Wallfahrtskirche Gartlberg

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Bischof Wilhelm Schraml zelebrierte den Festgottesdienst. Foto: Kolb
Außenansicht der Wallfahrtskirche Gartlberg. Foto: PNP-Archiv
Bearbeitung von Deckenfresken in 10 Meter Höhe. Foto: Zöls

Die Wallfahrtskirche Gartlberg in Pfarrkirchen ist eine doppeltürmige Barockkirche. Sie gehört zur Pfarrei Pfarrkirchen und wurde von 1661 bis 1715 nach Plänen des italienischen Kirchenbauers Domenico Zuccali errichtet. Die Kirche wurde 1688 geweiht und als Marien-Wallfahrtsort bekannt. Die Gartlbergkriche beherrscht und prägt das Erscheinungsbild der Stadt im Landkreis Rottal-Inn.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung der Wallfahrt

Der Hutmacher Wolfgang Schmierdorfer nagelte im Jahr 1659 das marianische Gnadenbild, das heute noch am Hochaltar zu sehen ist, an einen Baum auf dem Gartlberg, um in Ruhe beten zu können. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Leute an diesen Ort, um ihre Sorgen der Mutter Gottes vorzutragen und um ihre Hilfe zu flehen. Nachdem ein scheinbar lebloses Mädchen aus einer tiefen Wassergrube gerettet wurde und mit Hilfe der Hl. Maria wieder zum Leben erwachte, wurde dieser Ort von vielen Wallfahrern besucht. Zwei Jahre später begann man mit dem Bau der Kirche.

Ausstattung

Giovanni Battista Carlone und Paolo d’Allio, die Stuckateure des Domes St. Stephan, versahen den Chor mit einer reichen Stuckdekoration aus Fruchtgirlanden, Rankenwerk und Laubgewinde. Die in kleinen Feldern eingestreuten Gemälde von Carl Adam symbolisieren die acht Bitten des Vaterunsers. Die lockeren Stuckaturen des Langhauses schuf erst 1713 Ehrgott Bernhard Bendel aus Augsburg. Die Fresken von Johann Paul Vogel und Johann Eustach Kendlpacher haben die Heilsgeschichte von der Verkündigung bis zum Gericht als Thema. Carlones monumentaler Hochaltar aus Stuckmarmor entstand 1687, das Altarblatt malte Franz Ignaz Bendl. Der davor befindliche kleine, eigentliche Hochaltar mit dem Tabarnakel wurde erst anläßlich des 200 Jahr-Jubiläums 1888 errichtet.

Sanierung

Die Gartlbergkirche wurde im Jahre 2008/2009 aufwendig saniert. Die Investitionen belaufen sich auf eine Höhe von 1,05 Millionen Euro. Die Sanierungsmaßnahmen gestalten sich als äußerst schwierig, da die Gemälde von der Barockzeit bis in das Rokoko-Zeitalter hineinreichen. Die Innenrenovierung ist mittlerweile abgeschlossen. Das Ende der Sanierungsarbeiten wurde von Bischof Wilhelm Schraml mit einem Festgottesdienst gefeiert. Nun kann, laut bischöflicher Finanzkammer, die Außenrenovierung beginnen sobald die Eigenleistung bereit steht.

Voraussichtlich Ende September 2009 wird das Wahrzeichen Pfarrkirchens in neuem Glanz erstrahlen. Bis Ende Oktober des selben Jahres sollen die Arbeiten, für die insgesamt 340 000 Euro veranschlagt sind, dann endgültig abgeschlossen sein.

Nach knapp dreißig Jahren wurde die Gartlbergkirche auch außen wieder aufgefrischt.

Funde

Bürgermeister Riedl entnahm 2009 aus einer Kupferdose zwei sorgfältig gefaltete und zusammengerollte Dokumente und sechs Pfennigmünzen (geprägt zwischen 1874 und 1911). Dann die erste Entdeckung, die Jahreszahl: Das Ganze stammt aus dem Jahr 1914.

Reliquien

Vor dem linken Seitenaltar liegt die Reliquie der Heiligen Theodora vom Gartlberg.

Literatur

Weblinks

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