Franz Kuchler (Lederwarenfabrikant)

Aus RegioWiki Niederbayern
Wechseln zu: Navigation, Suche
Franz Kuchler

Franz Kuchler (* 16. Mai 1800 in Geiselhöring; † 28. Juni 1884 in Marienbad, Böhmen) war ein Passauer Lederwarenfabrikant sowie Vater von Karl und Josef Kuchler.

Leben und Wirken

Kuchler heiratete 1825 Maria Deckendorfer, die Tochter des Lederers Karl Deckendorfer in der Lederergasse in Passau. Er machte aus dem bescheidenen Gerberei eine Lederfabrik, die er zu einem der führenden Betriebe in Niederbayern ausbaute. Zudem führte Kuchler als erster in Passau die Dampfmaschine ein. 1831 wurde er Mitglied der Lamplbruderschaft. Ab 1840 gehörte er einige Jahre dem Magistrat an und war ehrenamtlicher Stadtbaurat. Später war er bis 1870 Mitglied des Gemeindekollegiums. Im Jahr 1848 hatte er von Schiffmeister Joseph Lüftenegger das an seinen Betrieb angrenzende Haus Kirchenplatz 4 erworben, das seither unter dem Namen „Kuchlerhaus“ bekannt ist.

Nach seinem Tod am 28. Juni 1884 in Marienbad in Böhmen wurde Franz Kuchler in Passau begraben. Sein Sohn Karl Kuchler war Mitinhaber seiner Fabrik, die später der jüngere Sohn Josef Kuchler übernahm.

Auszeichnungen

  • Ritterkreuz des Michaelsordens

Literatur