Erdstall in Böbrach

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Besprechung unter Tage: (v.l.) der Vorsitzende des Arbeitskreises Erdstallforschung in Bayern, Dieter Ahlborn aus Aying bei München, der Tiefbaufachmann Nikolaus Arndt und Josef Schreder.(Foto: Baierl)

Neben den Erdställen in Kastl, Eppenschlag und Röhrnbach ist auch der Erstallt in Stein, in der Gemeinde Böbrach bekannt. Die unterirdische Ganganlage befindet sich unter einem Bauernhof.

Inhaltsverzeichnis

Aufbau

Der Erdstall in Stein besteht aus einem 17 Meter langen, spitzförmig zulaufenden Hauptgang von dem aus ein Rundgang abzweigt. Bearbeitungsspuren an den Wänden der Gänge lassen Forscher darauf schließen, dass der Seitengang nachträglich verändert wurde. Zu diesem Gang gehört ebenfalls ein zweiter Zugangsschacht. Einige neuere Bauarbeiten lassen sich durch die Suche nach Grundwasser im 19. Jahrhundert erklären. Unklar ist jedoch, weshalb zwischen Haupt- und Rundgang eine Trockenmauer errichtet wurde, bzw. weshalb ein drei Meter langer Seiteneingang durch eine Steinschüttung verschlossen wurde.

Forschungsarbeiten

Experten sind sich noch uneinig, zu welcher Zeit und welchem Zweck dieser Erdstall angelegt wurde. Einige Spuren lassen jedoch auf eine häusliche Verwendung des Bauwerks schließen. Ein Wassereinbruch hinter der Trockenmauer verhindert aktuell weitere Forschungsarbeiten.

Medieninteresse

Ein Kamerateam des ZDF begleitete die jüngsten Forschungsarbeiten im November 2011 an denen Tiefbauexperten und Erdstallforscher teilnahmen. Ein Sendetermin steht bislang noch nicht fest. (Stand: 7. November 2011)


Literatur

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