Erich Kühnhackl

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Erich Kühnhackl
Erich Kühnhackl im Jahr 2009
Erich Kühnhackl im Jahr 2009
Personalia
Geburtsdatum: 17. Okt. 1950
Geburtsort: Citice / Tschechoslowakei
Nation: Deutschland
Bundesland: Bayern
Bezirk: HP Bezirkswappen.jpg Niederbayern
Spitznahme: Kleiderschrank auf Kufen
Größe: 196 cm
Position: Center
größte Erfolge
1969 Deutscher Pokalsieger
4-maliger Deutscher Meister
1976 Bronze bei Olympia
Nationalmannschaft
211 Spiele im DEB-Team
134 Tore für Deutschland
Vereinsinformationen
Karriere beendet beim EVL Landshut Eishockey Logo.jpg EV Landshut
* * *

Erich Kühnhackl (* 17. Oktober 1950 in Citice, Tschechoslowakei) ist ein ehemaliger Eishockeyspieler, Trainer und Funktionär. Er spielte unter anderem für den EV Landshut.

Leben und Wirken

Kühnhackl kam zusammen mit seinen Eltern kurz nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die ČSSR 1968 nach Landshut. Dort setzte er beim EV Landshut seine beim tschechoslowakischen Verein HC Baník Sokolov begonnene Karriere als Eishockeyspieler fort. 1976 wechselte er für drei Jahre zum Kölner EC und kehrte danach zum EV Landshut zurück. 1985 bis 1987 absolvierte er zwei Spielzeiten beim Schweizer Club EHC Olten, bevor er abermals zum EV Landshut zurückkehrte, bei dem er 1989 seine Karriere als Spieler beendete, um Co-Trainer zu werden.

Kühnhackl wurde viermal Deutscher Meister (1970, 1977, 1979 und 1983), einmal Deutscher Pokalsieger (1969), dreimal Spieler des Jahres (1978, 1980, 1983) und achtmal Scorer-König der Bundesliga. Zusammen mit seinen Landshuter Mitspielern Alois Schloder und Klaus Auhuber gelang ihm mit der deutschen Nationalmannschaft der Gewinn der Bronzemedaille im Olympischen Eishockeyturnier 1976 in Innsbruck.

Nach seiner aktiven Laufbahn blieb er dem Eishockey als Trainer verbunden. Er trainierte unter anderem den EV Landshut, die Deutsche Nationalmannschaft und bis zum 23. November 2007 die Straubing Tigers.

Im Jahr 2000 wurde er zum „Deutschen Eishockeyspieler des Jahrhunderts“ gewählt. Seit dem 16. Oktober 2008 ist er Vizepräsident des Deutschen Eishockeybundes. Neben diesem Amt fungiert er seit dem 1. Juli 2009 zusätzlich als Sportdirektor im Nachwuchs- und Jugendbereich bei den Frankfurt Lions.

Kühnhackl lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Landshut. Sein jüngster Sohn Tom Kühnhackl (* 1992) ist ebenfalls ein international sehr erfolgreicher Eishockeyprofi.

Stationen

Als Spieler

WikiProject Ice Hockey logo.png
  • 1968–1976: EVL Landshut Eishockey Logo.jpg EV Landshut
  • 1976–1979: WikiProject Ice Hockey logo.png Kölner EC
  • 1979–1985: EVL Landshut Eishockey Logo.jpg EV Landshut
  • 1985–1987: WikiProject Ice Hockey logo.png EHC Olten (CH)
  • 1987–1989: EVL Landshut Eishockey Logo.jpg EV Landshut

In der Nationalmannschaft

  • 1976 Olympische Winterspiele in Innsbruck
  • 1976 Eishockey-Weltmeisterschaft in Polen, Schweiz
  • 1977 Eishockey-Weltmeisterschaft in Wien
  • 1978 Eishockey Weltmeisterschaft in Prag
  • 1983 Eishockey Weltmeisterschaft in BRD, Japan, Ungarn
211 x im DEB-Team / 134 Tore
  • 1984 Olympische Winterspiele in Sarajevo
  • 1985 Eishockey Weltmeisterschaft in Schweiz, Frankreich, Tschechoslowakei

Als Trainer

  • EV Landshut
  • Deutsche Nationalmannschaft
  • Deutsche U18-Eishockeynationalmannschaft
  • Deutsche U20-Eishockeynationalmannschaft
  • EC Bad Nauheim
  • Erding Jets (TSV Erding)
  • Eisbären Regensburg (EV Regensburg)
  • Straubing Tigers (TSV Straubing)

Erfolge

Im Verein

  • Deutscher Pokalsieger mit dem EV Landshut 1969
Eislaufverein Landshut Logo.jpg
  • Deutscher Meister mit dem EV Landshut 1970, 1983
  • Deutscher Meister mit dem Kölner EC 1977, 1979
  • Deutscher Vizemeister mit dem EV Landshut 1974, 1976, 1984

In der Nationalmannschaft

  • DEB.png Bronze für Deutschland bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck 1976
  • Eishockey Weltmeisterschaften 2 x Platz 5
  • Eishockey Europameisterschaften 2 x Platz 4

Persönlich

  • Achtfacher Topscorer der Bundesliga
  • Tor-Rekord in der Bundesliga (83 Treffer in 48 Spielen) 1980
  • Erfolgreichster Scorer der Bundesliga-Geschichte mit 1.408 Scorer-Punkten in 752 Spielen
  • Erfolgreichster Torschütze der Bundesliga-Geschichte mit 714 Toren-Punkten in 752 Spielen
  • Rekordscorer der Nationalmannschaft (224 Punkte)
  • Rekordtorschütze der Nationalmannschaft (134 Tore)
  • Erster deutscher Topscorer bei einer Weltmeisterschaft 1978

Auszeichnungen

Ehrungen (international)

  • Aufnahme in die „Hall of Fame“, der Ruhmeshalle des Welt-Eishockeys in Toronto (1997)

Literatur

  • Alexander Kain: Vier neue Botschafter für Niederbayern. In: Passauer Neue Presse vom 13. Mai 2015 (S. 10)

Weblinks

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