Aiglsbach

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Aiglsbach
Das Wappen von Aiglsbach


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Kelheim
Höhe: 415 m
Fläche: 39,97 km²
Einwohner: 1.670 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 84089
Vorwahl: 08753
Kfz-Kennzeichen: KEH
Website: www.aiglsbach.de
Erster Bürgermeister: Josef Hillerbrand
(Christlich Soziale Wählergem.)

Aiglsbach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Kelheim und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mainburg.

Die Pfarrkirche St. Leonhard in Aiglsbach

Lage

Aiglsbach liegt in der Hallertau südlich des Dürnbucher Forstes. Zwei Kilometer östlich von Aiglsbach verläuft die Bundesautobahn 93.

Ortsteile

Ortsteile sind Aiglsbach, Berghausen, Buch, Gasseltshausen, Gerblhäuser, Haselbuch, Lindach, Moosham, Oberpindhart, Pöbenhausen, Radertshausen und Straßberg.

Geschichte

Zwischen 1142 und 1147 wird Agelspach in den Traditionen von Kloster Rohr erstmals erwähnt. Der Name geht vermutlich auf den heutigen Riedmoosgraben zurück sowie auf einen Personennamen Agil, Egil, Aigil oder Eigil. Über Ailgilspach, Egilspach, Agilspach, Aigilespach, Eigelspach hieß der Ort ab 1290 Aigelspach. In J. M. Daisenbergers Bayernlexikon erschien 1811 Aigelsbach, im Ortschaften-Verzeichnis von 1928 erfolgte eine neuerliche Abänderung in Aiglsbach.

Das Geschlecht der Marzeller (Marziller) begründete im 15./16. Jahrhundert den Sitz Aiglsbach, der später unter anderem im Besitz der Rohrbach zu Rohrbach und des Hans Bernhard Röhlinger (Rehlinger) zu Augsburg war. Im Jahr 1752 war Franz Josef Freiherr von Großschedel Inhaber des Sitzes, der längere Zeit mit der Hofmark Berghausen verbunden war.

Aus der Haupt- und Obmannschaft Aiglsbach im Landgericht Mainburg ging 1818 die Gemeinde Aiglsbach im Landgericht Abensberg hervor, die ab 1857 dem neu gebildeten Landgericht Mainburg, ab 1901 dem Bezirksamt Mainburg und zuletzt dem 1972 aufgelösten Landkreis Mainburg angehörte.

Aiglsbach zählt zu den größten Hopfenanbaugemeinden in der Hallertau. Im Jahr 2009 sprachen sich die Aiglsbacher bei einem Plebiszit mit elf Stimmen Mehrheit gegen den Bau einer Bioerdgasanlage zwischen Gasseltshausen und Radertshausen aus. Bei einer Wahlbeteiligung von sehr guten 84,88 Prozent votierten 541 Aiglsbacher (49,5 Prozent) für das Projekt der Bioerdgas Hallertau GmbH, 552 (50,5 Prozent) stimmten dagegen.

Gemeindewappen

Das seit 1976 geführte Wappen zeigt in Silber zwei rote Hirschstangen, dazwischen eine grüne Hopfendolde.

Die zwei Hirschstangen sind vom Wappen des Ortsadelsgeschlechts der Aiglsbacher hergeleitet, das mit der Erstnennung des Ortes um 1142/1147 in Verbindung steht und sich im 14. Jahrhundert Aiglsbeck nannte. Als Wild- und Waldsymbol verweisen die Hirschstangen auch auf die Lage der Gemeinde am Dürnbucher Forst. Die Hopfendolde bringt die besondere wirtschaftliche Bedeutung des Hopfenanbaus zum Ausdruck.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Josef Hillerbrand (Christlich Soziale Wählergemeinschaft). Er wurde 2014 als alleiniger Kandidat mit 75,63 Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Aiglsbach besteht aus 12 Mitgliedern (+ 1. Bürgermeister) und hat aufgrund der Kommunalwahl 2014 folgende Zusammensetzung:

  • Christlich Soziale Wählergemeinschaft: 6 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 7)
  • Unabhängige Bürgerliste: 6 Sitze (2008: 5)

Sehenswürdigkeiten

  • Die Pfarrkirche St. Leonhard hat einen spätmittelalterlichen Chor, der um 1761 barock umgestaltet wurde. Das Kirchenschiff und der Turm wurden 1854 erbaut. An die Stelle der neugotischen Einrichtung aus der Zeit um 1888 trat im 20. Jahrhundert eine moderne Ausstattung.
  • Die Mariensäule wurde 1885 errichtet.
  • An der Straße nach Pöbenhausen steht eine Wegkapelle von 1869.

Bildung und Erziehung

  • Grundschule Aiglsbach
  • Gemeindekindergarten St. Michael

Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr Aiglsbach, gegründet 1875
  • TV v. 1932 Aiglsbach e.V.
  • Schloßschützen im TV v. 1932 Aiglsbach
  • Forstbetriebsgemeinschaft Aiglsbach und Umgebung e.V.
  • Landjugend Aiglsbach
  • Aiglsbacher Kindergarde
  • Katholischer Frauenbund Aiglsbach
  • 1. FC Nürnberg-Fanclub Aiglsbach/Schweig
  • FCBayern Fanclub Aiglsbach, gegründet 1995
  • Heimatler-Gemeinde Aiglsbach

Literatur

  • Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein: Lexikon der bayerischen Ortsnamen, Verlag C. H. Beck, München 2006, ISBN 3 406 55206 4

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Kelheim
Wappen Landkreis Kelheim.png

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