Bockerlbrücke (Landau)

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Die Bockerlbrücke in Landau an der Isar

Die Bockerlbrücke (ugs. meist nur Die Bockerl) ist eine stillgelegte Brücke über die Isar in Landau an der Isar. Das heutige Industriedenkmal ist eines der Wahrzeichen der Stadt.

Geschichte

1903 wurde die Brücke beim Bau der Bahnstrecke Landau-Arnstorf erstmals über die Isar gespannt. Sie bestand auch die Belastbarkeitsprobe von mehreren Lokomotiven. Am 28. April 1945 wurde die Brücke von deutschen Truppen gesprengt. Grund dafür war, dass die US-Army bereits vor Landau an der Isar stand. Die Brücke zerfiel in zwei Teile, und nur wer mutig genug war, von der einen Platte auf die anderen Platte zu springen, konnte auf die andere Seite gelangen. Erst nachdem 1952 die Straßenbrücke feierlich geweiht wurde, wurde sie auch wieder dem Verkehr übergeben. Das Bockerl, wie die Brücke genannt wird, erschloss Landaus Hinterland über zwei Generationen. 1964 wurde der Personenverkehr jedoch dann eingestellt, bis 1993 auch der Güterverkehr eingestellt wurde, folgend von einer Stilllegung 1994. 1998 folgte letztendlich sogar der Abbau der Gleise. Das heutige Industriedenkmal war 1903 die längste selbsttragende Stahlbrücke in Bayern. Sie hatte eine Spannweite von 79 Metern und war somit um 1900 eine Sensation. Sie ist sogar als Industriedenkmal anerkannt und eines der Wahrzeichen der Stadt.

Die Stahlbrücke war um 1900 auch ein Symbol für die Moderne und für den Einstieg des Königreichs Bayern ins Industriezeitalter. Heute erinnert auch noch der Bockerlbahn-Radweg auf der alten Bahnstraße, welche 1999 eröffnet wurde, an die Brücke.

Siehe auch

Literatur