Franziska Rettenbacher

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Franziska Rettenbacher. (Foto: Schmid)

Franziska Rettenbacher (* 17. Juni 1938 in Hamburg) engagiert sich seit Jahrzehnten für die Pflege von Brauchtum und Tracht in ihrer Heimat Rottal-Inn.

Leben und Wirken

Franziska Rettenbacher, deren Vorfahren aus Eichstätt und Pfarrkirchen stammen, wurde 1938 in Hamburg geboren. Ihre Mutter, Tehodolinde Schreiber, die an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert hatte, arbeitete dort bei einer Schifffahrtslinie. Franzika Rettenbacher kam deshalb zur Pflege nach Simbach am Inn, ihre Mutter folgte ihr nach Kriegsende. Kurz nach der Schulzeit lernte Franziska Rettenbacher ihren mittlerweile verstorbenen Gatten Karl kennen, mit dem sie vier Kinder großzog.

Zur Heimat- und Brauchtumspflege kam Franziska Rettenbach durch ihre Fingerfertigkeit mit Nadel und Stickfäden, die ihr ihre Mutter beibrachte. Mit der Wiederbelebung der Trachtenvereine bekam sie zahlreiche Aufträge, die zur Tracht aus dem Passauer Raum gehördenden wertvollen Goldhauben zu restaurieren oder neue zu sticken. Wegen ihres großen Wissens, das sie auf Fortbildungen und Vorträgen erweiterte, wurde sie 1982 Trachtenberaterin des Bezirks Niederbayern südlich der Donau. Sie gibt Trachtennähkurse, hält Vorträge beim Bauernverband und setzt sich hier mit kleinen Goldstickkursen besonders für das Schaffen von religiösen Familienhausschätzen ein. Über die Kunst des Golstickens hat Franziska Rettenbacher bereits zwei Bücher verfasst. Seit 1987 wird zudem das Heimatmuseum Simbach am Inn von ihr geleitet.

Für ihr Engagement um die Pflege von Brauchtum und Tracht in ihrer Heimat Rottal-Inn erhielt sie am 27. Juli 2009 das Bundesverdienstkreuz.

Auszeichnungen und Ehrungen

Literatur