Emerenz-Meier-Haus

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Frontansicht des Emerenz-Meier-Hauses in Schiefweg. (Foto: Rabenstein)
Durchblick für den Besucher: Dafür sorgen klug eingerichtete Räume, sinnfällige Exponate und knappe, aber informative Audio-Erklärungen. (Foto: Muckenschnabl)
Wie ein Schiffsbug ragen eiserne Stelen in jeden Raum: Sie zeigen Schaustücke und alte Dokumente. Die "Dornen" an der Wand mit Emerenz-Zitaten sowie der Wildrosen-Anstrich symbolisieren die schmerzhafte "Auflehnung" der Dichterin. (Foto: Muckenschnabl)
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Im Obergeschoss des Hauses. (Foto: Steiml)
Das Emerenz-Meier-Auswanderermuseum stellte Rupert Berndl (r.)vor. (Foto:Steiml)

Das Emerenz-Meier-Haus befindet sich in Schiefweg bei Waldkirchen und ist das Geburtshaus der bayerischen Volksdichterin Emerenz Meier. Es wird von einem eigens dazu gegründeten Verein als Wirtshaus und Museum erhalten.

Im Obergeschoss des Hauses befindet sich das Museum „Born in Schiefweg“, das die Geschichte der Auswanderung aus dem Bayerischen Wald nach Amerika im 19. Jahrhundert und beginnenden 20. Jahrhundert darstellt.

Renovierung

Im Jahre 2001 begann der Verein mit der Renovierung, die mit der Bausumme von 700.000 Euro abgeschlossen wurde. Die Eheleute Reiner und Heike Gattermann eröffneten das Landgasthaus "Zur Emerenz". Heimatpfleger Rupert Berndl und Alexandra Kohlbeck vom Grafenauer Planungsbüro wurden bei den Renovierungsarbeiten von Handwerkern und Nachbarn unterstützt.

Im Obergeschoss des Hauses befindet sich die Dauerausstellung zur Lebensgeschichte von Emerenz Meier: „Von Schiefweg nach Chicago“. Am 15. Mai 2010 öffnete das Auswanderer-Museum, in dem exemplarisch das Schicksal der Emerenz als Auswanderin dargestellt wird. 305.000 Euro waren für das Projekt veranschlagt, welches im Herbst 2008 startete.

Auswanderermuseum

Ende des 19. Jahrhunderts sind die Bewohner des Bayerwaldes aufgrund der anhaltenden schlechten Lebens- und Arbeitsbedingungen zu Tausenden nach Amerika ausgewandert. Diese, für den Bayerischen Wald einschneidende Entwicklung, wird nun in einem Museum dargestellt.
Zugleich wird mit der Schriftstellerin Emerenz Meier eine herausragende Person der bayerischen Literaturgeschichte gewürdigt.

Der Umbau umfasste eine Summe von rund 305.000 Euro und wurde dank der Kooperation mit dem Seidel-Museum und der EU-Förderung von 200.000 Euro realisierbar. (s. auch Emerenz-Meier-Haus-Verein)

Emerenz Meier hat als Heimatdichterin das Leben in diesem Grenzraum beschrieben: Die Arbeit, die Not, die Natur, die Orte, die Menschen, das harte Leben und den Umstand, dass viele im Auswandern den letzten Ausweg für eine bessere Zukunft sahen. Sie selbst ist 1906 mit ihrer Familie ins ferne Amerika gegangen.

Das Konzept des Auswanderermuseums verspricht einen wertvollen und in der Präsentation außergewöhnlichen Beitrag zur Museumslandschaft des Bayerwaldes. Im Obergeschoss des idyllischen Hauses, das als Hauptexponat zu sehen ist, erzählen acht Räume von verschiedenen Themen: „Die Mühsal“, „Die Gabe“, „Die Auflehnung“, „Die Unruhe“, „Die Beziehungen“, „Die Projektion“, „Die Auswanderung“ und „Die Neue Welt“. 2600 im Boden versenkte Nägel (pure Handarbeit) bezeichnen den Weg der Emerenz von Schiefweg über Oberndorf, München, Würzburg, Straßkirchen, Passau, Simpoln bis Chicago. So entsteht ein Bogen vom bäuerlichen Alltag damals im Bayerischen Wald bis hin zum vermeintlich besseren Leben in der „Neuen Welt“. Parallel dazu werden Person und Umfeld der Emerenz Meier dargestellt. Das Haus ist sparsam ausgestattet, wenige Objekte erzählen vom Leben der Schriftstellerin und den Auswanderern. Der Besucher kann durch die weitgehend biografisch-chronologisch angelegte Ordnung der Räume das individuelle Schicksal der Auswanderin Emerenz Meier unmittelbar erleben.

Emerenz Meier ist nach Amerika ausgewandert, wie so manche andere aus dem Bayerischen Wald und Böhmerwald zu jenen Zeiten auch. Das Museum soll am Beispiel der Emerenz Meier aufzeigen, wie damals die Situation war, als Armut und fehlende Arbeit die Menschen zu diesem vermeintlichen Ausweg haben greifen lassen. Die Etappen vom Mühsal, der inneren Unruhe, dem Reifen des Gedankens, dem Schritt, über den „großen Teich“ zu gehen, und die Erfahrungen in der „Neuen Welt“ sollen dargestellt werden.

Nach zweijähriger Planungs- und dreimonatiger Realisierungsphase wurde das Museum am 15. Mai 2010 eröffnet. Gäste der Gastwirtschaft und des Museums konnten sich in einem Gästebuch verewigen.

Marketing-Kooperation

In Kooperation mit dem Seidel-Archiv will der Emerenz-Meier-Haus-Verein eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen eines gemeinsamen Marketings für das Auswanderermuseum im Emerenz-Meier-Haus und das Fotoatelier Seidel in Krumau.

Siehe Hauptartikel: Emerenz-Meier-Haus-Verein

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

  • Donnerstag bis Samstag: 16.30 Uhr bis 20.30 Uhr
  • Sonntag: 11 Uhr bis 18 Uhr
  • Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. Gruppen zahlen nach Anmeldung eine Pauschale von 25 Euro.

Kontakt

<map24 strasse="Marktstraße 4" plz="94065" ort="Waldkirchen">Auswanderermuseum bei Map24</map24> <googleAddr strasse="Marktstraße 4" plz="94065" ort="Waldkirchen">Auswanderermuseum bei Google Maps</googleAddr> „Born in Schiefweg“
Marktstraße 4
94065 Waldkirchen

Telefon: 08581/989190

E-Mail: emerenz@born-in-schiefweg.de
Internet: http://www.born-in-schiefweg.de

Literatur