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Technologie Campus Teisnach

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Logo des Technologie Campus Teisnach

Der Technologie Campus Teisnach ist eine Außenstelle der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) in Teisnach mit dem Schwerpunkt Optische Technologien. Er wird von Prof. Dr. Rolf Rascher geleitet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vergabe und Bau

Im August 2009 standen das künftige Hochschulgebäude (links) und zwei Hallen des Gründercampus (rechts) bereits im Rohbau. (Foto: Albrecht)

Für den Bau des Technologiecampus als Außenstelle der THD gab es zunächst mehrere Bewerber: Regen, Viechtach, Zwiesel und den Teisnach. Bis Mitte Oktober 2008 hatten die Kandidaten die Möglichkeit, eine aussagekräftige Bewerbung zu erstellen und sie am 15. Oktober bei Präsident Prof. Dr. Peter Sperber in Deggendorf abzugeben. Dieser wertete daraufhin die vier Konzepte aus und schickte seine Favoriten nach München an Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel. Wie Sperber am 20. Oktober bekannt gab, waren nur Regen, Viechtach und Teisnach weiter.

Am 28. Oktober 2008 fiel dann die Entscheidung, dass Teisnach das Rennen macht. Daraufhin wurde im November die Optik Zentrum Bayern Teisnach GmbH (OZB) als 100-prozentige Tochterfirma des Marktes Teisnach gegründet und mit den Planungen begonnen. Die Pläne für die Campus-Gebäude wurden dann im Dezember dem Marktrat vorgestellt und einstimmig angenommen. Nach weiterer Planung und einer Bürgerversammlung im März 2009 begann im April 2009 der Bau auf dem 45.000 Quadratmeter großen ehemaligen Betriebsgelände des Betonwerks Wurschy am Ortsende von Teisnach. Für die Baudurchführung war die OZB verantwortlich.

Eröffnung und Finanzierung

Nach knapp sechs Monaten Bauzeit konnte das Zentrum am 10. Oktober 2009 mit einem Festakt vor rund 280 Gästen eröffnet werden, darunter etwa Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner sowie Landrat Heinz Wölfl. Teisnach war damit nach dem Technologie Campus Freyung die zweite Außenstelle der THD und ist im Oktober 2009 eingeweiht worden. Am 12. Oktober 2009 begannen die Forschungen am Campus, an dem mittlerweile 16 Mitarbeiter der THD beschäftigt waren.

Zunächst waren für den Bau des Technologie Campus Teisnach vier bis fünf Millionen Euro angedacht, der Bau kostete aber letzlich rund 13 Millionen Euro. Rund 12,5 Millionen Euro hatte der Markt Teisnach bis April 2010 über die OZB auf dem Campus investiert. Getragen wird der Campus von der THD, dem Markt Teisnach und der Firma Rohde & Schwarz, die den Campus durch Stiftungsprofessuren unterstützt.

Weitere Entwicklung

Gebäude des Technologie Campus Teisnach im Frühjahr 2010 (Foto: Albrecht)

Sechs Monate nach seiner Einweihung hatte der Campus die Erwartungen aller Beteiligten bereits weit übertroffen. Rund 20 Mitarbeiter waren inzwischen hier beschäftigt, die Forschung hatte ihren Betrieb aufgenommen, alle Labore waren mittlerweile vollständig ausgestattet. Daneben ist das Gebäude mittlerweile ein beliebter Veranstaltungsort: Zwei bis drei Seminare, Konferenzen und sonstige Events fanden pro Woche im Multimediasaal und den angrenzenden öffentlichen Räumen des Technologietransferzentrums statt. Nachdem die Studierenden vorher nur zu Einzelveranstaltungen nach Teisnach gekommen waren, finden seit dem Wintersemester 2010/2011 regelmäßig Seminare und Kurse am Campus statt.

2011 und 2012 wurde mit der Rodung des zukünftigen Gewerbegebiets Teisnach-Oed II, südwestlich des bisherigen Gewerbegebiets begonnen. 2013 wurde das Gebiet für die fünf interessierten Firmen erschlossen werden. Am 20. Juni 2012 wurde das Vorhaben aufgrund des Fundes einer 130 kg Splitterbombe aus dem Zweiten Weltkrieg vorerst blockiert. Nachdem das Gebiet fachmännisch durchsucht und keine Bomben mehr gefunden wurden, konnten die Wurzelarbeiten fortgesetzt werden.

Seit dem 8. November 2013 produziert die IMM Photonics GmbH in einem neu gebauten Werk am Technologie Campus Teisnach.

Konzept und Forschungsbereiche

Das Konzept des Campus basiert auf einer Verknüpfung von Forschung, Lehre und Wirtschaft. Dabei ermöglicht die Kooperation mit ortsansässigen HighTech-Unternehmen eine wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Ausbildung von Studenten der Fachrichtung physikalische Technik und Mechatronik mit Schwerpunkt Optik. Diese absolvieren ab März 2010 ihr letztes Studienjahr komplett im Technologietransferzentrum. Am Ortsrand von Teisnach sind dafür modernste Labors entstanden, die Forschung, Entwicklung und Lehre auf höchstem Niveau ermöglichen. Ziel der Regionalisierung ist es, die an der FH ausgebildeten Studenten in der Region zu halten und für sie hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen. Teil des Zentrums ist der Gründercampus, der die direkte Ausgründung von Firmen aus der Forschung und Entwicklung des Forschungscampus ermöglicht.

Im Zentrum sind drei Forschungsbereiche Fertigungstechnik Optik, Messtechnik Optik/Glas und Hochfrequenzelektronik angesiedelt.

Gründercampus

Beim Bau des Gründercampus am 2. Oktober 2009. (Foto: Schlamminger)

Der Gründercampus des Technologie Campus Teisnach besteht aus drei Hallen, die Platz für zukunftsorientierte Firmen bieten sollen. Dadurch sollen attraktive Arbeitsplätze geschaffen werden und Arbeitskräfte in den Bayerischen Wald geholt werden. Für viele Betriebe ist das Gründerzentrum die Chance, direkt neben der Hochschule in einem Pool an Unternehmen eine neue Heimat für ihre Firma zu finden, statt isoliert vor sich hin zu arbeiten. Zumal die im Gründercampus untergebrachten Firmen die Infrastruktur der FH-Außenstelle nutzen können, allen voran die Messgeräte, den Multimediasaal und die Seminarräume.

Vorteile der Ansiedlung in Teisnach sind die Chance auf Kooperationen mit anderen Unternehmen und die Akquise von Nachwuchskräften. Firmen und auch Studenten können so leichter Kontakte knüpfen und sich gegenseitig unterstützen.

Studentenwohnanlage

So sehen die Wohnblöcke des Studentenwohnheims nach den Plänen von Sepp Bielmeier aus.

Schräg gegenüber des Technologie Campus Teisnach wurde ab 2009 eine Studentenwohnanlage errichtet. Mit dem Bau des ersten von drei Wohnblöcken wurde Ende September 2009 begonnen. Der Häuserstrang hat insgesamt 18 Wohnungen. Das Wohnheim liegt an der Dr.-Rohde-Straße, direkt an der Einmündung in die Kreisstraße REG 18 (Kaikenrieder Straße) und in direkter Nachbarschaft zum Technologiecampus, auf der rund 2.400 Quadratmeter großen ehemaligen Denkwies.

Die einzelnen Wohnungen sind zwischen 20 und 26 Quadratmeter groß. Die größeren Appartements sind zweigeschossig. Unten befinden sich ein Wohnraum mit Kochnische und das Badezimmer mit Toilette, oben im Dachgeschoss existiert eine Schlafgalerie. Die kleinen Appartements bestehen aus einem Wohnschlafraum mit integrierter Kochnische und einem Badezimmer. Jede Wohnung ist voll möbliert und hat dank außenliegender Erschließung einen eigenen Eingang sowie Balkon oder Terrasse. Außerdem gibt es noch Gemeinschaftsräume, ein Fahrradkeller und ein Waschraum , die von allen Bewohnern genutzt werden können.

Die Wohnanlage besteht aus Energieeffizienzhäusern 55, die in Primärenergiebedarf und Wärmeverlust 55 Prozent der nach der gültigen Energieeinsparverordnung zulässigen Werte nicht übersteigen dürfen. Zum Bau wurden mit Perlit gefüllte Ziegel verwendet, in alle Wohnungen wurde eine Lüftungsanlage installiert, um Wärme rückzugewinnen. Geheizt wird mit Holzpellets, und an den Häuserfassaden sind Sonnenkollektoren angebracht, damit die Nebenkosten so gering wie möglich bleiben.

Rund 650.000 Euro investiert der Bauunternehmer Alexander Penzkofer pro Häuserblock. Die einzelnen Wohnungen will er verkaufen.

2011 wurden die Planungen für zwei weitere Wohnblocks verworfen. Stattdessen wurden auf dieser Wiese drei neue Bauplätze erschlossen.

Kontakt

Technische Hochschule Deggendorf
Technologie Campus Teisnach
Technologiecampus 1
94244 Teisnach

Telefon: +49 9923 8045-400
Telefax: +49 9923 8045-421

E-Mail: info.tc-teisnach@th-deg.de
Internet: www.th-deg.de/de/tc-teisnach

Literatur

Weitere Berichterstattung der PNP

Weblinks


Außenstellen der Technischen Hochschule Deggendorf

Cham, Freyung, Grafenau, Schloss Mariakirchen, Spiegelau, Teisnach

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