Stephansposching

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Stephansposching
Das Wappen von Stephansposching


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Höhe: 325 m
Fläche: 44,67 km²
Einwohner: 3.050 (30. Juni 2011)
Postleitzahl: 94569
Vorwahl: 09935
Kfz-Kennzeichen: DEG
Website: www.stephansposching.de
Erster Bürgermeister: Siegfried Ramsauer (CSU)

Stephansposching ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Gemeinde Stephansposching befindet sich am westlichen Rand des Landkreises Deggendorf. Nördlich und westlich grenzt der Landkreis Straubing-Bogen, südlich der Landkreis Dingolfing-Landau an das Gemeindegebiet an. Direkt an der Donau zwischen Regensburg und Passau gelegen ist das Erscheinungsbild der Umgebung durch die fruchtbare Ebene des Gäubodens geprägt. Im Norden trifft der Blick über die Donau auf das gegenüberliegende, durch eine Donaufähre verbundene Mariaposching sowie das Mittelgebirge des Bayerischen Waldes.

Luftaufnahme von Stephansposching
Das Rathaus von Stephansposching
Die Pfarrkirche St. Stephanus

Die Gemeinde umfasst 20 Ortsteile:

In Michaelsbuch befindet sich die Barockkirche "St. Michael", die in den Jahren 1727 bis 1732 unter der Leitung des Straubinger Baumeisters Jakob Ruesch errichtet wurde. Im 8. Jahrhundert wirkte in Michaelsbuch der selige Gamelbert, der um 766 das am anderen Donauufer liegende Kloster Metten mitbegründet hat.

Geschichte

Frühgeschichte und Besiedelung

Die Siedlung vom "Urdorf" in Stephansposching aus der 2. Hälfte des 6. Jahrtausends vor Christus gehört der ältesten bäuerlichen Kultur Mitteleuropas an, die nach der typischen Keramikverzierung Linienbandkeramik genannt wird. Es handelt sich um die umfangreichste Ausgrabung, die je in einer Siedlung der Linienbandkeramik Ostbayerns stattfand. Sie liefert uns den ältesten Nachweis sesshafter Bevölkerung im Kern von Stephansposching.

Name

Der Name Posching geht zurück auf Pasucho, der vom Herzog einen Hof als Lehen erhielt. Wahrscheinlich war die Hofstelle links der Donau und bildete mit den Siedlungen rechts der Donau lange Zeit eine Einheit. Pasucho und dessen Nachkommen, die Pasuchinger gaben also der Siedlung den Namen Pasuchingen. Im Jahre 790 wird Posching zum erstenmal im "Breviarium Urolfi" von Kloster Niederaltaich genannt. Wahrscheinlich im 10. Jahrhundert fällt der Poschinger Besitz an das Domstift zu Passau. Der neue Herr lässt eine Stephanskapelle bauen und gibt damit dem Posching rechts der Donau den endgültigen Namen: Stephansposching. Im Jahre 1216 ist Stephansposching in den Händen der Grafen von Bogen, die urkundlich bekennen, dass sie diesen Besitz vom Bischof von Passau als Lehen erhielten. Nach dem Aussterben der Grafen von Bogen im Jahre 1242 geht der Besitz über an die Herren von Degenberg. Der letzte Degenberger, Hans Sigmund zum Degenberg, Erbhofmeister und fürstlicher Rat, verstarb im Jahre 1602. Da er ohne Erben war, wurde die Hofmark Stephansposching zum Verkauf angeboten und vom bayerischen Landesherrn 1606 erworben. Sie war kurfürstliche Hofmark bis zur Neuorganisation Bayerns im 19. Jahrhundert.

Die politische Gemeinde

Die heutige Gemeinde Stephansposching wurde bei der Gebietsreform am 1. Mai 1978 aus den vormals selbständigen Gemeinden Michaelsbuch, Rottersdorf und Stephansposching neu gebildet und führt seit 1982 auch ein eigenes Gemeindewappen.

Gemeindewappen

Die dreizipfelige Mütze stammt aus dem Wappen der Degenberger und erinnert daran, dass dieses altbayerische Adelsgeschlecht seit dem 14. Jahrhundert die auf Gemeindegebiet gelegenen Hofmarken Stephansposching und Uttenhofen besaß, wobei sich die Degenberger die Niedernburger Hofmark Uttenhofen Mitte des 16. Jahrhunderts gewaltsam einverleibt hatten. Nach dem Aussterben der Degenberger 1602 wurden die Hofmarken 1606 vom bayerischen Herzogshaus erworben; die Kloster Niedernburger Hofmarksrechte blieben auf die Grundherrschaft reduziert. Stephansposching wurde Sitz eines landesherrlichen Kastenamts. Die Kornähre stellt einen Bezug zur geografischen Lage der Gemeinde im fruchtbaren Gäuboden her. Der dreiblättrige Buchenzweig symbolisiert als redendes Bild für den Ort Michaelsbuch zugleich stellvertretend die drei ehemals selbstständigen Gemeinden Michaelsbuch, Steinkirchen (1971 zu Michaelsbuch) und Rottersdorf, die im Zuge der Gebietsreform 1978 in der Gemeinde Stephansposching aufgingen.

Politik

Bürgermeister

Gemeinderat

Der Gemeinderat (16 Sitze + 1. Bürgermeister) setzt sich wie folgt zusammen:

Sehenswürdigkeiten

Bildung und Erziehung

Vereine

Weblinks


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Wappen Landkreis Deggendorf.png

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