Siegfried Zimmerschied

Aus RegioWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Sigi Zimmerschied. (Foto: PNP)
Sigi Zimmerschied (li.) und Maximillian Brückner. (Foto: Köhler)
„Portrait“ von Sigi Zimmerschied an der Wand seines Hauses in Passau.

Siegfried „Sigi“ Zimmerschied (* 7. Oktober 1953 in Passau) ist ein aus Passau stammender Kabarettist. Bekannt ist er vor allem in Bayern und Österreich mit seinen Soloprogrammen. Seinen künstlerischen Ursprung hat er im Scharfrichterhaus Passau. Er zeichnet sich durch seinen – immer parteiübergreifenden und unideologischen – Humor aus, der mal pointiert geistreich, mal derb und ätzend daherkommt. Zudem besitzt er ein seltenes stimmenimitatorisches Talent und eine bemerkenswerte Mimik.

2008 tourte er mit seinem elften Soloprogramm „Hirnrisse“ durch Bayern.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

1975 gründete Siegfried Zimmerschied zusammen mit Bruno Jonas die Passauer Kabarettgruppe „Die Verhohnepeopler“, 1976 startete er sein erstes Soloprogramm „Zwischenmenschen“, dem weitere Soloprogramme folgten. Auch in Filmen wirkte er mit, darunter 1982 „Peppermint Frieden“ von Marianne Rosenbaum, mit Peter Fonda in der Hauptrolle. 1983 und 1986 drehet er unter der Regie von Josef Rödl die Filme „Grenzenlos“ und „der wilde Clown“, 1989 spielte er in „Himmelsheim“ von Manfred Stelzer. Seine künstlerische Vielseitigkeit bewies er 1992, als er das Projekt „Schartl“ startete, einen frei finanzierten Spielfilm, in dessen Produktion er als Autor, Darsteller, Regisseur, Komponist und Produzent wirkte.

Im Kinofilm „Räuber Kneißl“, der 2008 von Marcus H. Rosenberger verfilmt wurde, spielte Zimmerschied die Rolle des intriganten „Flecklbauers“. Ebenfalls 2008 wrikte er im Film „Die Perlmutterfarbe“ von Marcus H. Rosenmüller mit, hier spielt er einen Konditor.

In dem Film „Das Monster ist tot“ spielt Siegfried Zimmerschied den Verräter des Helden. Der Held ist ein Räuber, es wird aber so dargestellt als wäre er durch die äußeren Umstände dazu gezwungen worden ein Bösewicht zu werden. Aus diesem Grund übt Siegfried zimmerschied auch sanfte Kritik am Regisseur wie in seinem Zitat über den Räuber Kneißl deutlich wird: „Das ist die Subjektive Meinung des Regisseurs, man hätte ihn auch viel zerissener und psychopathischer zeigen können.“

Im Tatort „Häschen in der Grube“, der am 23. November 2008 beim ARD gesendet wurde, spielte Zimmerschied an der Seite von Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec als ermittelnde Kommissare einen Pförtner, der mit einer trauernden Familie mitfühlt. Er ist einer, der alles beobachtet und viel weiß.

Am 12. Oktober 2008 erhielt Zimmerschied den erstmals verliehenen Preis des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA). Ausgezeichnet werden Personen, „die sich in herausragender Weise um Weltanschauungsfreiheit, Selbstbestimmung und Toleranz, Trennung von Staat und Kirche, Förderung vernunftgeleiteten Denkens sowie Aufklärung über Wesen, Funktion, Strukturen und Herrschaftsansprüche...“ verdient gemacht haben. Am 22. November des Jahres erhielt er außerdem den renommierten und mit 10.000 Euro dotierten Friedrich-Baur-Preis für darstellende Kunst – als erster Kabarettist überhaupt.

Am 12. Januar 2010 stellte er in München sein neues Programm "Lachdichter" vor, was aus Texten seiner gesammelten Fernseh-Manuskripten besteht, die alle abgelehnt wurden.

Publikationen

Werke

Programme auf CD

Auszeichnungen

Literatur

Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Wörterbuch
Regionalportale
Werkzeuge