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Sebastian Leicht

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Stadtpark Freudenhain von 1946 von Sebastian Leicht.

Sebastian Leicht (* 10. August 1908 in Batschki-Brestovatz/Backi Brestovac, Serbien; † 7. Januar 2002 in Passau) gehört zu den Passauer Malern, die lange Zeit im Kunstverein Passau tätig waren. Er ist außerdem einer der bedeutendsten Bild-Chronisten der Donauschwaben. Eine Retrospektive zum 100. Geburtstag wurde 2008 in der Passauer St.-Anna-Kapelle gezeigt.

Der Künstler und die Retrospektive

Ausgebildet an den Kunsthochschulen in Budapest und Belgrad erhielt er bereits 1938 den „Sveti-Sava“-Orden des jugoslawischen Königs für kulturelle Verdienste und Völkerverständigung.

Sebastian Leicht war ein äußert vielseitiger Künstler. Nach den Kriegswirren fand der Künstler ein neues Zuhause in Passau – und war auch hier schnell als Maler erfolgreich. Bis zuletzt verstand er sich als figürlicher Maler, auch wenn er mit abstrakter Malerei in späten Jahren kokettierte. 1971 bekam er den Kulturpreis der Donauschwaben des Landes Baden-Württemberg und 1983 den Georg-Dehio-Preis.

Die Ausstellung zeigt, dass er ein Zeichner altmeisterlicher Manier war, deutlich zu erkennen in seinen Tusche-Kohle-Zeichnungen. Seinen eigenen Stil entwickelte er aber bei seinen lavierten Tuschearbeiten. Eine Fülle von Stadt- und Landschaftsmotiven aus Passau, der Region und dem Bayerischen Wald sind in dieser Technik zu sehen. Leicht arbeitet dabei das Charakteristische heraus, lässt Beiläufiges oder Hässliches weg.

Stadtgeschichte erzählen auch die zahlreichen Ölgemälde, zum Beispiel über die noch nicht sanierte Ilzstadt, über den urwüchsigen Freudenhainer Park, die Grünaustraße oder auch die Fußgängerzone. Die Porträts unter anderem über den langjährigen Passauer Oberbürgermeister Dr. Emil Brichta weisen Sebastian Leicht als genauen Beobachter aus.

Auch religiöse Motive beschäftigen Sebastian Leicht (besonders ausdrucksstark: ein auf Zeitungspapier lavierter Gekreuzigter) und sogar Politik findet Eingang in sein Werk, das gegen Gewalt protestiert – mit einem Kopf von Khomeini.

Siehe auch

Literatur

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