Wolf Huber
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Wolf (Wolfgang) Huber (* um 1485 in Feldkirch; † 3. Juni 1553 in Passau) war ein Maler, Zeichner und Baumeister der Renaissance sowie einer der bedeutendsten Vertreter der sog. „Donauschule“.
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Leben und Wirken
Wolf Huber kam in etwa um das Jahr 1510 nach Passau. Bis zu diesem Zeitpunkt ist über sein Leben und seinen Werdegang wenig bekannt. In Passau bot er Fürstbischof Ernst seine Dienste an, der ihn später sogar zum fürstbischöflichen Hofmaler und zum Stadtbaumeister ernannte. 1539 hatte Huber das Passauer Bürgerrecht erworben. Nach Ernsts Tod 1541 beanspruchte auch Fürstbischof Wolfgang Hubers Dienste.
Als Hauptwerk seines künsterlischen Schaffens gilt der St. Annenaltar (1515 bis 1521) in der Pfarrkirche Feldkirch mit acht Tafelbildern. In Passau findet sich heute allerdings kein gesichertes Werk mehr von ihm. Trotzdem verweisen viele seiner Schöpfungen auf die Stadt: Ein von ihm gemaltes Epitaph des Passauer Bürgermeisters Jakob Endl (Kremsmünster), die Federzeichnung „Das Linzer- oder Schneckentor in Passau“ (Nationalmuseum Budapest) oder die Federzeichnung „Passau“ (Graphische Sammlung der Universität Erlangen). Der Holzschnitt „Darbringung Jesu im Tempel“ stellt vielleicht sogar eine Innenansicht des Passauer Domes dar.
1547 wirkte Huber auch an der Ausstattung von Schloss Neuburg am Inn mit.
Man vermutet, dass sich sein Grabstein ursprünglich im Domkreuzgang befand, im 19. Jahrhundert dann aber in die Heiliggeistkirche überführt wurde. Seit 1934 ist er auf der Veste Oberhaus.
Er wohnte in Passau im (später veränderten) Haus Grabengasse 1, wo noch heute ein Denkmal an ihn erinnert. Er ist außerdem Namensgeber der Wolf-Huber-Straße.
Werke
Neben Albrecht Altdorfer gilt Wolf Huber bis heute als der bedeutendste Meister der Donauschule und hat eine ganze Reihe von Kunstwerken hinterlassen, so unter anderem:
- Stigmatisation des Hl. Franziakus, um 1512 (Graphische Sammlung Albertina, Wien)
- St. Annenaltar, 1515–21 (Pfarrkirche St. Nikolaus in Feldkirch sowie Landesmuseum Bregenz)
- Epistaph des Passauer Bürgermeisters Jakob Endl, 1517 (Benediktinerstift Kremsmünster)
- Christi Abschied von Maria, 1519 (Kunsthistorisches Museum Wien)
- Landschaft mit Golgatha, 1522 (Graphische Sammlung der Universität Erlangen)
- Marienaltar, um 1525–30 (Gemäldegalerie Berlin sowie Bayerisches Nationalmuseum München)
- Kreuzerhöhung, nach 1525 (Kunsthistorisches Museum Wien)
- Christus am Ölberg, um 1530 (Alte Pinakothek München)
- Gefangennahme Christi, um 1530 (Alte Pinakothek München)
- Wien nach der Türkenbelagerung, 1530 (Graphische Sammlung Albertina, Wien)
- Erlösungsallegorie, um 1540 (Kunsthistorisches Museum Wien)
- Bildnis des Jakob Ziegler, 1544-49 (Kunsthistorisches Museum Wien)
- Klause am Eingang ins Pratzgau, 1552 (University College London)
Literatur
- Franz Mader, Stadtarchiv Passau: Tausend Passauer. Passau 1995, ISBN 3-924484-98-8 (S. 112)
