Adolf Hiendl

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Adolf „Adi“ Hiendl in seinem Garten in der Innstadt.

Dipl.-Ing. Adolf „Adi“ Hiendl (* 16. November 1934 in Passau) ist ein ehemaliger Passauer Architekt und Stadtrat sowie Gründer und langjähriger Präsident der Deutsch-Österreichischen Gesellschaft Passau. Er ist der Sohn von Josef Hiendl.

Leben und Wirken

Privatleben und Beruf

Adi Hiendl ist das achte Kind von Anna und Josef Hiendl und wuchs in der Innstadt auf. Seine Eltern hatten sich schon in den 1920er Jahren mit einer Firma für Orgelbau, einer Schreinerei und einem Möbelhandel einen Namen in der Stadt gemacht. Den Betrieb seines Vaters übernehmen wollte Adi Hiendl aber nicht. Schon mit 14 kristallisierte sich bei ihm der Berufswunsch Architekt heraus. Nach dem Fachabitur studierte er Bauingenieurswesen und Architektur in München. Dann arbeitete er in einem Ortenburger Architekturbüro, sammelte Berufserfahrungen in der Schweiz und in Schweden.

1960 machte Hiendl sich selbstständig. Mit seinem Büro, das bis zu 18 Mitarbeiter beschäftigte, verwirklichte er in mehr als 40 Jahren rund 900 Projekte in ganz Deutschland: Große Betriebsanlagen, Sportanlagen, Schulen. In Passau gehören die Turnhalle des Leopoldinums, der Schanzlturm, die Tiefgarage am Römerplatz und das Feuerwehrhaus in der Innstadt dazu. Von 1963 bis 1965 leitete er den Bau der Pfarrkirche St. Konrad in Passau-Hacklberg.

Im Jahr 2000 ging Hiendl als Architekt in den Ruhestand und übergab das Büro seinem Sohn Stefan, der ebenfalls Architekt ist. Mit seiner ersten Frau Karin hat Adi Hiendl zwei weitere Kinder: Sohn Tobias und Tochter Sabine. Seit 2010 ist er in zweiter Ehe mit Evelin verheiratet.

Politisches und ehrenamtliches Engagement

Neben seinem Beruf verfolgte Hiendl viele andere Interessen: Anfang der 1970er saß er eine Amtsperiode lang für die CSU im Passauer Stadtrat. Er war und ist Mitglied der Vertretersammlung und in diversen Ausschüssen der Bayerischen Architektenkammer und Vizepräsident der Freischaffenden Architekten Deutschlands. Von 1978 bis 1991 führte er den Turnverein Passau 1862, in dieser Zeit schafften die Volleyballer den deutschen Pokalsieg. 14 Jahre lang war Hiendl zudem Vorsitzender des Motorsportclubs Passau 1927 und initiierte als solcher zahlreiche Flohmärkte; die Erlöse von mehr als einer Million Mark gingen in das Rettungswesen von Stadt und Landkreis Passau.

1995 gründete er die Deutsch-Österreichische Gesellschaft Passau. Dort verlieh man ihm später den Spitznamen „der Mischer“, weil er immer darauf achtete, dass Österreicher und Deutsche nicht unter sich blieben, sondern sich kennenlernten. 2007 verzichtete er auf eine neuerliche Kandidatur als Präsident. Infolgedessen wurde er bei der Vollversammlung am 1. Dezember des Jahres in Krems zum Ehrenpräsidenten ernannt. Adi Hiendl kennt Akita ebenso wie Cagnes-sur-Mer, denn neben der Deutsch-Österreichischen Gesellschaft ist er Mitglied in fast allen anderen Passauer Städtepartnerschafts-Vereinen.

Auszeichnungen

Literatur