Simbach
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| Simbach
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| Basisdaten
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| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern |
| Landkreis: | Dingolfing-Landau |
| Höhe: | 440 m |
| Fläche: | 51,23 km² |
| Einwohner: | 3.583 (30. Juni 2011) |
| Postleitzahl: | 94436 |
| Vorwahl: | 09954 |
| Kfz-Kennzeichen: | DGF |
| Website: | www.markt-simbach.de |
| Erster Bürgermeister: | Herbert Sporrer (CSU) |
Simbach ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau und nicht zu verwechseln mit der Stadt Simbach am Inn im Landkreis Rottal-Inn.
Inhaltsverzeichnis |
Lage
Der Markt Simbach liegt inmitten des tertiären niederbayerischen Hügellandes. Durch die gute Verkehrsanbindung mit der B 20 und der A 92 sind alle größeren Städte schnell zu erreichen.
Ortsteile
Ortsteile sind Aigen, Amberg, Asang, Bach, Bachlberg, Berg, Bergstorf, Berngraben, Biberg, Bichl, Bindermann, Binderöd, Blösham, Böckel, Bocköd, Breitenhub, Büchel, Buchöd, Eben, Eckelsberg, Edenreich, Engerthal, Etzschneid, Falterhaid, Fischhaus, Fleischöd, Fränkendorf, Fuchsberg, Gänsberg, Gartner, Gmeinbauer, Göppel, Griesen, Grillenberg, Großwalln, Grüben, Grünöd, Guggenberg, Gütlberg, Haag, Haag b.Ruhstorf, Hainbuch, Hanslhub, Hasenöd, Hasenpoint, Haslach, Haunersdorf, Hinteramberg, Hintereich, Hochholzen, Höfen, Hofstetten, Höherskirchen, Höllerthal, Hollmannsöd, Holzhausen, Holzmann, Johannszell, Kainzhub, Kaisersberg, Kerschbaum, Kerschberg, Kerschl, Kleinwalln, Kopoltsöd, Kruckenhub, Küchl, Kugl, Langgraben, Lehen, Lindach, Mangolsöd, Marienthal, Matzöd, Mehnberg, Mitterschabing, Mooshaus, Narnham, Nattersdorf, Neuhäuseln, Niedereck, Niederlehen, Nußbaum, Obereck, Oberengbach, Oberfeichten, Oberhaarland, Oberhaid, Oberkager, Oberlucken, Oberschabing, Schneewinkel, Öd, Pirka, Pischelsdorf, Pramet, Rabenberg, Rahstorf, Rehmbach, Reichenöd, Ruhstorf, Salehen, Sand, Sandberg, Sankt Antoni, Schaitl, Scharloh, Scheuwimm, Schillingsfürst, Schlapping, Schmalzthal, Schnarrn, Schoberöd, Schöllach, Schwarzenberg, Simbach, Solleck, Spirkenthal, Stadl, Starzenberg, Steresöd, Stifting, Straß, Straßhaus, Straßweb, Taubenberg, Thal, Thannhackl, Unterfeichten, Unterhaarland, Unterhaid, Unterkollbach, Unterkuglöd, Untermadl, Unterschabing, Unterschneewinkel, Vöglsberg, Vordereich, Wannersberg, Weißenöd, Widhalm, Wildeneck, Wintersberg und Zollöd.
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 806 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Erhebung zum Markt dürfte wahrscheinlich im 13. Jahrhundert erfolgt sein. Der Ortsname geht wohl aus der Tatsache hervor, dass im weiteren Umfeld von Simbach sieben Bäche zusammenfließen. Diese Deutung stammt von Vikar Biersack, einem Chronisten des 19. Jahrhunderts, der sich jedoch einer weiteren Version gegenüber sah, nach der sich der Ortsname von dem germanischen Wort „Sunninpach“ (Sonnenbach) ableitet. Für die erste Erklärung spricht das tatsächliche Vorhandensein der sieben Bäche (Simbach, Schmalzthaler Bach, Narnhamer Bach, Kerschlbach, Braunerbach, Griesmeier Bach, Schnarrner Bach) und deren symbolische Abbildung auf dem Gemeindewappen. Des weiteren enthält das Wappen einen gelben Stern auf schwarzem Grund, möglicherweise das alte Ortszeichen, und die weiß-blauen bayerischen Rauten.
Die Bewohner von Simbach hatten ihre schwerste Zeit im 17. Jahrhundert. Mitten im 30-jährigen Krieg, um 1634, brach die Pest aus und ließ kaum Überlebende zurück. Kurze Zeit später, im Jahre 1658, brannte der Ort bis auf die Grundmauern nieder. Nur drei Gebäude überstanden das Feuer, darunter die Kirche und das Rathaus. Zum Glück ließen sich die Simbacher vom Schicksal nicht entmutigen, und so war der Ort bereits 10 Jahre später wieder in seiner ursprünglichen Größe aufgebaut.
Simbach heute
Heute ist Simbach als Kleinzentrum eingestuft und besitzt eine moderne Grund- und Hauptschule mit Turnhalle, einen Kindergarten, ein Schwimmbad und verschiedene sportliche Anlagen. Die vorwiegend landwirtschaftlich geprägte Umgebung kann mit zahlreichen Wanderwegen aufwarten. Nach der Gebietsreform von 1972 gehören nun auch so idyllisch gelegene Ortschaften wie Ruhstorf, Haunersdorf, Höherskirchen, Pischelsdorf, Fränkendorf und Langgraben zum Gemeindegebiet. Mit rund 60 Vereinen und Einrichtungen - z.B. Fußballplätze, Tennisplätze, Schießstand, Eisstockbahnen oder Spielmannszug - weist Simbach auch ein reges gesellschaftliches Leben auf.
Wappen
Herzog Albrecht V. von Bayern hat dem Markt mit Wappenbrief vom 10. Dezember 1572 das Marktwappen verliehen.
Siehe Hauptartikel: Wappen (Simbach)
Politik
Bürgermeister
- Bei der Kommunalwahl 2008 wurde Herbert Sporrer (CSU) mit 50,2 % der abgegebenen Stimmen zum 1. Bürgermeister gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 74 %.
- 2. Bürgermeister ist Anton Sporrer (Freie WG Langgraben).
Marktgemeinderat
Der Marktgemeinderat umfasst 16 Sitze (+ 1. Bürgermeister) und setzt sich wie folgt zusammen:
- CSU/JB (4 Sitze + 1. Bürgermeister): Johannes Pichlmayr, Richard Kotlarski, Georg Grad, Christoph Henzel
- SPD/FBL (2 Sitze): Manfred Baier, Markus Heiß
- FWG (3 Sitze): Alois Schrögmeier, Anneliese Biberger, Markus Wenninger
- FWG/La (2 Sitze): Anton Sporrer, Alois Fink
- CWG (2 Sitze): Ludwig Wührer, Johann Salzberger
- AWG (2 Sitze): Richard Aigner, Hermann Klarhauser
- FWV (1 Sitz): Georg Erhardsberger
Tourismus
Simbach hat sich mit weiteren 14 Nachbargemeinden (Stand 2009) zu XperBike zusammengeschlossen. Dieser Zusammenschluss hat das Ziel die Radel-Region auch über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt zu machen. Die wichtigste Veranstaltung ist hierbei die jährlich stattfindende XperBike Sternfahrt, die 2009 von Simbach ausgerichtet wurde.
Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche St. Bartholomäus
Die Pfarrkirche prägt das Ortsbild von Simbach. Der außergewöhnliche Platz, die Lage am Berg, fand schon viele Bewunderer. Nach bisherigen Unterlagen wurde 1496 die spätgotische Kirche zu Ehren des hl. Apostels Bartholomäus erbaut; ein alter Stich von Michael Wening zeigt dieses alte Gotteshaus. Im Jahre 1736, also 240 Jahre später, erfolgte die barocke Erweiterung und nach weiteren 240 Jahren folgte der Bau der neuen Pfarrkirche von 1970 bis 1975. Die Pläne des Siebeneck mit Zeltdach entwickelte Arch. Dr. E. Schleich, München. Beide Baukörper, d.h. der barocke und der moderne, werden durch den alten Kirchturm getrennt und zugleich verbunden.
Sebastianikapelle
Erwähnenswert ist die Kapelle des hl. Sebastian am oberen Marktplatz; eine Erinnerung an die Pestzeit. Bereits 1714 läßt sich eine Kapelle durch Urkunden nachweisen. Der neu-romanische Ziegelbau aus dem Jahre 1851 wurde im Jahre 1990 durch den Markt Simbach restauriert. In ununterbrochener Tradition dient die Kapelle auch heute dem gläubigen Gebet und der Verehrung des hl. Märtyrers.
Filialkirche St. Martinus Höherskirchen
Eine besondere Kostbarkeit ist die Filialkirche St. Martinus in Höherskirchen, wahrscheinlich im späten 13. Jahrhundert als Eigenkirche eines Grundherrn erbaut und direkt auf der Grenzlinie der Diözesen Passau-Regensburg. Die letzte Restaurierung von 1987/1988 brachte einige Sensationen ans Tageslicht. Man dokumentierte für das Bayer. Landesamt für Denkmalpflege die romanische und gotische Bausubstanz, die Fenster und Fresken.
Wirtschaft
Simbach zeichnet sich durch eine Vielzahl kleinerer und mittlerer Gewerbebetriebe aus. Die Nähe zu den Mittelzentren Niederbayerns und die Lage unmittelbar an der B 20 und nur 15 km von der Autobahn A 92 entfernt machen Simbach als Gewerbestandort interessant.
Gewerbestandorte
- Gewerbegebiet Falterhaid
- Bahnhofsgelände Simbach
- Bahnhofsgelände Haunersdorf
- Weißerdeweg Ruhstorf (Gewerbe mit Wohnen)
Bildung und Erziehung
- Volksschule Simbach (Grundschule)
- Volkshochschule (VHS) Simbach
- Kindergarten St. Sebastian
Vereine
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Literatur
Mitte der 1990er Jahre hatte der Förderverein eine Fotoausstellung zum Thema „Alt-Simbach“ organisiert. In den Folgejahren tauchte immer wieder mal der Gedanke auf, diese Bilder in einem Buch zusammenzufassen. Dies machte sich Helmut Pöschl zum Ziel. 1998 erschien die erste Auflage, in einer Höhe von 1000 Stück, die binnen eines Jahres restlos vergriffen war. Zehn Jahre nach der ersten Ausgabe wurde das Buch wieder aufgelegt.
Kultur
- Der Autor und Hobby-Historiker Karl Kieslich lebt in Simbach und betrieb das Bauernmuseum Malgersdorf-Heilmfurt.
Brauchtum
- In Simbach war es üblich, in der Faschingszeit eine Faschingshochzeit abzuhalten. Dabei handelt es sich natürlich nicht um eine echte Eheschließung, sondern um ein Schauspiel mit vertauschten Rollen.
Persönlichkeiten
- Marianne Mumhofer (* 1920) war die erste Faschingsprinzessin des Marktes Simbach.
Literatur
- PNP: Bildergeschichten von Simbach und Umgebung. In Passauer Neue Presse vom 23. November 2009 (S. 29)
Dingolfing – Eichendorf – Frontenhausen – Gottfrieding – Landau an der Isar – Loiching – Mamming – Marklkofen – Mengkofen – Moosthenning – Niederviehbach – Pilsting – Reisbach – Simbach – Wallersdorf

