mit Schreiben vom 14. Januar 1886 hat die Regierung von Niederbayern die Führung des Wappens bestätigt.

Politik

Bürgermeister

  • 1. Bürgermeister ist Georg Fleischmann (CSU). Er gewann die Wahl 2014 mit 67,00 Prozent gegen Cornelia Thurnbauer (Freie Wähler). Sein Vorgänger Max Meindl (CSU) war seit 1996 im Amt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) und folgende Sitzverteilung:

  • CSU: 6 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 6)
  • SPD: 3 Sitze (2008: 2)
  • Freie Wähler Gotteszell (FWG): 3 Sitze (2008: 4)

Sehenswürdigkeiten

  • Ehemalige Klosterkirche, jetzt Pfarrkirche St. Anna mit Jann-Orgel. Die dreischiffige spätromanische Basilika enthält das 1940 wieder freigelegte Chorfresko Mariä Himmelfahrt von Cosmas Damian Asam aus dem Jahr 1729. Der Hochaltaraufbau des 18. Jahrhunderts trennt Chor und Langhaus. Dort befindet sich das Gnadenbild Maria mit Kind von um 1430.
  • Kalvarienberg westlich der Kirche. Entstanden ursprünglich um 1730, wurde die Anlage Ende des 19. Jahrhunderts wiedererrichtet.

Bildung und Erziehung

  • Grundschule Gotteszell
  • Kindergarten Regenbogen

Vereine

  • Böllerschützen Gotteszell [1]
  • SV Gotteszell [2]
  • FFW Gotteszell [3]
  • Kindergarten Regenbogen [4]
  • Volleyballverein Gotteszell [5]
  • Motorradfreunde Gotteszell [6]

Personen

  • Ludwig Rauscher jr. hat sich in den letzten Jahren in der U-Musikbranche einen Namen gemacht. Er schreibt für Gruppen und Interpreten im ganzen deutschsprachigem Raum. Seine Lieder erklingen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien und den Niederlanden. Namhafte Künstler wie Die Zillertaler, Die Edlseer, Klostergold Express, Francine Jordi, Romy, Ex-Schürzenjäger Willi Kröll, Die Schmalzler, Orig. Zillertal Sound, Trio Alpin usw. singen seine Lieder.
    Erfolge: Goldene Schallplatte für den Titel "Wenn Kinderaugen weinen" gesungen von Francine Jordi; Chartplatzierungen in der Schweiz, Österreich, Belgien und den Niederlanden.
  • Walter Kilger - Paralympics Medaillengewinner im Tischtennis; Erfolge: Paralympics 2004: 3. Einzel und Team; Weltmeisterschaften 2006: 2. Team; Europameisterschaften 2005 und 2007: 1. Team, 3. Einzel.;

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Regen
Wappen Landkreis Regen.png

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