Baugebiet Thann

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Das Baugebiet Thann befindet sich im Ortsteil Thann in Passau-Heining. Hier soll ein Gewerbe-, Misch- und vor allem Wohngebiet mit 70.000 Quadratmetern verwertbarer Fläche entstehen. Eigentümer der geplanten Grundstücke ist unter anderem die Wohnungs- und Grundstücksgesellschaft Passau (WGP).

Geschichte

Langwierige Planungen

Die ersten Planungen für ein Baugebiet im Ortsteil Thann fanden in den späten 1990er Jahren unter Oberbürgermeister Willi Schmöller statt. Die ersten Beschlüsse dazu fasste der Stadtrat in den Jahren 1997, 1999 und 2000 jeweils einstimmig.

Am 21. Dezember 2007 stoppte Willi Schmöllers Nachfolger, Oberbürgermeister Albert Zankl, jedoch den Rahmenplan für das Baugebiet Thann gestoppt, weil sich ein Großteil des Stadtrats nicht mehr vollinhaltlich zu den gefassten Beschlüssen bekannte. In der Folge nahmen sich der Stadtrat un die Stadtverwaltung mindestens ein Jahr lang Zeit lassen, nochmals alle Möglichkeiten zu untersuchen. Die Bürgerinitiative Passau-West um die beiden Brüder Josef und Klaus Schießl verbuchte diesen Schritt als Erfolg für sich. Investor Bergander Bau, der hier eigentlich 1.000 Quadratmeter Grund kaufen wollte, war kurze Zeit zuvor aus dem Geschäft ausgestiegen. Nicht nur der Zeitplan sei unübersichtlich geworden, man wolle sich auch aus der politischen Diskussion heraushalten.

Auch unter dem seit 2008 amtierenden Oberbürgermeister Jürgen Dupper kam das Projekt zunächst nicht wirklich voran. Allerdings wurde zwischenzeitlich immerhin die im Rahmen des Baugebietes geplante Verlängerung der Schaldinger Straße als Spange Thann zur Steinbachstraße/Holzmannstraße diskutiert – unter anderem am 23. September 2008 im Stadtentwicklungsausschuss.

Als 2013 vier schützenswerte Kiebitz-Paare im Baugebiet gesichtet wurden, mussten die Planungen erneut eingestellt werden. Stattdessen begann die Suche nach geeigneten Ausgleichsflächen. Es dauerte bis zum Frühjahr 2015, bis die WGP in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband an der Donau nahe der Landkreisgrenze Grundstücke finden, kaufen und anmieten konnte, die als Ausgleichsfläche für den Kiebitz akzeptiert wurden. Währenddessen wurden jedoch auch Vorkommen des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings in dem Gebiet gesichtet – ein Schmetterling, der auf der Roten Liste steht. Ökologen und Landschaftsgärtner konnten die namensgebenden Wiesenknopf-Pflanzen allerdings ausgegraben und auf benachbarte, nicht zur Bebauung vorgesehene Flächen versetzen.

Beginn der Erschließung

Am 8. Juli 2015 gaben Vertreter der WGP und der Stadt bekannt, dass nun alle Hindernisse aus dem Weg geräumt sind und die Erschließung des Baugebiets beginnt: Die allererste Erschließungsmaßnahme war die Umsetzung der Wiesenknopf-Pflanzen zum Zweck des Naturschutzes.

Die weitere Erschließung, vor allem die Straße und der große Kanal, kostet die WGP voraussichtlich drei Millionen Euro. Die technische Ausführung wird über den Winter 2015 geplant und im Frühjahr 2016 vollzogen. Die Erschließung ist die Voraussetzung für die Vermarktung der Grundstücke, die der WGP das vor zehn Jahren in den Kauf von Thann investierte Geld zurückbringt. Neben der städtischen Gesellschaft verwerten auch zwei private Eigentümer Flächen.

Im unteren Bereich des sanft ansteigenden Geländes ist das Gewerbegebiet mit 30.000 Quadratmetern vorgesehen, in der Mitte das Misch- und oben das Wohngebiet mit jeweils 20.000 Quadratmetern. In Einzelhäusern und Geschosswohnungsbau auch zur Vermietung sollen insgesamt 100 Wohneinheiten entstehen.

Literatur

Weblinks