Stadtgalerie Passau
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Die Stadtgalerie Passau ist ein großes Einkaufszentrum im Zentrum der Dreiflüssestadt. Das 130 Millionen Euro teure Objekt der ECE Projektmanagement GmbH aus Hamburg ist Teil der sogenannten „Passauer Neuen Mitte“ und befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadtturm und zum ZOB. Die Stadtgalerie beherbergt 90 Mieter und wurde am 10. September 2008 nach einer Bauzeit von 23 Monaten feierlich eröffnet.
Center-Managerin ist Tanja Popp.
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Daten & Fakten
Die Stadtgalerie Passau ist ein 21.000 m³ großes Gebäude. Es beherbergt 90 Geschäfte auf drei Ebenen und schafft rund 700 neue Arbeitsplätzen und 70 Ausbildungsplätze. Diese Zahl beruht aber nur auf Erfahrungswerten und Schätzungen; genau erfasst wurde die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze nicht. In ihrem Einzugsgebiet (man geht von einem Radius von 50 km aus) leben rund 400.000 Einwohner. Er reicht bis Deggendorf, Pfarrkirchen, Breitenberg und sogar fast bis Eferding in Österreich. Das ECE-Centermanagement will vor allem auch den Einkaufsstädten Regensburg und Linz Konkurrenz machen und auch dort für Passau werben.
Die Mieteinheiten der Stadtgalerie umfassen zwischen 18 m² und 3.600 m², größter Mieter ist der Elektromarkt Saturn. Für Tageslicht im Inneren der Stadtgalerie sorgt neben zwei kleineren auch eine große, rund 100 Meter lange Glaskuppel. Die Stadtgalerie verfügt auch über ein eigenes Parkhaus mit 500 Stellplätzen.
Die Stadtgalerie Passau ist das 98. Einkaufszentrum des 1965 von Versandhaus-Pionier Werner Otto gegründeten ECE-Konzerns, der (eigenen Angaben zufolge) europäischer Marktführer auf dem Gebiet innerstädtischer Shopping-Center ist.
Zur großen Eröffnungsfeier am Abend des 9. Septembers 2008 kamen 850 geladene Gäste. Darunter waren unter anderem auch die drei am Projekt beteiligten Passauer Oberbürgermeister Willi Schmöller, Albert Zankl und Jürgen Dupper. Der ebenfalls anwesende ECE-Chef Alexander Otto versprach, man „[wolle] ein Bestandteil von Passau werden.“ (Zitat: PNP) und bekräftigte damit die bereits zu einem früheren Zeitpunkt getroffene Aussage, dass das ECE nicht als Fremder, sondern gerne als Nachbar gesehen werden würde. Gleichzeitig spendete man 15.000 Euro an die Caritas-Förderstätte St. Severin, an die Lebenshilfe Passau und an das Lukas-Kern-Kinderheim.
Die offizielle Eröffnung fand dann am nächsten Morgen, am 10. September, statt. Oberbürgermeister Jürgen Dupper schnitt dabei symbolisch ein rotes Band in der Mitte durch. An den ersten Tagen kamen jeweils an die 50.000 Besucher in das Einkaufszentrum. Das allseits erwartete Verkehrschaos blieb dabei aus, alles lief problemlos. Nach der Eröffnungszeit werden 20.000 bis 30.000 Kunden täglich erwartet.
Entstehung
Der Spatenstich der Stadtgalerie war am 26. Oktober 2006, die Grundsteinlegung erfolgte am 20. April 2007. Das Richtfest wurde am 11. Oktober 2007 mit zahlreichen Festgästen begangen. Den Richtspruch übernahm Oberpolier Heinz-Erhard Gonther von der Bilfinger Berger AG, den kirchlichen Segen sprachen Domkapitular Helmut Reiner und Dekan Dieter Martin.
Der Bau des 130 Millionen Euro teuren Shoppingcenters war laut dem ehemaligen Oberbürgermeister Albert Zankl das „größte Bauvorhaben seit dem Dombau“ in Passau.
Siehe Hauptartikel: Stadtgalerie Passau (Bauarbeiten)
Auswirkungen auf das Umfeld
Laut ECE-Centermanagement gibt es im Passauer Neumarkt elf Leerstände. Stephan Kugel: „Im Vergleich zu anderen Städten ist das wenig. Der Einzelhandel macht wegen der Konsumflaute eine harte Zeit mit. Wir wollen frische, zusätzliche Kaufkraft in die Stadt bringen.“ ECE weist darauf hin, dass viele Interessenten erst durch die Eröffnung eines Shopping-Centers auf den Marktplatz Passau aufmerksam geworden sind.
Architekten betrachten die Galerie
Am 9. Oktober machten Mitglieder der Bayerischen Architektenkammer eine Exkursion, bei der 30 Fachleute in der Passauer Neuen Mitte Station die Architektur der ECE-Stadtgalerie begutachteten. Gewöhnungsbedürftig. Das war übereinstimmend der erste Eindruck der Gruppe.
Die Architekten bestätigten aber das, was auch Investor ECE immer wieder betont hatte: Man hat sich bei der Fassadengestaltung des großen Komplexes viele Gedanken gemacht. Das Bemühen sei erkennbar, lobte die Gruppe – geglückt aber fanden es die wenigsten. „Die Eingangsecke neben dem historischen Haus ist respektlos, da hat man hingeklotzt“, war der Eindruck von Alois Juraschek, Architekt im Chiemgau. Ihn störte auch, dass die Fassade kaum Schaufenster und Eingänge hat. „Shoppingcenter sollten sich nicht so introvertiert geben, sondern sich mit der Stadt um sie herum beschäftigen und ihr etwas zurückgeben“, meinte er.
Positiv am Passauer Projekt ist aber zumindest, dass es im fußläufigen Bereich liegt und nicht am Stadtrand. Bedauert wurde, dass sowohl beim Stadtturm als auch bei der Galerie die Fassaden in einem Material gearbeitet sind, die in der historisch gewachsenen Stadt fremd sind.
Was gibt’s in der Stadtgalerie?
Laut Centermanagement sind (zum Zeitpunkt der Eröffnung der Stadtgalerie) von den 90 Shops 75 Prozent erstmals in Passau vertreten. 35 Prozent sind regionale und lokale Einzelhändler bzw. ortsansässige Franchisenehmer. 54,8 Prozent bieten Bekleidung an, 25,2 Hartware (wie Saturn), 9,1 Prozent Gesundheit, 4,9 Gastronomie, 2,7 Lebensmittel und 1,2 Prozent Dienstleistungen.
Öffnungszeiten
Die Rahmenöffnungszeiten der Stadtgalerie Passau sind Montag bis Samstag von 09:30 Uhr bis 20:00 Uhr. Die Ladenstraße in der Galerie sowie das eigene Parkhaus haben Montag bis Samstag von 08:30 bis 20:30 Uhr geöffnet.
Die individuellen Öffnungszeiten der einzelnen Geschäfte, insbesondere der Gastronomiebetriebe, können jedoch zum Teil abweichen.
Galerie
Kontakt
Stadtgalerie Passau
Centermanagement
Bahnhofstraße 1
94032 Passau
Telefon: 0851/851797-0
Fax: 0851/851797-99
E-Mail: info@ece.de
Internet: www.stadtgalerie-passau.de
Literatur
- Franz Danninger: Die Stadtgalerie öffnet am 10. September. In: Passauer Neue Presse vom 26. April 2008 (S. 47)
- Helmuth Rücker: Neu und Alt finden zusammen. In: Passauer Neue Presse vom 10. Juli 2008 (S. 37)
- Christian Karl: 83 Stadtgalerie-Mieter tauchen auf geheimer Liste auf. In: Passauer Neue Presse vom 19. Juli 2008 (S. 43)
- Christian Karl: Viele ECE-Mieter fahren zweigleisig. In: Passauer Neue Presse vom 22. Juli 2008 (S. 33)
- Thomas Seider: Das Raumschiff ist gelandet. In: Passauer Neue Presse vom 6. September 2008 (S. 42)
- Roland Holzapfel: Einkaufstempel wirbt um 400 000 Kunden. In: Passauer Neue Presse vom 9. September 2008 (S. 10)
- Helmuth Rücker: Stadtgalerie rechnet mit 50 000 Besuchern. In: Passauer Neue Presse vom 9. September 2008 (S. 31)
- Anonymus: Endlich ist es soweit: Die Stadtgalerie macht auf! In: Passauer Woche vom 10. September 2008 (S. 9)
- Helmuth Rücker: Ein neues Einkaufszeitalter bricht an. In: Passauer Neue Presse vom 10. September 2008 (S. 10)
- Helmuth Rücker: Stadtgalerie wird zum Magneten. In: Passauer Neue Presse vom 10. September 2008 (S. 33)
- Helmuth Rücker: Neue Ära für Ostbayerns Einkaufswelt. In: Passauer Neue Presse vom 10. September 2008 (S. 35)
- Helmuth Rücker: Stadtgalerie wird zum Magneten. In: Passauer Neue Presse vom 10. September 2008 (S. 33)
- Helmuth Rücker: Ein neues Einkaufszeitalter bricht an. In: Passauer Neue Presse vom 10. September 2008 (S. 35)
- Helmuth Rücker: 50 000 Besucher in neuer Passauer Einkaufswelt. In: Passauer Neue Presse vom 11. September 2008 (S. 1)
- Helmuth Rücker, Thomas Seider: 50 000 Besucher – und es klappte alles. In: Passauer Neue Presse vom 11. September 2008 (S. 35)
- Thomas Seider: Neue Erlebniswelt Stadtgalerie. In: Passauer Neue Presse vom 11. September 2008 (S. 37)
- Katharina Ritzer: Auch für Architekten gewöhnungsbedürftig. In: Passauer Neue Presse vom 11. Oktober 2008 (S. 46)



