Atting

Aus RegioWiki Niederbayern
Wechseln zu: Navigation, Suche
Atting
Das Wappen von Atting


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 332 m
Fläche: 14,91 km²
Einwohner: 1.647 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 94348
Vorwahl: 09429
Kfz-Kennzeichen: SR
Website: www.atting.de
Erster Bürgermeister: Robert Ruber (ÜPWG)

Atting ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rain.

Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Geographie

Atting liegt im Gäuboden in der Planungsregion Donau-Wald am Ausgang des Tals der Kleinen Laber sieben Kilometer westlich von Straubing an der Bundesstraße 8.

Ortsteile

Zur Gemeinde gehören die Ortschaften Atting, Rinkam, Einhausen, Bruckmühle, Wallmühle und der Flugplatz Straubing in Atting-Wallmühle.

Geschichte

Funde von Vorratsgefäßen aus der frühen Bronzezeit, die im Straubinger Gäubodenmuseum aufbewahrt sind, sowie verschiedene andere Hinweise beurkunden eine bereits vorgeschichtliche Besiedelung der Gegend um Atting.

Atting selbst wird als atinga erstmals in den Traditionen (Güterschenkungen) des Hochstifts Regensburg und des Klosters St. Emmeram in Regensburg zwischen 847 und 863 erwähnt. Der Zeitraum 847 bis 863 musste, wie das bei frühen Urkunden oft der Fall ist, aus der Lebenszeit der in den Urkunden genannten Personen erschlossen werden, da die Urkunden keine Datumsangaben enthalten.

Atinga geht vermutlich auf den Personennamen Ato zurück und bedeutet „bei Ato und seinen Leuten“. Urkunden aus dem 9. und 10. Jahrhundert nennen zahlreiche Adelige, die Besitzungen in Atting hatten und diese tauschten. Daraus geht hervor, dass im 9. Jahrhundert durch Rodung und Urbarmachung neues Ackerland gewonnen wurde, denn es ist wiederholt von novalis (Neuland) die Rede, das erst kultiviert werden musste. Über Attingen, Aetinge, Aeting und Ätting wandelte sich der Ortsname bis 1630 zu Atting, wobei wiederholt zwischen Ober- und Niederatting unterschieden wurde.

1849 waren in der Gemeinde 131 Familien mit 667 Personen wohnhaft. Das landwirtschaftlich orientierte Atting wandelte sich durch die Ausweisung von Baugebieten allmählich zur Wohngemeinde und zum Vorort der Stadt Straubing. Seit 1986 verfügt die Gemeinde Atting über eine mechanisch-biologische Kläranlage, die auch von der Nachbargemeinde Rain genutzt wird.

1991 wurde ein neuer 2-gruppiger Kindergarten eingeweiht, der im Jahr 2004 um einen dritten Gruppenraum erweitert wurde. Die Mehrzweckhalle Atting besteht seit dem Jahr 2002.

Nordöstlich von Atting entstand in der Nähe der Donau durch großflächigen Kiesabbau ein Komplex von Baggerseen. Zwischen den Seen liegt der Flugplatz Atting-Wallmühle.

Gemeindewappen

Das Gemeindewappen zeigt in Rot einen silbernen Schrägwellenbalken, oben begleitet von einer goldenen heraldischen Lilie, unten von einem goldenen Mühlstein. Der silberne Schrägbalken in Rot übernimmt das Regensburger Bistumswappen und verweist auf die historischen Beziehungen zu Regensburg: Im Gemeindegebiet waren als Grundherren überwiegend Regensburger Klöster sowie das Hochstift Regensburg von Bedeutung. Die Gewelltheit des Schrägbalkens ist der Lage der Gemeinde an der Kleinen Laaber geschuldet. Der goldene Mühlstein erinnert an die früher am Fluss gelegenen Mühlen. Die heraldische Lilie schließlich ist ein Mariensymbol und verweist auf das Attinger Kirchenpatrozinium Maria Himmelfahrt.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Robert Ruber (Überparteiliche Wählergemeinschaft - ÜPWG). Er wurde 2014 als alleiniger Kandidat mit 92,95 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat Atting hat 12 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) mit folgender Sitzverteilung:

  • CSU: 5 Sitze (2008: 6)
  • ÜPWG: 7 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 6)

Sehenswürdigkeiten

  • Die neugotische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Atting wurde 1856 bis 1858 erbaut. Sie besitzt einen spätgotischen Chor und unter der Orgelempore eine Sandsteinmarienfigur von 1645.
  • In Rinkam steht die Filialkirche St. Johannes der Täufer aus dem späten 12. Jahrhundert.

Bildung und Erziehung

  • Kindergarten Maria Himmelfahrt

Vereine

  • Burschenverein "Eintracht" Atting, gegründet 1880
  • Krieger- u. Soldatenkameradschaft Atting
  • Sportschützen Atting
  • Eisstockclub Atting e. V.
  • IHC Atting "Die Wölfe"
  • Freiwillige Feuerwehr Atting
  • Tischtennisfreunde Atting


Städte und Gemeinden im Landkreis Straubing-Bogen
Wappen Landkreis Straubing-Bogen.png

AholfingAiterhofenAschaAttingBogenFalkenfelsFeldkirchenGeiselhöringHaibachHaselbachHunderdorfIrlbachKirchrothKonzellLaberweintingLeiblfingLoitzendorfMallersdorf-PfaffenbergMariaposchingMitterfelsNeukirchenNiederwinklingOberschneidingParkstettenPerasdorfPerkamRainRattenbergRattiszellSalchingSankt EnglmarSchwarzachStallwangSteinachStraßkirchenWiesenfeldenWindberg