Landshuter Tor

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Das eingestürzte Tor. Unter den Trümmern lagen drei Tote. (Foto: Stadtmuseum)

Das Landshuter Tor war ein altes Stadttor in Neuötting. Es stürzte am 5. Dezember 1949 ein, drei Menschen starben in den Trümmern.

Unglück

Drei Menschen kamen ums Leben, als am 5. Dezember 1949 um 13.05 Uhr das Landshuter Tor einstürzte. Der Kaminkehrer Konrad Westenkirchner und die Bauarbeiter Karl Koukal und Heinrich Langbein verstarben bei dem Unglück. Eine riesige Staubwolke stieg auf, jedoch blieben Teile des um das Tor errichteten Baugerüstes stehen. Unnheimlich viel Material habe sich da innerhalb wohl nur einer Sekunde unter großem Getöse in Bewegung gesetzt, berichten Augenzeugen. Eine riesige Staubwolke stieg auf, jedoch blieben Teile des um das Tor errichteten Baugerüstes stehen.

Ursachen

Bisher ging man davon aus, dass der Grund des Unglücks 1949 in Bau- und Grabungsarbeiten im 19. Jahrhundert zu suchen sei. Neueste Forschungen von Heimatpflegerin Renate Heinrich legen den Schluss nahe, dass die Ursache noch früher liegen könnte. So vernahm der Königliche Landrichter in Altötting im Juli 1832 drei Neuöttinger, alle über 60 Jahre alt. Anlass für die Befragung: der Einsturz der „Pallaufschen Bergstützmauer“ am Neuöttinger Stadtberg kurz zuvor. Wie aus alten Gerichtsakten hervorgeht, sagten die Zeugen aus, dass zur Erleichterung der Befahrung des Stadtberges das kurfürstliche Pflegamt Ötting (= Neuötting) auf höheren Befehl mit der dortigen Gerichtsschreiberei, die Abtragung des Stadtberges angeordnet habe. Der Berg sei ab dem Landshuter Tor rund 30 Zentimeter abwärts verlaufend abgegraben worden. Dies sei schon im Jahr 1794 geschehen. Dadurch sei „der Grund der nun Pallaufischen Bergstützmauer blos gelegt und hiedurch dieser Mauer selbst ein schlechtes Fundament gemacht worden, so dass sie, zumal bey dem Einwirken der steten, durch schwere Frachtwägen stattfindenden Grund-Erschütterung zum Einsturz gebracht worden“ sei. Das Fundament der Stützmauer war seinerzeit freigelegt und nur durch ein schlechtes Fundament ersetzt worden. Außerdem hatte die Mauer eine „senkrechte Richtung“ erhalten, was zu ihrer Zerstörung führte.

Literatur

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