Beutelsbach

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Beutelsbach
Das Wappen von Beutelsbach


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 361 m
Fläche: 20,39 km²
Einwohner: 1.136 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 94501
Vorwahl: 08543
Kfz-Kennzeichen: PA
Website: www.beutelsbach.de
Erster Bürgermeister: Michael Diewald (CSU)

Beutelsbach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau und bildet mit dem Markt Aidenbach die Verwaltungsgemeinschaft Aidenbach.

Lage

Die Landschaft rund um die Gemeinde ist geprägt von einer ruhigen und beschaulichen Natur. Sie liegt in der Planungsregion Donau-Wald und ist umgeben von den Nachbargeimeinden Aidenbach, Haarbach, Ortenburg, Vilshofen an der Donau und Egglham im Landkreis Rottal-Inn. 33 km weiter westlich von Beutelsbach liegt die Dreiflüssestadt Passau.

Ortsteile

Ortsteile der Gemeinde sind Aicha, Anham, Atzing, Au, Bergham, Beutelsbach, Buch, Fadering, Freyung, Goppenberg, Hinterskirchen, Kettenham, Kleeberg, Klessing, Kurzenbruck, Langenbruck, Ledering, Moos, Oberham, Oberndobl, Rappmannsberg, Sextlgrub, Sperklgrub, Strixen, Thal, Tillbach, Unterholzen, Weihersberg, Wiesa und Wimpassing.

Geschichte

Frühgeschichte

In der Umgebung von Beutelsbach befinden sich einige bedeutende Bodendenkmäler, die aus der Zeit der Kelten stammen müssen. Diese haben in den letzten Jahrhunderten vor Christus Geburt gelebt. Die Denkmäler befinden sich westlich von Beutelsbach auf dem Kleeberg (3-4 bekannte Gräber) sowie östlich des Dorfes zwischen Beutelsbach und Ledering im Reitholz (2-3 Gräber). Auch der Fund einer keltischen Vierecksschanze im Reitholz ist bekannt.

Ende des vorherigen Jahrhunderts fielen allerdings einige Gräber Plünderern zum Opfer. Die restlichen Schätze, die erhalten werden konnten, befinden sich in einem Museum in Berlin. Aus deren Aufzeichnungen gehen auch alle Funde hervor: Bronzefragmente, Tonscherben, Zierbuckel (= wahrscheinlich ein Collier), Bronzeblech, Bernsteinperlen, Bronzenadeln, Bronzeschwert, Bronzearmring, Gefäße, herzförmige Anhänger und eine größere Anzahl von Blechbuckeln.

Nach einigen Forschungen in anderen Orten fand man auch die Bedeutung der Vierecksschanze heraus: sie stellte einen zentralen Platz des kultischen Lebens da, sowohl politisch als auch religiös.

Die erste urkundliche Erwähnung

Die älteste Urkunde stammt aus der Zeit des bairischen Herzog Odilo, der 748 gestorben ist. In ihr wird eine Schenkung von 4 Orten an das Kloster Mondsee festgehalten. Es wurden noch ein umfangreicher Forstbezirk, zwei weitere Orte und eine Reihe von Unfreien hinzugefügt. Mit Sicherheit kann man sagen, dass zu den Unfreien der Koch Popo, der Winzer Kerhelm und wahrscheinlich auch der Zeidler (= Bienenhonigsammler) Ratkis gehörten und zu dieser Zeit in Beutelsbach gelebt haben.

Hofmark Beutelsbach

Im Jahre 1423 erwarb Johann von Frauenburg die Herrschaft Haidenburg und in diesem Kaufbrief wurde auch unter anderem die “Hofmarch Oberpeitlspach” erwähnt. Der Herrschaftsinhaber war auch Vogt über die Kirche und den Pfarrhof, also er hatte die Schutzherrschaft und die niedrige Gerichtsbarkeit darüber. Allerdings Eigentümer beider war das Kloster Fürstenzell. Ab dem Jahre 1508 versuchte Alban von Closen, die Herrschaft über die gesamte Hofmark Oberbeutelsbach zu erlangen. Dies gelang ihm dann im Jahre 1512 endgültig. Bis zum Jahre 1762 gehörte die Hofmark den Herren von Closen. Eine Ausnahme bildete der Ortsteil Unterbeutelsbach, denn dieser unterstand dem Landgericht Vilshofen. Einige außerhalb liegende Höfe in Tillbach, Klessing, Anham, Langenbruck, Kurzenbruck, Au, Fadering und Atzing gehörten zu dieser Zeit dem Kloster Aldersbach.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Hofmark Oberbeutelsbach durch die “gutsherrlichen Gerichte” abgelöst und im Jahre 1831 dann dem königlichen Landgericht Vilshofen eingepflichtet.

Im Jahre 1818 wurden dann einige Dörfer an andere Gemeinden angegliedert. Somit ergibt sich ein immer deutlicheres Bild wie Beutelsbach heute ist.

Seit 1978 bildet die Gemeinde Beutelsbach mit dem Markt Aidenbach eine Verwaltungsgemeinschaft.

Wappen

1971 bekam die Gemeinde ein eigenes Wappen. Die sog. Uttenschwalbe, ein schwarzer Vogel in Gestalt eines Schwans, Storches oder Kormorans, der auch als Waldrapp, eine in Mitteleuropa ausgestorbene Ibisart gedeutet wird, ist das Wappentier der Freiherren von Closen, die vom 16. bis zum 18. Jahrhundert als Inhaber der Herrschaft Haidenburg bedeutende Grund- und Niedergerichtsherren im Gemeindegebiet von Beutelsbach waren. Der in Form von Spitzen geteilte (gezwickelte) Sparren in Silber und Rot ist das Abteiwappen des Zisterzienserklosters Fürstenzell, das die kirchliche Entwicklung im Gemeindegebiet prägte und dem die Pfarrei Beutelsbach seit 1447 inkorporiert war.

Politik

Bürgermeister

  • 1. Bürgermeister ist Michael Diewald (CSU). Er wurde am 16. Dezember 2012 gegen Hans Röhrner (ÜW) zum neuen Bürgermeister gewählt. Sein Vorgänger Josef Eglseder (CSU), der bei der Kommunalwahl 2008 mit 65,77 Prozent der abgegebenen Stimmen gewählt worden war, verstarb am 20. September 2012.

Gemeinderat

Der Gemeinderat (12 Sitze + 1. Bürgermeister) setzt sich aufgrund der Kommunalwahl 2014 wie folgt zusammen:

  • CSU: 6 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 7)
  • ÜW: 3 Sitze (2008: 3)
  • SPD-FWG: 3 Sitze (2008: 2)

Bildung und Erziehung

  • Max-Gerstl-Grundschule Beutelsbach
  • Kindergarten Beutelsbach

Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr Beutelsbach
  • Frauen- und Mütterverein Beutelsbach
  • Förderverein Kindergarten und Grundschule
  • Landjugend Beutelsbach
  • VdK-Ortsverband Beutelsbach
  • CSU-Ortsverband Beutelsbach
  • ÜW Beutelsbach
  • SPD-Ortsverband Aidenbach-Beutelsbach
  • AVT Beutelsbach
  • Krieger- und Soldatenverein Beutelsbach
  • Reservistenkameradschaft Beutelsbach
  • Sportverein Beutelsbach
  • Reschndoblschützen Beutelsbach
  • Tennisclub Beutelsbach
  • Gartenbauverein Beutelsbach

Siehe auch

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Passau
Wappen Landkreis Passau.png

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