Aiterhofen

Aus RegioWiki Niederbayern
Wechseln zu: Navigation, Suche
Aiterhofen
Das Wappen von Aiterhofen


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 339 m
Fläche: 43,11 km²
Einwohner: 3.386 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 94330
Vorwahl: 09421
Kfz-Kennzeichen: SR
Website: www.aiterhofen.de
Erster Bürgermeister: Manfred Krä (CSU)

Aiterhofen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Aiterhofen.

Die Pfarrkirche St. Margareta
Der Ortsplatz von Aiterhofen

Lage

Aiterhofen liegt in der Planungsregion Donau-Wald im Gäuboden an der Aiterach etwa fünf Kilometer südöstlich von Straubing. Im Südosten Aiterhofens kreuzen sich die Bundesstraße 20 und die Bundesstraße 8. Im Nordosten reicht das Gemeindegebiet bis zur Donau.

Ortsteile

Ortsteile sind Ainbrach, Aiterhofen, Amselfing, Asham, Burgstall, Espermühle, Fruhstorf, Geltolfing, Hermannsdorf, Hunderdorf, Lindhof, Moosdorf, Niederharthausen, Ödmühle, Rohrhof und Sand.

Geschichte

Bereits 773 wird villa Eitraha als agilolfingischer, an der Aiterach gelegener Herzogshof erwähnt. Besiedelt war die Gegend um Aiterhofen und Straubing aber schon seit der Jungsteinzeit. So wurde vor dem Bau der neuen Trasse der B 20 am Westufer der Aiterach eine Siedlung der Linearbandkeramik ausgegraben. Das Dorf dieser Kultur, welche nach der bandförmig eingeritzten und eingestochenen Verzierung ihrer Gefäße so benannt ist, hatte eine Ausdehnung von 600 m x 200 m. Noch bedeutender ist das zur Siedlung zugehörige größte linearbandkeramische Gräberfeld Deutschlands mit insgesamt an die 260 Gräbern.

Aus der Zeit des frühen Mittelalters, etwa 7. bis 9. Jahrhundert, stammen Reste eines Kalkofens und zwei Körpergräber in Rückenlage. In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts erhielt das Regensburger Reichskloster St. Emmeram umfangreiche Besitzungen in Aiterhofen. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts errichtete Gerolt von Aiterhofen, wohl ein Ministeriale des Klosters, hier eine Kapelle und ein Spital. Das Dorf Aiterhofen war im Mittelalter Sitz eines Gerichtes. 1591 kam die Hofmarksherrschaft in den Besitz der Notthafft, 1646 kaufte der Straubinger Bürgermeister Simon Höller das Hofmarksgut. 1669 erwarb Graf Maximilian Ferdinand Törring zu Seefeld von Simon Höller die Hofmarken Aiterhofen und Metting. Bis zur Gemeindebildung zu Beginn des 19. Jahrhunderts blieb die Hofmark in der Hand der Törring-Seefeld.

1846 wurde von Angela Fraundorfer aus Geltolfing das Kloster St. Josef der Franziskanerinnen von Aiterhofen gegründet. Die Franziskanerinnen von Aiterhofen sind eine Ordensgemeinschaft von über 50 Schwestern. Sie leiten in Aiterhofen die Angela-Fraundorfer-Realschule und den Kindergarten Maria Schutz.

Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden in die Gemeinde Aiterhofen die früheren Gemeinden Geltolfing, Niederharthausen und der größte Teil von Amselfing eingegliedert. Mit dem im Jahre 1998 genehmigten Landschaftsplan verfügt die Gemeinde Aiterhofen über ein langfristiges, fachübergreifendes Entwicklungskonzept, das sowohl die Belange der gemeindlichen Entwicklung als auch die des Schutzes von Natur und Landschaft berücksichtigt.

Gemeindewappen

Das seit 1980 geführte Wappen zeigt in Rot über gesenktem silbernem Wellenbalken zwischen zwei goldenen Ähren drei, zwei zu eins gestellte, goldene heraldische Rosen mit roten Butzen.

Der silberne Wellenbalken steht für die Flüsse Donau und Aitrach, und die zwei goldenen Ähren sind ein Symbol für den getreidereichen Gäuboden. Die drei Rosen sind aus dem Familienwappen der Törring-Seefeld übernommen, die seit 1669 die Hofmark Aiterhofen besaßen. Die Schildfarbe Rot erinnert an das Regensburger Kloster St. Emmeram, das seit dem Mittelalter großen Grundbesitz im Gemeindegebiet hatte.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Manfred Krä (CSU). Er wurde 2014 als alleiniger Kandidat mit 68,88 Prozent der Stimmen in Amt bestätigt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Aiterhofen besteht aus 16 Mitgliedern (+ 1. Bürgermeister) und hat aufgrund der Kommunalwahl 2014 folgende Sitzverteilung:

  • CSU: 11 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 13)
  • Junge Bürger Aiterhofen (JB Aiterhofen): 5 Sitze (2008: 3)

Sehenswürdigkeiten

  • Die Pfarrkirche St. Margarethen wurde im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts erbaut. Die dreischiffige romanische Basilika wurde 1883 eingewölbt und 1913 im Jugendstil umgeformt, unter anderem mit Malereien von Theodor Bayerl. Das südliche Seitenaltarblatt Huldigung der Erdteile vor Maria malte Christian Wink 1769. Auf dem Turm der Kirche befindet sich eine der ältesten Glocken Bayerns aus dem Jahr 1325.
  • Die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Geltolfing wurde ab 1715 erbaut. Sie besitzt einen von Christian Wink 1772 geschaffenen Kreuzweg, die übrige Ausstattung ist modern.

Bildung und Erziehung

  • Angela-Fraundorfer-Realschule Aiterhofen, mit Internat
  • Grundschule Aiterhofen
  • Kindergarten Maria Schutz

Einrichtungen

  • Mehrzweckhalle

Vereine

  • Bauernhilfsverein Aiterhofen
  • EC EBRA Aiterhofen
  • FC Aiterhofen-Geltolfing
  • FFW Aiterhofen
  • Hoagart`n Aiterhofen
  • KLJB Aiterhofen
  • Obst- und Gartenbauverein Aiterhofen
  • Partnerschaftsverein Aiterhofen
  • Tennisfreunde Aiterhofen
  • SSG Aiterhofen
  • Krieger- und Soldatenverein Aiterhofen
  • Jungschützenverein Aiterhofen

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Straubing-Bogen
Wappen Landkreis Straubing-Bogen.png

AholfingAiterhofenAschaAttingBogenFalkenfelsFeldkirchenGeiselhöringHaibachHaselbachHunderdorfIrlbachKirchrothKonzellLaberweintingLeiblfingLoitzendorfMallersdorf-PfaffenbergMariaposchingMitterfelsNeukirchenNiederwinklingOberschneidingParkstettenPerasdorfPerkamRainRattenbergRattiszellSalchingSankt EnglmarSchwarzachStallwangSteinachStraßkirchenWiesenfeldenWindberg