Erich Kühnhackl

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Erich Kühnhackl im Jahr 2009

Erich Kühnhackl (* 17. Oktober 1950 in Citice, Tschechoslowakei) ist ein ehemaliger Eishockeyspieler, Trainer und Funktionär. Er spielte unter anderem für den EV Landshut.

Leben und Wirken

Kühnhackl kam zusammen mit seinen Eltern kurz nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die ČSSR 1968 nach Landshut. Dort setzte er beim EV Landshut seine beim tschechoslowakischen Verein HC Baník Sokolov begonnene Karriere als Eishockeyspieler fort. 1976 wechselte er für drei Jahre zum Kölner EC und kehrte danach zum EV Landshut zurück. 1985 bis 1987 absolvierte er zwei Spielzeiten beim Schweizer Club EHC Olten, bevor er abermals zum EV Landshut zurückkehrte, bei dem er 1989 seine Karriere als Spieler beendete, um Co-Trainer zu werden.

Kühnhackl wurde viermal Deutscher Meister (1970, 1977, 1979 und 1983), dreimal Spieler des Jahres (1978, 1980, 1983) und achtmal Scorer-König der Bundesliga. Zusammen mit seinen Landshuter Mitspielern Alois Schloder und Klaus Auhuber gelang ihm mit der deutschen Nationalmannschaft der Gewinn der Bronzemedaille im Olympischen Eishockeyturnier 1976 in Innsbruck.

Nach seiner aktiven Laufbahn blieb er dem Eishockey als Trainer verbunden. Er trainierte unter anderem den EV Landshut, die Deutsche Nationalmannschaft und bis zum 23. November 2007 die Straubing Tigers.

Im Jahr 2000 wurde er zum „Deutschen Eishockeyspieler des Jahrhunderts“ gewählt. Seit dem 16. Oktober 2008 ist er Vizepräsident des Deutschen Eishockeybundes. Neben diesem Amt fungiert er seit dem 1. Juli 2009 zusätzlich als Sportdirektor im Nachwuchs- und Jugendbereich bei den Frankfurt Lions.

Kühnhackl lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Landshut. Sein jüngster Sohn Tom Kühnhackl (* 1992) ist ebenfalls Eishockeyprofi.

Auszeichnungen

Literatur

  • Alexander Kain: Vier neue Botschafter für Niederbayern. In: Passauer Neue Presse vom 13. Mai 2015 (S. 10)

Weblinks