60. Europäische Wochen

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Der gelbe Engel, das Logo der EW.

Die 60. Europäischen Wochen im Jahr 2012 standen zum Jubiläum unter dem Thema „An die schöne blaue Donau“ und präsentieren damit insbesondere Ensembles und Künstler aus der Donauregion. Vom 29. Juni bis zum 29. Juli umfasste das Programm insgesamt 60 Veranstaltungen aus diversen Bereichen, wie beispielsweise Musik, Theater, Lesungen, Filme, Vorträge und Ausstellungen.

Schirmherren der 60. Europäischen Wochen waren der Ministerpräsident der Tschechischen Republik, Petr Nečas, der Bayerische Ministerpräsidenten Horst Seehofer und der Landeshauptmann von Oberösterreich, Dr. Josef Pühringer.

Für weitere Informationen siehe: Festspiele Europäische Wochen Passau.

Über die 60. Europäischen Wochen

Anfang 2011 traf EW-Intendant Dr. Pankraz Freiherr von Freyberg bei einer Gedenkfeier auf Bundespräsident Christian Wulff. Dieser stellte dabei einen Besuch der 60. Europäischen Wochen in Aussicht. Auch die Übernahme der Schirmherrschaft wäre im Rahmen des Möglichen. Nach dem Rücktritt Wulffs musste jedoch ein anderer Schirmherr gefunden werden, da sein Nachfolger als Bundespräsident – Joachim Gauck – bereits Schirmherr der 59. Europäischen Wochen vergangenes Jahr war.

Thema

Programm

Eröffnung

Die Ehrengäste der feierlichen Eröffnung vor der Kulisse der Veste Oberhaus. (Foto: Geisler)
Elmar Slama am Flügel im im Rathaussaal. (Foto: Jäger)

Die feierliche Eröffnung der 60. Europäischen Wochen fand am 29. Juni 2012 vor 450 geladenen Ehrengäste im Passauer Rathaussaal statt. Die Festrede hielt dabei der Schauspieler und Sänger Miroslav Nemec. Als Einstieg trug er zusammen mit Tina Hinz und Armin Riedl das Lied über eine Barke aus seiner kroatischen Heimat vor. Dann sprach er direkt auf das Motto „An der schönen blauen Donau“ an und begab sich auf Spurensuche nach Donaudichtung und -musik:

„Mit diesen Festspielen richten sich die Europäischen Wochen neu aus. Im Jahr ihres 60. Jubiläums möchten sie sich zu einem Festival der Donaukultur umbauen. Das Motto ist das Fanal dafür. Diese neue Ausrichtung ergibt sich stringent aus der Tradition der Festspiele, die seit 60 Jahren für europäische Völkerverständigung stehen und dabei vor allem den Austausch mit dem Osten Europas immer wieder im Blick hatten.“

Kurzweilig intonierte Nemec so manches Gedicht, sei es Brecht oder Artmann. Am Ende der Festrede, die persönlich gehalten und mit vielen biografischen Erinnerungen ausgestattet war, gab der Schauspieler ein politisches Statement ab: „Das vereinte Europa bedeutet für mich – Frieden. Europa garantiert uns das friedliche Zusammenleben, das ist das größte Gut, was sich denken lässt. Lassen Sie uns aufpassen auf unser Europa!“

Zuvor hatte EW-Vorstandsvorsitzender Willi Schmöller die Gäste begrüßt und einen kurzen Abriss der 60-jährigen EW-Geschichte gegeben. Weitere Grußwort kamen vom bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und vom Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper.

Nach dem Eröffnungszeremoniell begab sich die Festgesellschaft zum Residenzplatz, wo die Jeremias Flickschuster Jazzband bereits das neuartige „FESTival FÜR ALLE“ gestartet hatte. Mit am beeindruckendsten war dabei wohl erneut der Auftritt von Miroslav Nemec, der nach seiner Festrede nun mit seiner Band „Asphyxia den Residenzplatz rockte – mit hartem Balkan-Beat, schmachtenden Balladen und einem hingebungsvoll auf weanerisch geröhrten „Wonn a Mann a Frau liebt“ („When a man loves a woman“).

Als Volltreffer erwies sich auch das Konzept zweier Bühnen, die abwechselnd im Viertelstundentakt bespielt wurden: Ungarische Omas wirbelten im Tanz, eine slowakische Kombo zelebrierte den Tango, dazwischen leise Gitarrentöne (Yvonne Zehner im hochemotionalen Duo mit Cellist Michael Beckmann) und experimentelle „VoiceArt“ von Isabeella Beumer: Kehlkopfgesang und Jodeljuchzer, Gedichtfetzen und Vogelgezwitscher. Im Rathaussaal spielte derweil Elmar Slama für alle Klassikfans Schubert, und vor der Studienkirche läutete Bastian Fuchs auf dem neuen Carillon der Glockengießerei Rudolf Perner das abendliche Festkonzert ein. Dieses begann um 21 Uhr vor 700 Besuchern mit der Uraufführung von Alfred Hubers „Východ – Lichter an den Tag“, musiziert vom Wiener Concert-Verein, der zuvor schon den Festakt im Rathaus gestaltet hatte.

Eine weitere Idee neben dem „FESTival FÜR ALLE“ an sich war auch der Zug der Festgäste – begleitet von Marschmusik der Passauer Stadtkapelle – hinauf zum Staatsempfang in den Prunkräumen der Bischöflichen Residenz. Heißestes Thema dort war bei Häppchen, Sekt und Mineralwasser die Festrede von Miroslav Nemec: „Tiefgründig“, „eine der schönsten EW-Reden seit langem“, „gelungene Balance zwischen Kunst und Politik“ – das Lob schien fast einhellig.

Bilanz

Literatur

Weblinks


Festspiele Europäische Wochen Passau

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