Teisnach
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| Teisnach
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| Basisdaten
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| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern |
| Landkreis: | Regen |
| Höhe: | 440-700 m |
| Fläche: | 25,79 km² |
| Einwohner: | 2.899 (30. Juni 2011) |
| Postleitzahl: | 94244 |
| Vorwahl: | 09923 |
| Kfz-Kennzeichen: | REG |
| Website: | www.teisnach.de |
| Erste Bürgermeisterin: | Rita Röhrl (SPD) |
Teisnach ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Regen im Bayerischen Wald und seit 2009 Hochschulstandort.
Inhaltsverzeichnis |
Lage
Der Markt liegt im Tal des Schwarzen Regens zwischen den Städten Regen und Viechtach an an der Mündung des Flusses Teisnach in den Schwarzen Regen.
Das Gebiet des Marktes umfasst auch die sieben Dörfer Arnetsried, Bärmannsried, Busmannsried, Kaikenried, Oed, Sohl und Wetzelsdorf, die vier Weiler Altenmais, Aschersdorf, Stadlhof und Zinkenried sowie die Einöden Hofstatt, Triendlmühle und Weiden.
Geschichte
Teisnach war einst eine Fischersiedlung. Am 25. Mai 1430 wird eine Mühle am Regen bei Teisnach beurkundet. Die Nußberger besaßen hier Lehen.
1818 wurden die 1808 entstandenen Gemeinden Kaikenried und Sohl mit Teisnach zusammengelegt.
Papierfabrik
Große Bedeutung bekam Teisnach durch die Gründung einer Papierfabrik, obwohl diese zur damaligen Zeit nur über unbefestigte Wege zu erreichen war und der Transport von Anlagenteilen, Kesseln und Generatoren mit Pferdefuhrwerken erfolgen musste. Für den preußischen Industriepionier Gustav Werner, der 1881 den Grundstein für den Bau einer Holzschleiferei legte, waren der Holzreichtum der Region und die Nutzbarkeit des Schwarzen Regens als Triftfluss und Energiequelle für die Wahl des Fabrikstandortes entscheidend. 1883 nahm das Werk seine Produktion auf. Im Jahr 1906 waren hier bereits 300 Arbeitskräfte beschäftigt. Nach dem Ersten Weltkrieg ging das Unternehmen in den Besitz der Brüder Pfleiderer aus Heilbronn über.
Pfarrei
Wegen der stetigen Entwicklung des Ortes wurde 1900 die Kirche St. Margarethe erbaut und 1903 der Pfarrsitz von Geiersthal nach Teisnach verlegt.
Wappen und Markt
Mit Entschließung der Regierung von Niederbayern vom 9. Juni 1971 bekam die Gemeinde ein eigenes Wappen. Der silberne Wellenbalken weist auf den Zusammenfluss von Regen und Teisnach hin. Das blaue Zahnrad erinnert an die Papierindustrie. Der Nadelbaum berücksichtigt die früher in diesem Gebiet betriebene Land-, vor allem aber Fortswirtschaft. Seit 1971 führt Teisnach die Bezeichnung Markt.
Verwaltungsgemeinschaft
Eine Folge der bayerischen Gemeindegebietsreform war die Gründung der Verwaltungsgemeinschaft Teisnach zusammen mit den Gemeinden Böbrach und Geiersthal zum 1. Mai 1978, die aber mit Wirkung vom 1. Januar 1980 wieder aufgehoben wurde.
Industriestandort
Heute ist Teisnach vor allem als Industriestandort bekannt. Die Papierfabrik Pfleiderer Spezialpapiere Teisnach beschäftigt 200 Mitarbeiter und produziert auf drei Papiermaschinen jährlich 35.000 Tonnen Spezialpapier. Die Fa. Rohde & Schwarz stellt in ihrem Teisnacher Werk eine breite Palette von Elektronikprodukten für den Investitionsgüterbereich her.
Politik
Bürgermeister
- 1. Bürgermeisterin ist Rita Röhrl (SPD). Sie ist seit 1990 im Amt.
- 2. Bürgermeister ist Markus Hauf (CSU).
- 3. Bürgermeister ist Alfons Altmann (Unabhängige).
Marktgemeinderat
Der Marktgemeinderat hat 16 Mitglieder (+ 1. Bürgermeisterin) und folgende Sitzverteilung:
- CSU: 7 Sitze
Horst Blüml, Markus Hauf, Georg König, Anneliese Kraus, Josef Niedermeier, Regina Pfeffer, Georg Wittmann - SPD: 6 Sitze (+ 1. Bürgermeisterin)
Gerhard Geiger, Josef König, Josef Kopp, Mariele Pfeffer, Dr. Christoph Raab, Christian Stadler - Freie Wählergemeinschaft (FWG): 2 Sitze
Karl Augustin, Gerhard Ebnet - Unabhängige: 1 Sitz
Alfons Altmann
Bildung und Erziehung
- Der Markt Teisnach kann sich seit 2009 Fachhochschul-Standort nennen. Der 3000-Einwohner-Markt ist Außenstelle der Fachhochschule Deggendorf und Standort des Technologiecampuses. Ausschlaggebend für die Entscheidung war das Angebot des Elektronik-Unternehmens Rohde & Schwarz, das ein Werk in Teisnach hat und für die FH-Außenstelle anfangs zwei und mittelfristig vier Stiftungslehrstühle beisteuern will. Mit diesem Angebot konnten die beiden weiteren FH-Bewerber aus dem Landkreis, die Städte Regen und Viechtach, nicht mithalten. Das Technologietransfer-Zentrum in Teisnach wurde im Oktober 2009 eröffnet. Der Freistaat finanziert mit rund fünf Millionen Euro die Ausstattung und das Personal für fünf Jahre, für die Räume und den Unterhalt ist die Kommune zuständig.
- Volksschule Teisnach (Grund- und Hauptschule)
- Kindergarten Teisnach
Vereine
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Literatur
- "Teisnach wird Fachhochschul-Standort", PNP-Artikel vom 29.10.2008, Seite 11
Weblinks
Achslach – Arnbruck – Bayerisch Eisenstein – Bischofsmais – Bodenmais – Böbrach – Drachselsried – Frauenau – Geiersthal – Gotteszell – Kirchberg im Wald – Kirchdorf im Wald – Kollnburg – Langdorf – Lindberg – Patersdorf – Prackenbach – Regen – Rinchnach – Ruhmannsfelden – Teisnach – Viechtach – Zachenberg – Zwiesel

