Biburg

Aus RegioWiki Niederbayern
Wechseln zu: Navigation, Suche
Biburg
Das Wappen von Biburg


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Kelheim
Höhe: 376 m
Fläche: 14,21 km²
Einwohner: 1.214 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 93354
Vorwahl: 09444, 09443
Kfz-Kennzeichen: KEH
Website: www.gemeinde-biburg.de
Erster Bürgermeister: Thomas Zachmayer
(Aktive Biburger Bürger)

Biburg ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Kelheim und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Siegenburg.

Ortsansicht von Biburg

Lage

Biburg liegt in der Hallertau an der Abens zwei Kilometer südlich von Abensberg in der Nähe der Bundesstraße 16 und der Bundesstraße 301.

Ortsteile

Ortsteile sind Altdürnbuch, Biburg, Dürnhart, Etzenbach, Höhenwang, Perka, Rappersdorf und Schwabbruck.

Geschichte

Piburch wurde erstmals zwischen 1048 und 1060 erwähnt. Der Name kommt von althochdeutsch pipurc (Umwallung, Ringburg) und ist wohl ein Hinweis, dass es in Biburg schon vorgeschichtliche Ansiedlungen gegeben haben könnte. 1090 bestand Biburg etwa aus drei Höfen.

Das Benediktinerkloster Biburg wurde durch Konrad und Arbo (Arebo) von Sittling-Stein, Söhne des Grafen Heinrich I. von Sittling und seiner Gemahlin Bertha von Biburg gestiftet. Baubeginn war 1125, Weihen der Kirche sind für 1129, 1133 und schließlich den 28. Oktober 1140 überliefert. Die ersten Mönche siedelten aus dem Benediktinerkloster Prüfening nahe Regensburg über. Zu Beginn war es ein Doppelkloster für Männer und Frauen, doch bei einem Klosterbrand 1278 brannte der Frauenkonvent aus und wurde nicht mehr erbaut.

Blick auf die ehemaligen Klostergebäude

Während der Reformation verließen die Mönche das Kloster, das ab 1555 leerstand. 1589 übertrug Herzog Wilhelm V. das Kloster den Jesuiten aus Ingolstadt. 1701 beschädigte ein Brand, der aus der Brauerei und dem Konvent kam, auch Teile der Kirche. Die Jesuiten mussten nach der Aufhebung ihres Ordens 1773 das Kloster verlassen. 1781/1783 übergab Kurfürst Karl Theodor die Gebäude an den Malteser-Orden, die Klosterkirche wurde 1785 zur Pfarrkirche.

Die bisherige Dorfkirche St. Stephanus, eine Filialkirche der Pfarrei Gögging, diente danach als Getreidespeicher und fiel am 18. März 1930 einem Brand zum Opfer. Erhalten blieben der Taufstein, ein Altarbild und einige Kreuzwegbilder. Nach der Säkularisation gingen die Klostergebäude 1808 in das Eigentum des bayerischen Staates über und gelangten um etwa 1810 in Privatbesitz.

Die Gemeinde Altdürnbuch kam zusammen mit Etzenbach und Rappersdorf 1978 aufgrund der Gemeindegebietsreform zur Gemeinde Biburg. Am 28. Mai 1992 wurde in Biburg die Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Cauffry besiegelt, die Gegenunterzeichnung in Cauffry erfolgte am 4. Juni 1993.

Gemeindewappen

Das am 3. Januar 1933 verliehene Wappen zeigt in Rot die zweitürmige silberne Kloster- und heutige Pfarrkirche mit blauen Dächern. Darüber befindet sich schwebend ein von Silber und Blau geteilter Schild, darin zwei zu eins gestellte heraldische Rosen mit goldenen Butzen in verwechselten Farben. Das Schildchen ist das apokryphe Stammwappen der ersten Vögte des Bendiktinerklosters.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Thomas Zachmayer (Parteifreie Wähler/Aktive Biburger Bürger). Er wurde 2014 mit 85,29 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Biburg hat 12 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister), die alle der Liste Parteifreie Wähler/Aktive Biburger Bürger angehören.

Die Pfarrkirche und ehemalige Klosterkirche St. Maria Immaculata

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche und ehemalige Klosterkirche St. Maria Immaculata. Die dreischiffige doppeltürmige Pfeilerbasilika ist größtenteils im ursprünglichen romanischen Zustand erhalten. Im 14. und 15. Jahrhundert wurden die Flachdecken außer in den Chorjochen durch Rippen- und Sterngewölbe ersetzt. Einige barocke Elemente des 18. Jahrhunderts wurden 1885 bis 1887 entfernt. Das Innere enthält das älteste figürliche Grabdenkmal Bayerns für Berta von Biburg († 1151), die Mutter der Klostergründer.
  • Ehemalige Klostergebäude. Der Dreiflügelbau von etwa 1520 und Anfang des 18. Jahrhunderts auf mittelalterlichen Mauern dient heute als Außenstelle des Berufsbildungswerks St. Franziskus Abensberg.

Bildung und Erziehung

  • Kindergarten Zwergenland

Einrichtungen

  • Gemeinschaftshaus Biburg

Vereine

  • Bayerischer Bauernverband (BBV) Ortsverband Biburg
  • Freiwillige Feuerwehr (FF) Biburg e.V
  • Förder- und Freundschaftskreis Erlöserkapelle Biburg e.V.
  • Jagdgenossenschaft Biburg
  • Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB) Biburg
  • Katholische Landjugend-Bewegung (KLJB) Biburg
  • Krieger und Soldatenkameradschaft (KSK) Biburg
  • Partnerschaftsverein Biburg-Cauffry
  • Obst- und Gartenbauverein (OGV) Biburg
  • Spiel- und Sportverein (SSV) Biburg
  • Team La-Boum Biburg
  • Tanz- und Theaterverein (TUT) Biburg

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Kelheim
Wappen Landkreis Kelheim.png

AbensbergAiglsbachAttenhofenBad AbbachBiburgElsendorfEssingHausenHerrngiersdorfIhrlersteinKelheimKirchdorfLangquaidMainburgNeustadt an der DonauPaintenRiedenburgRohr in NiederbayernSaal an der DonauSiegenburgTeugnTrainVolkenschwandWildenberg