Elisabeth Six

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Elisabeth „Ilse“ Six, geborene Hautmann, (* 29. September 1924 in der Ilzstadt) ist eine Passauer Apothekerin, Tänzerin und Tanzlehrerin. Sie veranstaltete die legendären Debütantinnenbälle in der Nibelungenhalle.

Leben und Wirken

Ilse Six wurde in der Löwenmühlstraße in Passau geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie in der Sailerwöhr. 1933 zog die damals Neunjährige in die Ludwigstraße 19 um. Weil sie unbedingt Lehrerin werden wollte, besuchte Ilse Six ab 1938 die sogenannte Aufbauschule in Straubing. Später wurde sie zum Arbeitsdienst eingezogen. Während ihres Pharmaziestudiums lernte sie dann ihren späteren Mann kennen, den Mikrobiologen Dr. Konrad „Conny“ Six. Das Paar heiratete 1947. Die kirchliche Hochzeit fand bei minus sieben Grad in St. Emmeram in Regensburg statt.

Zum Tanzen kam Ilse Six durch den Arzt ihrer Mutter gekommen, der ihr als Ausgleich zu ihrem Stehberuf in der Apotheke zum Radeln, Schwimmen oder Tanzen geraten habe. Sie meldete sich zum Tanzkurs in Regensburg an. Six zeigte Talent und räumte bald mehrere Preise ab. Zwei Jahre hintereinander erzielte sie den bayerischen Meistertitel. Ihr Trainer war Rudolf Trautz, Weltmeister in lateinamerikanischen Tänzen. Ilse Six, die auch eine passionierte Schlittschuh- und Rollschuhläuferin war, machte ihr Hobby zum Beruf. Gemeinsam mit ihrem Mann, ebenfalls begeisterter Tänzer, eröffnete sie 1965 am Residenzplatz in Passau eine Tanzschule. Auch in Deggendorf und Regensburg hob das Paar Tanzschulen aus der Taufe. Sogar Reedereien heuerten Ilse Six und ihren Mann an, um Tanzunterricht auf den Schiffen zu erteilen, die sie um die halbe Welt brachten. Weil Konrad Six eine schwere Herzkrankheit erlitt, wurden alle drei Tanzschulen 1983 geschlossen. Nachdem sie die Tanzschulen aufgeben mussten, arbeiteten Ilse und ihr Mann als Apotheker und machten Urlaubsvertretungen. 1999 verstarb Konrad Six.

Literatur