Niederbayerisches Landwirtschaftsmuseum Regen
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Aktuelle Version vom 31. Juli 2009, 16:39 Uhr
Das Niederbayrische Landwirtschaftsmuseum Regen zeigt die niederbayerische Agrar- und Sozialgeschichte vom 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Es wurde 1988 gegründet. In den Museumsgebäuden regelmäßig finden regelmäßig kulturelle Vernstaltungen statt.
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Geschichte des Museums
Die Idee zu diesem Museum enstand bereits in den 1930er Jahren als engagierte Regener Bürger damit begannen historische Objekte für ein zukünftiges Heimatmuseum zu sammeln. Der Versuch im Jahre 1966 im Speicher des Rathauses ein bäuerliches Museum einzurichten, scheiterte schon bald an räumlichen und klimatischen Problemen. Als 1984 das Landratsamt ausgesiedelt wurde, suchte die Stadt für das leerstehende Gebäude im Zentrum eine neue Nutzung und die bisher nicht realisierte Museumsidee wurde wieder aufgegriffen. Insgesamt nur drei Jahre dauerte der umfangreiche Umbau des Verwaltungsgebäudes in ein Museum. Im Jahre 1988 wurde das Niederbayerische Landwirtschaftsmuseum schließlich eröffnet. 5 Jahre später wurde die Tourist-Information der Stadt Regen in das Museumsgebäude integriert.
Ausstellungen
Auf rund 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigt das Museum Exponate aus allen Bereichen des bäuerlichen Lebens. In einem Großgerätepavillon im Außenbereich sind Traktoren und landwirtschaftliche Maschinen ausgestellt. Außerdem gibt es im Museum wechselnde Sonderausstellungen zu unterschiedlichen, nicht nur landwirtschaftsbezogenen Themen.
Museumswerkstatt
Im Niederbayerischen Landwirtschaftsmuseum wird jedes Jahr von Mai bis September eine Museumswerkstatt für Kinder angeboten.
20-jähriges Jubiläum
Höhepunkt des Jubiläumsfestes im September 2008 waren für die meisten die Vorführungen des imposanten Dampfpflugsatzes, des einzigen noch funktionierenden Dampfpflugsatzes Deutschlands. Die zwei 250 PS starken Dampfgiganten, die über 20 Tonnen schwer und acht Meter lang sind, zogen am Stadtplatz an einem Stahlseil einen Pflug auf Rädern. 1928 wurden die Kolosse gebaut. Eindrucksvoll bewiesen die Dampfmannschaften bei Schauvorführungen, welcher Kraftakt das Ackern für die Landwirte einst war. 750 Liter Wasser und 140 Kilo Kohle verschlangen manche Dampfmaschinen pro Hektar. Das Wasser im Kessel heizte sich bis auf 220 Grad auf. Etwa 20 Hektar Ackerland schaffte die Konstruktion in 24 Stunden. Alte Traktor-Raritäten gab es außerdem bei der Maschinenausstellung im Innenhof zu sehen. Viele nutzten die Gelegenheit, durch das Museum oder die Jubiläumsausstellung zu schlendern. Dicht umlagert war auch die Dampfmannschaft, die die alte Esterer-Dampflokomobile anheizte und zeigte, wie mit dem historischen Sägegatter einst Baumstämme zu Brettern gesägt wurden.
Literatur
- "Museums-Jubiläum mit Dampf und Rauch", PNP-Artikel (BB) vom 8.9.2008, Seite 25
