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Universität Passau

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Das Logo der Universität Passau.
Das Portal des Informatikums diente als Vorlage für das Uni-Logo. (Foto: Uni)

Die Universität Passau ist eine von drei Hochschulen in Niederbayern und die jüngste der neun staatlichen Universitäten Bayerns. Die betont internationale Ausrichtung der Universität, die Auslandspartnerschaften mit 190 Hochschulen hat, zieht junge Leute aus ganz Europa und der Welt an. Die Hochschule mit ihren rund 10.000 Studenten ist europaweit anerkannt und belegt bei Uni-Rankings regelmäßig Spitzenplätze. Markenzeichen der Universität Passau sind unter anderem der Studiengang Kulturwirtschaft und die fachspezifische Fremdsprachenausbildung, die bundesweit wahrgenommen werden.

Der Campus liegt am Rand der Altstadt von Passau am Ufer des Inns. Präsident der Universität ist Prof. Dr. Burkhard Freitag seit 2012.

Inhaltsverzeichnis

Logo & Siegel

Das grau-orangefarbene Logo der Universität Passau setzt auf Gegensätze, farblich wie inhaltlich, und vereint diese in einer klassischen Wort-Bild-Marke. Es verweist auf Tradition und Moderne, Theorie und Praxis, Forschung und Lehre sowie Internationalität und Regionalbezug. Inspiriert vom Eingang des Informatikgebäudes auf dem Campus hat Stefan Dahinten, Absolvent der Passauer Uni und Kopf der Passauer Agentur credo concept.communication, das Corporate Design für „seine“ Hochschule 2003 erfunden. „Nach fünf Jahren hat es sich etabliert“, ist sich der Designer sicher, „und wird mindestens weitere 30 Jahre präsent sein.“ Das Logo hat einen hohen Wiedererkennungswert, ist nicht beliebig austauschbar und schmückt Plakate oder die Uni-Website ebenso wie die Imagebroschüre. Die fünf dynamischen Schwingen von fünf Hörsaalreihen repräsentieren die fünf Fakultäten. Sie stehen zudem für Transparenz und Offenheit.

Die ursprünglich als Logo verwendete „Maria vom Siege“ war 1978 von der Philosophisch-Theologischen Hochschule übernommen worden, die der neuen Uni eingegliedert wurde. Das Siegel erinnert noch an die Ursprünge – aber nur als dezent-nobles Wasserzeichen auf Urkunden.

Geschichte

Das Philosophicum.

Anfänge einer Hochschule in Passau: 1622–1923

Die Universität Passau wurde 1978 gegründet und ist damit die jüngste bayerische Universität. Ihre Ursprünge jedoch lassen sich bis ins Jahr 1622 zurückverfolgen. In diesem Jahr ließ der Passauer Fürstbischof Leopold dem, vor zehn Jahren ebenfalls von ihm gegründeten, Gymnasium Leopoldinum durch den Jesuitenorden eine Hochschule angliedern. Diese Hochschule sollte der Heranbildung von Welt- und Ordensgeistlichen dienen.

Nach der Auflösung des Jesuitenordens im Jahr 1723 wurde diese Hochschule dann unter Fürstbischof Joseph Kardinal von Lamberg als Fürstbischöfliche Akademie weitergeführt und besaß damit schon ziemlich universitätsähnlichen Charakter. Sie bestand bis zur Säkularisation von 1803, als mit der Aufhebung des Fürstbistums Passau zwangsweise auch die Fürstbischöfliche Akademie aufgelöst wurde.

Zunächst führten die neuen, nunmehr bayerischen Herrscher die Einrichtung noch als Kurfürstlich-bayerisches Lyzeum weiter. Doch in den Jahren 1808/09 ging die Hochschule unter und wurde erst durch König Ludwig I. von Bayern wiederbelebt. Er wollte an die alte Studientradition in Passau anknüpfen und schuf 1833 in den Gebäuden des ehemaligen Jesuitenkollegs ein Lyzeum mit einer philosophischen und einer theologischen Abteilung. Ab 1919 war diese Lehranstalt in einem Neubau in der Michaeligasse untergebracht und wurde 1923 umbenannt in Philosophisch-Theologische Hochschule.

Die Philosophisch-Theologische Hochschule: 1923–1978

Während des Zweiten Weltkriegs wurde diese Philosophisch-Theologische Hochschule dann vorübergehend durch die Nationalsozialisten geschlossen. Nach dem Krieg wurde sie wiedereröffnet und bekam 1950 das Siegel „Maria vom Siege“.

Siehe Hauptartikel: Philosophisch-Theologische Hochschule Passau

Die Universität Passau: seit den 1970ern

Im Zuge der Bildungsreformen der 1970er Jahre wurden alle bayerischen Philosophisch-theologischen Hochschulen entweder geschlossen (Freising) oder zu Universitäten (Augsburg, Bamberg, Eichstätt, Passau und Regensburg) erhoben. Die Entscheidung für den Bau der Universität Passau war bereits 1970 gefallen, trotz großer Zweifel am Standort Passau, Argwohn über die Finanznot der Stadt und Vorbehalten gegen Passau aufgrund vermeintlicher „Provinzialität“.

„An die Universität Passau werden vor allem österreichische Studenten aus den Gebieten des Mühlviertels [...] kommen [...]. Im übrigen wurde [...] ein Einzugsbereich von 60 Kilometern Radius gewählt [...].“ Am 30. Juni 1971 schrieb Regierungspräsident Johann Riederer dies ans Bayerische Kultusministerium. Das Schreiben liegt im Stadtarchiv Passau.

Zwei Jahre zuvor war erstmals der Ruf nach einer Hochschule durch die Bezirksplanungsgemeinschaft laut geworden, 1970 war die Uni dann von der Staatsregierung beschlossen worden, nachdem sich federführend und parteiübergreifend das Kuratorium Universität Passau e.V. in beispielhafter Weise für sie stark gemacht hatte. Vorsitzender und geistiger Vater der Uni war Johann Riederer.

Am 1. August 1978 trat das Gesetz zur Eingliederung der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Passau in die Universität Passau in Kraft, welche am 9. Oktober 1978 feierlich eröffnet wurde.

Nach der Gründung der Universität Passau wurde die bisherige Philosophisch-Theologischen Hochschule als Katholisch-Theologische Fakultät in die Universität integriert. Damit ist diese Fakultät die älteste an der Passauer Uni.

Der Universitätsbetrieb wurde zum Wintersemester 1978/79 am 9. Oktober 1978 mit 463 Studierenden aufgenommen.

Der Campus der Universität liegt mitten in der Stadt Passau. (Foto: Geisler)

Standortfrage und Erscheinungsbild

Als mögliche Standorte der neuen Universität waren unter anderem Patriching, Grubweg oder das Oberhausgelände im Gespräch. Doch schnell war man sich einig, dass eine Universität in die Stadt hinein gehört – auch wenn das zunächst teurer kam und vom Flächenbedarf her schwieriger zu realisieren war. In einem Gutachten der TU München wurde ebenfalls einzig das Gelände am Inn „vorbehaltlos empfohlen“.

Zunächst wurden erst einmal bestehende Gebäude umgewidmet und hergerichtet (Teile des Nikolaklosters und die ehemalige Innsteg-Turnhalle). Ab 1982 wurde dann auf einer Strecke von einem Kilometer den Inn aufwärts nach und nach mit modernen Neubauten ein städtebaulicher Akzent gesetzt: beginnend mit dem heute Philosophicum genannten roten „Nikolakloster-Neubau“ bis hin zu dem mit Mitteln der High-Tech-Offensive Bayern realisierten und 2005 fertig gestellten IT-Zentrum/International House. Trotz aller gestalterischen Unterschiede entstanden schnörkellose wie zeitlose Gebäude, die als sehr gelungenes Beispiel für gute Architektur gelobt werden.

Mit dem Ausbau der Universität wurde das 121.215 Quadratmeter große Stammgelände systematisch bebaut. 2008 ist sie zudem in Stadt und Landkreis präsent: mit dem denkmalgeschützten Gebäude der Katholisch-Theologischen Fakultät in der Altstadt, dem Institutsgebäude in der Gottfried-Schäffer-Straße, dem Bibliotheksmagazin in der Karlsbader Straße und auf Schloss Neuburg, wo das Staatliche Bauamt Passau moderne Schulungs- und Büroräume geschaffen hat.

Letzter Bauabschnitt vor dem 30-jährigen Jubiläum war die Fertigstellung der Innsteg-Aula. Die wechselvolle Geschichte der Innsteg-Turnhalle begann mit dem Bau. durch den Baumeister Bonifaz Kieffer. Er hat das Gebäude 1889 als Exerzierhalle erbaut. Sie diente als Offiziersreitschule und ist heute ein wichtiges Zeugnis des gründerzeitlichen Ausbaus am Innufer. Die Halle, ab 1956 als Turnhalle von Schulen und zu Anfangszeiten der Universität als Behelfsbibliothek genutzt, dient nun als Seminar- und Prüfungsraum. 2006 hat das Staatliche Bauamt die Sanierung begonnen und rechtzeitig zu den Jubiläumsfeiern im November 2008 abgeschlossen. Seit Herbst 2008 finden dort bereits Vorlesungen statt.

Projekt „TechnikPlus“

Im November 2011 erhielt die Universität den Zuspruch von 2,61 Mio. Euro für das Projekt „TechnikPlus“. Durch die finanzielle Einlage können drei neue Lehrstühle mit rund 20 Stellen eingerichtet werden. Sollten im Endausbau noch die erhofften neun Millionen in die Kasse der Universität fließen, würde das weitere 15 Lehrstühle mit insgesamt 100 Stellen bedeuten. Somit wäre der Plan, die 15 neuen Lehrstühle in Passau zu schaffen, bis zum Jahr 2016 in sehr greifbarer Nähe.

Dieses Projekt bedeute „eine bessere Vernetzung unserer Universität mit der heimischen Wirtschaft und eine deutliche Bereicherung des Bildungsnangebots in unserer Region“, so OB Jürgen Dupper und Landrat Franz Meyer. Der Studetenvertreter Felix Speidel befürchtet hingegen, dass die Mathematische Fakultät durch das Lieblingsprojekt von Prof. Burkhard Freitag zu Lasten der Philosophischen wächst. Letztere würde zusätzliche Mittel gut vertragen. Freitag hält dieser Befürchtung jedoch entgegen und bekräftigt, dass acht nichttechnische und sieben technische Lehrstühle vorgesehen sind.

Gliederung

Uni Lageplan 2008.

Fakultäten

Die Universität Passau gliedert sich in vier Fakultäten:

Zum Beginn des Wintersemesters 2009 wurde die Katholisch-Theologische Fakultät nach 31 Jahren wegen einer im Jahr 2007 vom Freistaat Bayern und dem Heiligen Stuhl getroffenen Vereinbarung für die kommenden fünfzehn Jahre als „ruhend“ erklärt. Gleichzeitig nahm das Department für Katholische Theologie unter dem Dach der Philosophischen Fakultät seine Funktion auf.

Institute

Lehrstühle

Siehe Hauptartikel: Lehrstühle der Universität Passau

Weitere Einrichtungen

Größe

Studenten

Die erste Studentin an der Universität Passau war Regina Nagler, geb. Bauhoffer. Sie immatrikulierte sich am 18. August 1978 und erhielt die Matrikelnummer „01“. Erster Gasthörer war Gustav Gaisbauer. Zum Wintersemester 2013/2014 studieren an der Universität Passau 11.316 Studenten – so viele wie noch nie zuvor.

Die Passauer Absolventen sind besonders begehrt auf dem Arbeitsmarkt und gelten als leistungsbereit, außerordentlich engagiert und flexibel. Unter ihnen sind Töchter und Söhne von Politikern wie Rita Süßmuth, Ursula Engelen-Kefer und Michael Glos oder aus Unternehmen wie der Oetker-Dynastie.

Initiative beweisen die Studierenden auch in Fachschaften, Organisationen und Clubs, die sich ehrenamtlich einbringen und das kulturelle Leben der Stadt mitgestalten. Es gibt 17 fachbezogene Gruppen, über 19 kulturelle, vier religiöse und acht politische, fünf studentische Verbindungen und zwei Hochschulsportgruppen. Zudem verbringen fast 40 Prozent der Passauer Studierenden ein Semester im Ausland – mehr als an jeder anderen deutschen Hochschule.

Das Gebäude der Universitätsverwaltung.

Alumni

Rund 6.300 Mitglieder haben die beiden Alumni-Organisationen an der Universität Passau: Während sich der AlumniClub – Ehemaligenverein als fakultätsübergreifender Verband für Absolventen aller Studiengänge versteht, sind im kuwi netzwerk international e.V. die Studierenden und die Alumni der Studiengänge International and Cultural Business/Kulturwirtschaft und European Studies versammelt.

„Networking“ steht bei beiden Organisationen an erster Stelle, sei es in Form der weit über 20 Stammtische, die der Ehemaligenverein weltweit unterhält, in Form der Netzwerktreffen von Absolventen bestimmter Fachrichtungen, des Mentoren- und Stipendiatenprogramms des Ehemaligenvereins, bei den kuwi.karrieretagen oder nicht zuletzt auch beim kuwi.symposium.

Bekannte Absolventen der Universität Passau sind:

Karriere gemacht haben auch Absolventen wie Dr. Carl-Philip von Maldeghem, Intendant des Alten Schauspielhauses in Stuttgart, Alexander von Witzleben, Vorstandsmitglied der Haniel Cie. GmbH in Duisburg, oder Dr. Martin Selmayr, heute Sprecher der EU-Kommissarin Viviane Reding. In Brüssel oder Washington trifft man regelmäßig auf Passauer Absolventen, die Deutschland oder Europa auf internationaler Bühne vertreten – und abends noch immer vom Bier im „Innsteg“ reden.

Professoren und Mitarbeiter

Im Sommersemester 2013 waren 120 Professoren und 404 wissenschaftliche Mitarbeiter an der Universität Passau beschäftigt.

Siehe auch: Übersicht aller Passauer Hochschullehrer

Bedeutung & Auswirkungen

Die Telefonzelle vor dem Audimax (an der Innstraße).

Die beiden „Scharfrichter“ Walter Landshuter und Matthias Ziegler meinen anlässlich des 30jährigen Jubiläums der Universität Passau zu deren Bedeutung für Passau: „Die Gründung der Universität 1978 hat diese Stadt aus einem 200-jährigen Tiefschlaf gerissen. Diese seltsamerweise der heiligen Maria geweihte Anstalt der freien Wissenschaften hat dazu beigetragen, dass sich Parteien, Presse und Kirche öffnen mussten. Party-lärmende Studenten und Säbel-rasselnde Verbindungsbrüder gehören jetzt zum allgemeinen Konzert. Passau war vor der Säkularisation immer wirtschaftliches und geistiges Zentrum seiner Region und so allmählich erhält die Stadt ihre Bedeutung zurück. Und das ist im Wesentlichen ein Verdienst der Universität. Die Passauer Universität hat vor 30 Jahren den Scharfrichtern Mut gemacht, ihre Bühne in der Altstadt zu errichten.“ (Quelle)

Demografische Auswirkungen

Die Universität Passau hat aber auch einen demografischen Wandel in der Dreiflüssestadt nach sich gezogen. Ohne die Uni läge die Einwohnerzahl Passaus ganz deutlich unter 50.000. Und das ist eine magische Hürde bei der Schlüsselzuweisung, die Passau seit vielen Jahren souverän nimmt. Denn neben den Studierenden gehören auch das Lehr- und Verwaltungspersonal zur Uni Passau – 1.355 Menschen zusätzlich, von denen die Mehrzahl in der Stadt lebt.

Kulturelle Anstöße

Die Uni und die Festspiele Europäische Wochen Passau veranstalten seit 1996 Vorträge mit namhaften Referenten und seit 2005 Ausstellungen auf der Innwiese. Mit Prof. Dr. Heinrich Oberreuter hat EW-Intendant Dr. Pankraz von Freyberg 1998 den Passauer Tetralog ins Leben gerufen.

Kultur von der Institution Uni wird 2008 eher klein geschrieben, im Gegensatz zu den ersten Jahren nach der Neugründung. Dennoch bereichern zahlreiche Studenten das kulturelle Leben der Stadt, etwa durch den Club für internationales Kino (CliK), Poetry-Slams oder mit Theatergruppen. Auch die Kinolandschaft in Passau wäre ohne die vielen Studenten in seiner Programmvielfalt so nicht denkbar.

Ein überregional bekanntes Projekt der Universität Passau sind die Local Heroes von Prof. Dr. Hans Mendl, der in einer Datenbank heimische Helden sammelt und online alle Welt zugänglich macht.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Der Universität kommt hohe wirtschaftliche Bedeutung in Passau zu. Über 127 Millionen Euro sind in den ersten 30 Jahren in den (Aus-) Bau der Universität Passau geflossen. Und damit auch in die heimische Wirtschaft, die einen Großteil der Bauaufträge erhalten hat. Insgesamt ist in den vergangenen 30 Jahren eine Milliarde Euro für die Universität „verausgabt“ worden.

Enthalten sind in dieser Summe beispielsweise die Ausgaben für Baumaßnahmen (rund 127 Millionen Euro) oder rund 126 Millionen Euro für „sächliche Verwaltungsaufwendungen“, also Ausgaben für Literatur, den Unterhalt und die Bewirtschaftung der Grundstücke und Gebäude (Instandhaltung von Gebäuden und Geräten, Reinigung der Gebäude usw.), für Heizung, Beleuchtung und Elektrizität, für Telefon, Drucker und Kopierer sowie die Beschaffung von Büro- und EDV-Material. Aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft sind in den vergangenen 30 Jahren über elf Millionen ausgegeben worden, aus anderen Drittmitteln über 50 Millionen Euro.

Durch die Hightech-Offensive bekam die Universität ein großes zusätzliches IT-Zentrum und das International House, konnte das Jochenstein-Gebäude gekauft und Schloss Neuburg für seine Zwecke ausgebaut werden. Für diese Maßnahmen hat die Uni rund 22 Millionen Euro aus einem staatlichen Sonderprogramm, der High-Tech-Offensive Bayern, bekommen.

Größter Posten sind die Personalausgaben: Rund 615 Millionen Euro an Löhnen und Gehältern sind an Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter, studentische Hilfskräfte und Mitarbeiter in der Verwaltung geflossen. Mit über 1.300 Beschäftigten, davon rund 780 hauptberuflichen, ist die Uni ein bedeutender Arbeitgeber.

Für die Region ist die Universität aber auch in anderer Hinsicht einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren: Die als regionale Hochschule gegründete Universität zog bereits früh Studierende aus der ganzen Bundesrepublik an. Derzeit kommen nur etwa 30 Prozent der Studierenden aus Niederbayern, etwa 30 Prozent stammen aus dem restlichen Bayern und nochmals etwa 30 Prozent aus anderen Bundesländern. Knapp zehn Prozent kommen aus dem Ausland nach Passau. Dadurch fließt einiges an Geld in die Region: Der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zufolge gibt jeder Student im Schnitt 739 Euro pro Monat aus – beispielsweise für Miete, Lebensmittel, Kleidung, öffentliche Verkehrsmittel oder Kino- und Kneipenbesuche.

Als Institution ist die Universität für die Universitätsbuchhandlung Pustet der wichtigste Auftraggeber. Das galt natürlich am Anfang, als der Bibliotheksbestand aufgebaut wurde, umso mehr. Den Ehrentitel bekam die Buchhandlung 1988 von Karl-Heinz Pollok, dem Gründungspräsidenten der Universität, verliehen „aufgrund der gepflegten wissenschaftlichen Ausrichtung des Sortiments“.

Auch der Abfluss von Kaufkraft wird durch die Universität verhindert: Durch Firmengründungen haben immer mehr Absolventen die Möglichkeit, sich nach ihrem Studienabschluss in der Region anzusiedeln. Erfolgreiche Beispiele sind die Firmen Step2e, a:k:t und mymuesli, die von ehemaligen Studenten der Passauer Uni gegründet wurden.

Studierende sind aber nicht nur Kunden und Konsumenten. Mit Instead beispielsweise haben sie eine studentische Unternehmensberatung aufgebaut, die heimischen Firmen zur Seite steht.

Im Wintersemester 2012/2013 besuchten 10.072 Studenten die Universität Passau. (Foto: Jäger)

Schönster Uni-Campus

Die Universität Passau hat laut dem bundesweiten Studentenmagazin Unicum den schönsten Campus Deutschlands. Unicum hatte sich gemeinsam mit dem Architektur-Online-Magazin BauNetz auf die Suche nach dem attraktivsten Unigelände der Republik gemacht. Bewertet wurde in einer offenen Internet-Abstimmung sowie durch eine Expertenjury, bestehend aus Geographie- und Kunststudierenden. Studenten konnten die eigene Hochschule für den Wettbewerb vorschlagen, jeder konnte Fotos vom Campus einsenden. Für Passau haben dies die Hochschulgruppe „Lichtgestalten“ und Studierende eines Fotoseminars getan.

Bei der Online-Abstimmung landete Passau nun auf Platz 3 hinter der Hochschule Hof und der BITS Iserlohn. Entscheidend war das Urteil der Experten, die die Universitätsgelände vor allem nach der Architektur und Infrastruktur beurteilten. Was Passau in ihren Augen auszeichnet: „Der Campus liegt idyllisch im Grünen und dabei gleichzeitig zentral. Alte und Hochmoderne Gebäude stehen in spannendem Kontrast zueinander. Weite Flächen, schmale Wege und offene Plätze sorgen für Dynamik.“

Das Audimax-Gebäude der Universität Passau.
Der Außenbereich der Audimax-Cafeteria.

Hochschulgruppen und -vereine

Ob fachbezogene, kulturelle, religiöse oder politische Gruppen, Studentenverbindungen oder Hochschulsportgruppen, unter dem Dach der Universität Passau vereinen sich viele Studierende, um sich neben dem Studium in ihrer Freizeit zu engagieren.

Eine künstlerische Hochschulgruppe ist die Fotogruppe Lichtgestalten e.V., die sich 2003 gründete und seit 2008 als eingetragener Verein und offizielle Hochschulgruppe besteht. Ihre Tätigkeiten reichen vom Fotografieren und dem Austausch darüber, Ausstellungen und Workshops bis hin zum alljährlich erscheinendem Fotokalender mit Passauer Motiven.

Weitere Bilder

Kontakt

Uni Passau bei Map24
Innstraße 41
94032 Passau

Universität Passau
Innstraße 41
94032 Passau

Telefon: +49 851 509-0
Telefax: +49 851 509-1005

E-Mail: pressestelle@uni-passau.de
Internet: www.uni-passau.de

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Dies ist ein ausgezeichneter Artikel.
Diesem Artikel wurde am 23. Juli 2010 das Prädikat „Ausgezeichneter Artikel“ verliehen.
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