Dommesner

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Mesner Hans Gscheider bei seiner Arbeit. (Foto: Geisler)

Der Dommesner im Dom St. Stephan bereitet Gottesdienste vor bzw. nach, leistet Dienste in der Liturgie und betreut die Sakristei. Derzeit übt Johann Gscheider dieses Amt aus, er folgte 1995 Georg Riesinger nach. An freien Tagen wird er von Günther Simon vertreten.

Über den Dommesner

Das Amt des Mesners ist in Passau ein sehr altes – die erste urkundliche Erwähnung datiert in das Jahr 1329 zurück. Den Mesner als solchen gab es jedoch schon in frühchristlicher Zeit – in Form der Tempeldiener.

Der Dommesner wohnt heute direkt neben dem Dom, im Haus St. Max. Seine Hauptaufgabe ist es, die Liturgie vorzubereiten. Auf einem Plan sieht er, wer von den acht Domkapitularen, den sechs Domvikaren und neun Ruheständlern die Messe feiert. Der Dommesner richtet Messgewänder, Wein, Kelch, Hostien und Tücher her, schlägt das Messbuch auf. Die Sakristei ist sein Hauptaufenthaltsort.

Die Arbeit des Mesners beginnt um 6 Uhr morgens. Er arbeitet an sechs Tagen die Woche, Montags hat er keinen Dienst. An den freien Tagen wird er entsprechend vertreten. Die Anwesenheit eines Mesners ist insofern wichtig, da an heißen Sommertagen leicht eine der 410 Feuermelder losgehen kann. An solchen Tagen kann es in der Kuppel bis zu 70 Grad heiß werden. Ab 9 Uhr kommen die ersten Besucher. Etwa eine Million Besucher gehen hier im Jahr ein und aus. Von 10.45 bis 12.30 Uhr ist der Dom wegen des Orgelkonzertes gesperrt.

Literatur

Weblinks