Dom St. Stephan

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Die damals noch nicht weiß gefasste Hauptfassade des Stephansdoms im Jahr 2007.
Blick auf den Stephansdom von der Innstadt her.

Der Dom St. Stephan (ugs. meist nur Stephansdom) ist die von 1668 an wiedererbaute Passauer Bischofskirche. Direkt auf der höchsten Erhebung der Passauer Altstadt zwischen dem Inn und der Donau gelegen, ist er bis heute Bischofssitz und Hauptkirche des Bistums Passau. Der Stephansdom zählt zu den bedeutendsten und größten barocken Kirchenbauten Deutschlands und hat den größten barocken Kircheninnenraum nördlich der Alpen. Dompatron ist der Hl. Stephanus.

Architektur

Ein Grundriss des Stephansdoms.

An der Ostseite des Domplatzes präsentiert sich die barocke, zweitürmige Barockfassade aus Haustein. Nicht zuletzt die Kuppeln, Böhmische Kappen oder Platzlgewölbe genannt, geben dem Bauwerk ein unverkennbares Äußeres.

Im Untergeschoss des Südturms öffnet sich ein Tor zur schmalen Zengergasse. Diese verläuft an der Südseite des Domes entlang zum östlich des Doms gelegenen Residenzplatz. Von dort ist der spätgotische Chorbau mit seinem filigranhaften Strebewerk sichtbar. Am Ostende des nördlichen Querarms befindet sich das zierliche achteckige spätgotische Stephanstürmchen, das von der Figur des Kirchenpatrons bekrönt wird.

An der Nordseite des Domes liegt ein großer Hof. Dieser Domkreuzgang mit seinem gotischen Portal ist ein Überrest des 739 bezeugten Domklosters. Der Kreuzgang wurde 1812 abgebrochen. Die hier befindlichen Grabsteine befanden sich vorher in der Andreaskapelle und wurden 1961/62 angebracht.

Am Kreuzgang des Doms mit seinem gotischen Portal liegt an der Ostseite des Platzes die Andreaskapelle aus der Zeit um 1300, bei der es sich um eine der ältesten Hallenkirchen in Bayern handelt. Die zahlreichen Grabsteine verweisen auf ihren ursprünglichen Zweck als Grablege der Domherren. Sie wird daher auch Herrenkapelle genannt. Den Chor mit Netzrippengewölbe schuf Hans Krumenauer im Jahr 1414

Unmittelbar südlich neben der Andreaskapelle befindet sich die Sixtuskapelle, die auch als Ortenburgkapelle bekannt ist. Sie birgt das Grabmal des Grafen Heinrich IV. von Ortenburg. Auf der anderen Seite des Domhofes liegen die Trennbachkapelle mit dem Hochgrab von Bischof Urban von Trennbach und die Lamberg-Kapelle mit der Grablege von Kardinal Johann Philipp Graf von Lamberg.

Geschichte

Die Westfassade vor den Veränderungen von 1896.
Bei der Neufassung der Kuppelbekrönung im Jahr 1963. (Foto: Stadtarchiv Passau)
Der bereits zur Hälfte weiß gestrichene Dom 2005.

Frühmittelalterlicher Bau

Eine erste Urkunde aus dem Jahr 739 zur Einrichtung des Bistums Passau bezeugt, dass bereits zu diesem Zeitpunkt eine intakte kirchliche Administration in Passau vorhanden war. Zu jener Zeit gab es wie bereits ein Domkloster. Archäologische Funde dokumentieren zudem einen Kirchenbau im heutigen Domhof aus dem 7. bis 8. Jahrhundert. Dieser frühmittelalterliche Bau wurde durch die Kämpfe zwischen König und Herzog im Jahr 976 zerstört.

Frühromanischer Bau

Auch der frühromanische Bau, nach 978 durch Bischof Pilgrim errichtet, ist heute nur noch archäologisch nachweisbar. Die vermutlich dreischiffige Basilika mit zwei Türmen und einer Vorhalle im Westen wurde 1181 von einem Stadtbrand zum Teil zerstört und notdürftig wiederhergestellt.

Gotischer Bau

Unter Bischof Bernhard von Prambach wurde im 13. Jahrhundert mit dem Neubau des immer weiter verfallenden Doms begonnen. Die Arbeiten für diesen gotischen Bau dauerten bis ins 16. Jahrhundert an und brachten einen Kirchenkomplex mit einem Langhaus von über 100 Metern Ausdehnung, einer Breite von 33 Metern und einer Scheitelhöhe des Mittelschiffgewölbes von fast 30 Metern hervor. Die Arbeiten am Neubau des dreischiffigen Chores begannen 1407 unter Bischof Georg Graf von Hohenlohe durch den böhmischen Baumeister Hans Krumenauer, konnten aber erst unter seinen Nachfolgern gegen 1444 vollendet werden. Der bis dahin überkommene Baubestand erfuhr eine umfassende Umgestaltung und Erweiterung. Der spätgotische Vierungsturm wurde von 1522 bis 1524 errichtet. Erst gegen 1580 endete die Neugestaltung der Kathedrale mit der Einwölbung des Langhauses.

Barocker Bau

Der heutige etwa 100 Meter lange barocke Bau entstand nach dem Stadtbrand von 1662. Das Mittelschiffsgewölbe und ein Teil des Seitenschiffes stürzte nach dem Brand vom 27. April 1662 erst ein, als die Bürgerwehr am 29. Mai 1662, dem Fronleichnamstag, auf dem Domplatz eine Salve abschoss; die Vierungskuppel blieb jedoch erhalten. Der von 1668 bis 1693 dauernde Neubau wurde von Fürstbischof Wenzeslaus Graf von Thun begonnen. Für den Neubau verantwortlich war Carlo Lurago, der sich in Prag beim Bau des Thunschen Palais bewährt hatte. Wesentlichen Anteil an den Rohbauarbeiten hatte Steinmetzmeister Francesco Torre. Am 14. Juli 1671 kam es zu einem schweren Unfall, als die halbe Seite des Neubaus einstürzte und fünf Arbeiter, darunter zwei „welsche“ (italienische) unter sich begrub. Die „angebohrene Clemenz“ (Milde) des Fürstbischofs bewirkte, dass der zunächst verantwortlich gemachte Lurago bleiben konnte.

Im Rahmen der Restaurierung und Weißfassung des Kirchenraumes wurde 2010 die Inschrift am Fries des Domturmes als die Initialen des Dombaumeisters erkannt. Zu lesen sind die Buchstaben C und L, dazwischen die Zahl 1675, das Datum der Fertigstellung der Kathedrale. Die Zahlen sind nicht farbig gefasst oder schwarz unterlegt, sondern integral in der Architektur gefasst. Möglicherweise durfte Carlo Lurago seine Künstlersignatur, was damals üblich war, nirgends dominant und in Farbe setzen; mit dieser Variante einer unscheinbaren Inschrift hat er sein Ziel ohne Konfrontation erreicht. Freilich könne man C und L auch als römische Zahlzeichen interpretieren, aber dann müssten die Zahlzeichen auch auf der anderen Seite des Turmes fortgeführt sein – und dies ist nicht der Fall.

1678 baute Lurago auch die Domgruft. Etwa um diese Zeit begannen die Arbeiten an der Ausstattung des Innenraums. Der gesamte Dom erhielt eine weiße Kalkfassung. Die jetzige Helmglocke der spätgotischen Vierungskuppel stammt aus dem Jahr 1707, als die ursprüngliche Haube erneuert wurde. Am 6. Oktober 1707 wurde auf der neuen Kuppelbekrönung des Domes das Turmkreuz gesteckt. In die Kreuzkugel wurden Reliquien und eine Urkunde mit Siegel von Kardinal Johann Philipp von Lamberg eingeschlossen. Die Kuppel wölbte laut dieser Urkunde der Hofzimmerermeister Mathiasen Hackher. Jakob Pawanger gestaltete 1710 die Lamberg-Kapelle. Anstelle der ursprünglichen Eisenblechdeckung erhielt die Kuppel 1755 die heutige Kupferdeckung. Im Jahr 1776 wurden die jetzigen Zifferblätter als Ersatz für die vorherigen Blechzifferblätter in Steinquader gemeißelt und bemalt.

Erweiterungen und Instandsetzung

Der bedeutende spätgotische Domkreuzgang wurde nach der Säkularisation 1812 bis auf wenige Reste abgetragen. Bischof Heinrich von Hofstätter ließ 1870 den gesamten Bau in kräftigem Ocker neu fassen. Bis 1875 wurde die Fassade mit Skulpturen der Diözesanpatrone von Fidelis Schönlaub ausgestattet. Das Rundfenster im Giebeldreieck wurde geschlossen und mit einem großen griechischen Kreuz versehen.

Bereits unter Bischof Michael von Rampf kam es zur nächsten gravierenden Umgestaltung der Fassade. 1896 erhielten die beiden Westtürme durch Dombaumeister Heinrich Freiherr von Schmidt ihre jetzigen achteckigen Obergeschosse mit den Glockenstuben und den neubarocken Hauben. Erst damals erreichten die Türme mit ihren 68 Metern die Höhe der Domkuppel. Die Binnenfläche des Giebeldreiecks erhielt das noch heute bestehende Relief. Der Figurenschmuck des Bildhauers Fidelis Schönlaub an der Westfront wurde entfernt. An seine Stelle traten in den Jahren 1897 und 1898 die jetzigen Statuen von Bildhauer Josef Schuler sen., darstellend Maria sowie St. Stephanus, St. Severin, St. Maximilian und St. Valentin.

Die Figur des Erzengels Michael am Gefallenendenkmal wurde von Bildhauer Wilhelm Nida-Rümmelin geschaffen und kam 1924 zur Aufstellung.

Nach der Gründung der Staatlichen Dombauhütte im Jahr 1928 begannen umfangreiche Renovierungsarbeiten, die bis heute andauern. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges erhielt der Dom neun Volltreffer von Artilleriegranaten und zahlreiche Splitterschäden aufgrund einer Beschießung durch eine amerikanische Geschützbesatzung von der Oberhauser Leite her.

1963 hat die Firma Wilhelm Endres die Kuppelbekrönung neu gefasst und am 4. November 1963 wieder auf dem Dom angebracht. Die Ockerfassung des Domes und alle früheren Farbfassungen wurden in den frühen 1960er Jahren zugunsten einer vermeintlich urspünglichen Steinsichtigkeit entfernt. Etwa seit dem Jahr 2000 wird stattdessen die Rekonstruktion der weißen barocken Fassung angestrebt.

Siehe dazu: Renovierung des Doms St. Stephan

Ausstattung

Stuckaturen von Giovanni Battista Carlone. (Foto: Geisler)

Altäre und Kanzel

Der Hochaltar, der die Steinigung des Hl. Stephanus zeigt, wurde 1952 von Prof. Josef Henselmann geschaffen, von dem auch der Volksaltar von 1961 stammt. Zuvor befand sich hier ein unter Bischof Heinrich von Hofstätter geschaffener Hochaltar im Nazarenerstil. Bis dahin waren der Chor und das Querschiff durch ein hohes Gitter vom Kirchenraum getrennt. Als Altar genügte ein entsprechend dem Kirchenjahr mit wechselnden Bildern behängter Stoffbaldachin über der Mensa.

Die Nebenaltäre wurden durchweg zwischen 1685 und 1693 von Giovanni Battista Carlone angefertigt. Auf der rechten Seite vorne steht der Marienaltar, dann folgen nach hinten der Pauli-Bekehrungs-Altar mit Gemälde von Johann Michael Rottmayr (Bekehrung des Apostels Paulus, 1693), Martinsaltar mit einem Gemälde von Johann Carl Resler von Reslfeld, Christi-Geburts-Altar mit Gemälde von Andreas Wolff (Anbetung der Hirten, 1698) und Sebastiansaltar mit Gemälde von Rottmayr (Rettung des hl. Sebastian durch Irene). Auf der linken Seite vorn befindet sich der Agnesaltar mit dem Tabernakel und einem Gemälde von Rottmayr (Martyrium der hl. Agnes), es folgen Dreikönigsaltar mit Gemälde von Johann Caspar Sing (Anbetung der hl. drei Könige, 1697), Katharinenaltar mit Gemälde von Johann Carl Resler von Reslfeld (Katharina vor dem Thron der Muttergottes), Johannesaltar mit Gemälde von Rottmayr (Enthauptung des Täufers, 1693) und zuletzt der Maximilians- und Valentinsaltar.

Die vergoldete Kanzel fertigte 1722 bis 1726 der Wiener Hoftischler Johann Georg Series.

Stuckierung und Fresken

Das Innere des dreischiffigen Langhauses wird durch sechs von breiten Gurtbögen getrennte Joche gegliedert. Danach folgen die Kuppelvierung und schließlich der einschiffige Chor. Es dominiert die üppige, mit zahlreichen figürlichen Bildungen unterlegte Stuckierung Giovanni Battista Carlones und seines Mitarbeiters Paolo d’Allio. Besonders markant ist die Reihe der Atlanten im Chorgewölbe. Die 1679 bis 1684 entstandenen Fresken von Carpoforo Tencalla im Mittelschiff gipfeln im Kuppelgemälde mit Gottvater inmitten der Evangelisten und im Chorgemälde, das die Steinigung des hl. Stephanus darstellt. Carlo Antonio Bussi übernahm 1688 die Ausmalung der Seitenschiffe.

Westportale

Die drei schweren Portale an der Westfassade des Doms wurden im Jahr 1689 fertig gestellt. Die Arbeiten daran führte der Passauer Schreiner Paul Denifl aus; er erhielt dafür 80 Gulden. Einiges mehr bekam der Hofschlosser Hans Mösner für die prunkvollen Türbeschläge, nämlich 1.700 Gulden. Nachdem sie mehr als 300 Jahre der Witterung ausgesetzt waren, wurden die Portale ab 2013 einer aufwenigen Restaurierung unterzogen. Die aus Eichen- und Lindenholz gefertigten Türblätter des südwestlichen Portals etwa waren im unteren Kanten- und Wetterschenkelbereich durch die Einwirkung von Feuchtigkeit geschwächt und wiesen Fehlstellen auf, die ergänzt werden mussten.

Die Hauptorgel des Doms.

Orgel

Die Orgel des Stephansdoms (z.T. auch Steinmeyer/Eisenbarth-Orgel) wurde 1924 bis 1928 erbaut und gilt bis heute als größte Domorgel der Welt und zugleich als größte Orgel Europas. In den fünf Orgelwerken sind insgesamt 17.974 Pfeifen und 233 Register zu finden, die alle über den fünfmanualigen Hauptspieltisch auf der Empore gespielt werden können. Die größte der Orgelpfeifen ist über 11 Meter hoch und wiegt 306 Kilo.

Siehe Hauptartikel: Orgeln des Doms St. Stephan

Glocken

Der Dom St. Stephan besitzt acht Domglocken. Das heutige Geläut spiegelt im Wesentlichen immer noch das historische Geläut von 1684 wider.

Siehe Hauptartikel: Glocken des Doms St. Stephan

Gruft

Die Bischofs- oder Domgruft dient als letzte Ruhestätte zahlreicher Passauer Bischöfe. Sie befindet sich unter dem Dom St. Stephan und kann jeweils an Allerseelen und am Todestag des letztverstorbenen Bischofs besichtigt werden.

Siehe Hauptartikel: Bischofsgruft (Passau)

Das Wappen Sebastian von Pöttings an der Chorseite.

Wappen

Das drei Meter hohe und sechs Quadratmeter große Wappen an der Chorseite des Doms zeigt das Wappen von Fürstbischof Sebastian Johann Graf von Pötting. 1980 wurde das Original zerlegt und abgenommen, um es vor weiterer Zerstörung durch sauren Regen usw. zu schützen, und im Lapidarium untergebracht. Die Ersatzkopie wurde zehn Jahre später angebracht.

Dombauhütte

Die 1928 gegründete Staatliche Dombauhütte Passau restauriert gegen den Verfall des über 600 Jahre alten Gemäuers an. Vier Jahre zuvor hatte sich die Diözese an die bayerische Staatsregierung gewandt. Der marode Bau konnte nicht mehr unterhalten, die dringend notwendige Sanierung nicht finanziert werden. Man kam überein, dass die Regierung den Bauunterhalt für den älteren gotischen Teil trägt. Für die aufwendige Sanierung wurde die Dombauhütte gegründet.

Der erste Jahresetat von 10.000 Reichsmark ging allein für den Gerüstbau drauf. Doch die Verantwortlichen waren findig. Spenden für die Baukasse statt Geschenke zum 75. Geburtstag von Bischof Sigismund Felix Freiherr von Ow-Felldorf waren eine solche Idee. 22.000 Reichsmark kamen so zusammen. Nochmal 36.000 Reichsmark wurden durch eine „Dombaulotterie“ eingespielt.

Siehe Hauptartikel: Dombauhütte Passau

Sonstiges

Seit 2008 herrscht bei jeder Domführung „Headset-Pflicht“ – sowohl für die Domführer, als auch für die Führungsteilnehmer. Dadurch wird dem Lärmpegel entgegengewirkt, der vor allem im Frühjahr und Sommer 2007 bei den Domführungen ein zunehmend unangenehmes Niveau erreicht hatte. Die neuen Hightech-Geräte vom Marktführer „Antenna Audio“ werden bereits im Louvre oder im Petersdom verwendet und funktionieren ähnlich wie ein iPod, erlauben also auch Musikeinspielungen. Sie kosteten in der Anschaffung 50.000 Euro (7 Sets mit jeweils einem Sender und 35 Empfängern); die Kosten teilen sich der Tourismusverband (⅔) und die Diözese (⅓) – denen auch die exklusive Nutzung vorbehalten ist. Reisegruppen, die bereits mit eigenen Headsets ausgestattet sind, müssen also trotzdem auf die Passauer Geräte zurückgreifen.

2013 wurde die zu diesem Zeitpunkt 50 Jahre alte Dombeleuchtung für 398.000 Euro modernisiert. Die Planung der Domanstrahlung war 2012 durch das Zürcher Atelier Derrer durchgeführt worden. Bei der Modernisierung wurden 30 teils 50 Jahre alte Strahler, Kabel sowie Lampenträger und -podeste durch 52 neu entwickelte LED-Strahler ersetzt. Das neue System kann unter anderem mit abstufbaren Weißtönen von warmweiß bis kaltweiß auch auf Jahreszeiten und Stimmungen reagieren, verfügt über exakte Abstrahlungswinkel, ist dimmbar und verursacht nur einen geringen Wartungsaufwand. Die alte Beleuchtung mit Natrium-Dampf-Lampen war bereits in einem sehr schlechten Zustand: die Strahlerpodeste auf den Dächern waren verrostet und die Verkabelung im Boden und den Häusern nicht mehr DIN-gerecht; die Folge waren hohe Instandhaltungskosten. Zudem gestaltete sich die Ersatzteilbeschaffung zunehmend schwierig. Mit den LED-Strahlern erhielt das Erscheinungsbild des Doms aufgrund der Farbwiedergabe und detaillierten Anstrahlung hohe Brillanz durch gleichmäßigere Ausleuchtung. Einzelne Details können jetzt zusätzlich hervorgehoben werden. Zudem gibt es keine „Lichtverschmutzung“ mehr, d.h. der domrahmende Himmel bleibt dunkel, und das neue Licht ist insektenfreundlicher.

Am zweiten Todestag von Bischof Franz Xaver Eder am 20. Juni 2015 wurde an einem Pfeiler im nördlichen Seitenschiff im Dom ein Epitaph enthüllt. Das Grabdenkmal zeigt eine Büste Eders mit seinen Lebensdaten. Im bronzenen Rahmen ist unter anderem auch sein Wappen eingearbeitet. Der Kopf wurde mit der Hand modelliert und zeigt charakterliche Eigenschaften des Bischofs, aber auch sein charismatisches Lächeln. Geschaffen wurde das Epitaph von Karlheinz Oswald, der sich in einem von Bischof und Domkapitel ausgeschriebenen Wettbewerb durchsetzte.

Weitere Bilder

Der nun ganz in Weiß gefasste Stephansdom von Süden (Innstadt) aus im Jahr 2012.

Siehe auch

Literatur

Fachliteratur

  • Gottfried Schäffer: Das Bildprogramm des barocken St.Stephans-Domes, in: August Leidl (Hg.): Der Passauer Dom. Festschrift zur Vollendung der ersten Gesamtinnenrenovierung seit dem barocken Wiederaufbau, Passau 1980
  • Herbert Schindler: Der St.Stephans-Dom in Passau. Ein Denkmal der europäischen Kunstgeschichte, in: August Leidl (Hg.): Der Passauer Dom. Festschrift zur Vollendung der ersten Gesamtinnenrenovierung seit dem barocken Wiederaufbau, Passau 1980
  • Peter Morsbach, Irmhild Heckmann, Christian Later, Jörg-Peter Niemeier: Denkmäler in Bayern, Band II.25 Kreisfreie Stadt Passau. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2014, ISBN 978-3-7917-2552-9

Zeitungsartikel

Weiterführende Publikationen

Weblinks