Siemens-Areal (Passau)

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Blick auf das Hauptgebäude des ehemaligen Siemens-Werks in Passau. (Foto: Jäger)

Als sogenanntes Siemens-Areal wird in Passau die Fläche des einstigen Siemens-Werks an der Schaldinger Straße im Stadtteil Heining bezeichnet. Es ist ein umzäuntes Gelände mit rund 67.000 Quadratmetern Gesamtfläche und 13.000 Quadratmetern Büro- und Hallenflächen.

Geschichte

Zum Jahresende 2003 waren in dem 1972 eröffneten Siemens-Werk – seinerzeit einer von Passaus größten Arbeitgebern, der zu Hochzeiten bis zu 900 Mitarbeiter beschäftigte – die Lichter ausgegangen. Von der Schließung waren 230 Arbeiter und Angestellte betroffen. Seitdem lagen das Areal und große Betriebsgebäude sowie rund 200 befestigte Parkplätze brach. Zunächst versuchte Siemens selbst, das gesamte Projekt einer neuen Verwendung zuzuführen. Später bot ein Passauer Unternehmensberater das Projekt als Ganzes für rund 3,5 Millionen Euro an. Zuletzt kümmerte sich die Münchner Immobilien-Gruppe „Hubert Haupt“, die vor fünf Jahren 13 frühere Siemens-Werke in ganz Deutschland erworben hatte, um die Vermarktung.

Gegen Ende 2012 wurde das 67.000 Quadratmeter umfassende Gelände mit seinen rund 13.000 Quadratmetern an Büro- und Hallenflächen dann von der Deggendorfer Investoren-Firma Alkainvest erworben, die dort Wohn- und Gewerbebauten neu planen lassen wollte. Zum Kaufpreis äußerte sich das Unternehmen nicht. Bereits im Frühjahr 2013 bot Alkainvest das Gelände zum Weiterverkauf an, um etwa eine Erschließung der Freiflächen für Wohnbebauung zu ermöglichen. Später wurde aber auch eine eigene Entwicklung nicht mehr ausgeschlossen; zunächst stehe jedoch die Sanierung, Vermietung und Neubelebung des Gebäudes im Vordergrund. Alkainvest investierte in der Folge 3,5 Millionen Euro in die Sanierung der bestehenden Büro- und Hallenflächen. Im Sommer 2013 wurde zunächst eine aufwendige und in der Stadt einzigartige 1,2 Millionen Euro teure Photovoltaik-Anlage auf dem Dach angebracht, die fortan viele Bereiche auf dem Siemens-Areal mit Strom versorgen kann. In der Folge sollten die vielen Büros auf modernsten Standard gebracht owie die Eingangsfassade modernisiert und neue Fenster eingebaut werden.

Im September 2013 konnte schließlich der erste größere Mietvertrag fixiert werden: Das Unternehmen Babalu-Funpark mietet rund 2.200 Quadratmeter an und eröffnete hier zum 11. April 2014 seinen dritten großen Indoor-Spielplatz.

Literatur

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