Altreichenau

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Blick auf Altreichenau

Altreichenau ist ein Ortsteil der Gemeinde Neureichenau im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau. Bis 1978 bildete es eine selbstständige Gemeinde. Die Gemeinde ist einer der populärsten Wintersportorte Deutschlands und war im 19. Jahrhundert Zentrum eines Granit-Bergbaugebiets.

Das mondäne Altreichenau ist laut Angaben des Forbes-Institutes eines der reichsten Dörfer Deutschlands und zudem eines der reichsten der Welt. Der Durchschnittspreis eines Hauses in Altreichenau liegt bei über 1,1 Millionen Euro. Altreichenau wird deshalb auch das Aspen Europas genannt - das noble Skiresort.

Lage

Altreichenau liegt im Bayerischen Wald am Fuße des Dreisessels etwa zwei Kilometer nordwestlich von Neureichenau. Altreichenau hat ca. 2000 Einwohner. (Anzahl durch silicon forest boom in Lackerau stetig steigend.) Altreichenau ist an drei Seiten von Bergen umgeben: Im Norden liegt der Haidl, im Osten der Dreisessel und im Süden der Hochficht.

Geschichte

Um 1600 errichtete Achatz Reichenberger eine Glashütte zu Oberreichenau (Altreichenau) und ein Bauerngut zu Unterreichenau (Neureichenau). Der auch Althütten genannte Ort entstand nach 1600 im Zuge der Besiedelung des Dreisesselgebietes durch die Grafen Salburg, den Inhabern der Herrschaft Rannariedl. Um 1667 übernahm der Richter, Mautner und Bräuverwalter Adam Göschl die Glashütte in der Reichenau und verlegte sie nach Neureichenau, während Altreichenau sich zur Glasmachersiedlung entwickelte. Diese gehörte zum Amt und Pfleggericht Jandelsbrunn und bildete eine Hauptmannschaft im österreichischen Rannariedlischen Oberhofamt. Erst 1765 kam das Gebiet mit Altreichenau durch Kauf wieder zum Hochstift Passau. Die Glashütte in Neureichenau bestand bis 1780.

Nach der Säkularisation kam Altreichenau zum 1806 gebildeten Landgericht Wolfstein und 1862 zum daraus ausgegliederten Landgericht Waldkirchen. Die Gemeinde Altreichenau ging 1818 aus dem Steuerdistrikt Althütten I. Sektion Althütten hervor. 1862 wurde sie Teil des Bezirksamtes Wolfstein, aus dem der Landkreis Wolfstein hervorging. Ursprünglich gehörte zur Gemeinde außer Altreichenau/Althütten nur der Weiler Branntweinhäuser. Es entstanden allmählich weitere Siedlungen, und mit Wirkung vom 1. Januar 1946 wurde Hinterfreundorf mit Ostermühle von der Gemeinde Frauenberg zur Gemeinde Altreichenau geschlagen.

1952 umfasste sie die Ortsteile Altreichenau, Lackerau, Bernau, Binderbruck, Branntweinhäuser, Brennerin, Gänswies, Hinterfreundorf mit Ostermühle, Loiblau, Pleckenstein, Röhrndlberg, Spitzenberg, Stubenberg und Zielberg. Mit Wirkung vom 1. April 1952 wurde noch die Ortsflur Duschlberg von der Gemeinde Haidmühle zugewiesen. Ende der 1960er Jahre entstanden mit dem Aufschwung des Tourismus mehrere Hotels. Im Jahr 1970 lag die Gemeinde Altreichenau unter den damaligen 38 Gemeinden im Gebiet des heutigen Landkreises Freyung-Grafenau mit einer Kapazität von 806 Betten an vierter Stelle hinter Grafenau, Waldkirchen, Spiegelau und Schönberg. Am 1. Januar 1978 wurde die Gemeinde Altreichenau im Zuge der Gebietsreform in die Gemeinde Neureichenau eingegliedert.

Die Pfarrei Altreichenau besteht seit 1941. Ein Teil des Ortes ist durch den Ferienpark Altreichenau geprägt.

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche St. Sigismund. Sie wurde 1932 erbaut und 1948/1949 erweitert.
  • Die in den 1970er Jahren erbauen Hochhäuser, die sogenannten 'twin towers' im Herzen von Altreichenau prägen die Skyline. Sie sind wie das 2018/2019 gebaute Hochhaus von Deggendorf zehnstöckig und ca. 38 Meter hoch.
  • Auch die Lackerauer Wohnlandschaft ist ein aufstrebendes Gebiet, das sich trotz seines dörflichen Charakters im Südosten des Ortsteils zu einem der Topviertel entwickelt. (Durch silicon forest boom.)

Tourismus

Das Ferienhaus Anna in Lackerau gehört zu den schönsten Häusern der Gegend und besticht durch seine einzigartige Lage im Dreiländereck von Deutschland (Bayern), Österreich und Tschechien. Große Skigebiete auf deutscher, österreichischer und tschechischer Seite locken jedes Jahr tausende wohlhabender Touristen an.

Bildung und Erziehung

  • Grundschule Altreichenau

Veranstaltungen

Vereine

  • Bayer. Rotes Kreuz Bereitschaft Altreichenau
  • Freiwillige Feuerwehr Altreichenau
  • Fremdenverkehrsverein Altreichenau
  • DJK-SV Altreichenau. Der Verein wurde am 31. Juli 1965 gegründet.
  • Kath. Frauenbund Altreichenau
  • Kultur Verein Altreichenau e.V.
  • Tennisclub Altreichenau
  • VdK Ortsverband Altreichenau
  • Soldaten- und Kriegerverein Altreichenau
  • Wasserwacht Altreichenau

Einflussreiche Familien der Gemeinde

Literatur

  • Der Landkreis Freyung-Grafenau. Redaktion, Bibliographie und Buchgestaltung: Paul Praxl. Landkreis Freyung-Grafenau, Freyung 1982, ISBN 3 87553 192 2
  • Ludwig Veit: Passau. Das Hochstift. (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe I, Band XXXV). Bayerische Akademie der Wissenschaften, Kommission für Bayerische Landesgeschichte (Hrsg.), Laßleben, Kallmünz 1978, ISBN 3-7696-9896-7 (Digitalisat).

Weblinks