57. Europäische Wochen

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Die 57. Europäischen Wochen Passau im Jahr 2009 standen unter dem Thema „Ehre, wem Ehre gebührt“ und thematisierten damit die zahlreichen europäischen Fest- und Gedenktage dieses Jahres. Vom 12. Juni bis zum 19. Juli umfasst das Programm insgesamt 75 Veranstaltungen aus diversen Bereichen, wie beispielsweise Musik, Theater, Lesungen, Filme, Vorträge, Ausstellungen und Podiumsdiskussionen.

Der Schirmherr der 57. Europäischen Wochen ist Karl Fürst zu Schwarzenberg, der Außenminister der Tschechischen Republik.

Für weitere Informationen siehe: Festspiele Europäische Wochen Passau.

Über die 57. Europäischen Wochen

Bei der Eröffnung.
Das Eröffnungskonzert in der Studienkirche.

Thema & Programm

Unter dem Motto „Ehre, wem Ehre gebührt“ thematisieren die 57. Festspiele Europäischen Wochen die zahlreichen Fest- und Gedenktage zu bedeutenden Persönlichkeiten des europäischen Kulturlebens in diesem Jahr. Dazu zählen etwa der 250. Todestag von Georg Friedrich Händel, der 200. Todestag von Joseph Haydn, der 65. Todestag von Antoine de Saint-Exupéry, der 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy oder der 100. Geburtstag von Benny Goodman. Aber auch 20 Jahre Mauerfall, dem sich der diesjährige Passauer Tetralog widmen wird, waren ein Anlass für die Wahl des Themas.

Neu sind in diesem Jahr auch die sieben Veranstaltungen extra für Kinder gibt (beispielsweise zum 150. Todestag von Wilhelm Grimm das Märchen vom guten Ende oder ein Kinderkonzert). Erstmals werden auch Meisterkurse durchgeführt, insgesamt vier an der Zahl für Blockflöte, Gitarre, Klavier sowie für Gesang. Dabei wird anderem mit der Städtischen Musikschule Passau und der Gesellschaft junger Sängerinnen und Pianistinnen kooperiert.

Eröffnung

Am 12. Juni eröffnete erstmals der bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Wolfgang Heubisch (FDP), die Europäischen Wochen im Großen Rathaussaal in Passau. Er bezeichnete das 57. Festival als „kulturelles Leuchtturmprojekt in und für Bayern“ und lobte, dass „die Vision Europa stets die prägende Leitidee des Festivals“ war. Heubisch unterstrich ferner auch das große Engagement von Bürgern und lokaler Wirtschaft bei der Finanzierung der Europäischen Wochen sowie die starke Verwurzelung und Identifikation, die Bürger und Bürgerinnen mit „ihren“ Europäischen Wochen haben. Weiter meinte er wörtlich: „Die Festspiele sind ein Aushängeschild Bayerns“. Passau erhalte den höchsten Einzelbetrag, den er insgesamt für ein Musikfestival vergeben könne.

Als Festredner wurde in diesem Jahr Naturschützer Hubert Weinzierl – seines Zeichens Präsident des Deutschen Naturschutzringes und Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Bundesstiftung Umwelt – gewonnen, der über die Nachhaltigkeit als einen überfälligen und zukunftsfähigen europäischen Kulturentwurf sprach.

Die Internationalität der Festspiele war das Thema von Dr. Milan Coupek, Gesandter Botschaftsrat, der in Vertretung des Schirmherren Fürst Karl zu Schwarzenberg, Außenminister a.D., und der EU-Ratpräsidentschaft kam, die bis Ende des Monats in tschechischer Hand liegt. Das Motto der EU-Ratspräsidentschaft sei „Europa ohne Barrieren“. „Die Festspiele Europäische Wochen, die auf eine einzigartige Art und Weise gleich mehrere Länder kulturell vernetzen, sind ein besonders schönes Beispiel dafür“, so Coupek. Oberbürgermeister Jürgen Dupper betonte ebenfalls die Rolle von Stadt und Festspiele im europäischem Gefüge.

Mit ein paar witzigen und süffisanten Bemerkungen in Kabarett-Form unterhielt Vorstandsvorsitzende Katrin Pernpointner die 600 anwesenden Gäste. Zusammen mit Vorstandsmitglied und Schriftführerin Rosemarie Weber spekulierte sie über das diesjährige Motto „Ehre, wem Ehre gebührt“. Die Rede hatte Autor und Kabarettist Norbert Entfellner geschrieben. Zwar rümpften auch einige die Nase wegen der kleinen Sticheleien gegen den Intendanten Pankraz Freiherr von Freyberg (aufgrund des angespannten Verhältnisses zwischen Intendanz und Vereinsführung), doch der Freiherr zeigte Größe und Gelassenheit: „Ich liebe Boshaftigkeiten, wenn sie öffentlich ausgesprochen werden“, konterte er selbstbewusst.

Zwei Künstlerinnen des Landestheaters Niederbayern gestalteten die Musik der Eröffnung: Mezzosopranistin Karla Bytnarová, am Klavier begleitet von Ekaterina Tarnopolskaja, hatte Arien der Jubilare Händel und Mendelssohn Bartholdy gewählt und und begeisterte mit ihrem warmen Mezzosopran. Nach dem Staatsempfang am Schiff setzte sich die Eröffnung mit dem Festkonzert in der Studienkirche fort. Davor hielt Intendant Dr. Pankraz Freiherr von Freyberg eine viel beachtete Rede. Angesichts aktueller Entwicklungen werde deutlich, wie sehr unsere Gesellschaft Kultur und kulturelle Identität benötige, um eine Vorstellung von sich selbst zu haben.

Literatur

Weblinks


Festspiele Europäische Wochen Passau

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