Ruhstorf an der Rott
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| Ruhstorf an der Rott
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| Basisdaten
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| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern |
| Landkreis: | Passau |
| Höhe: | 319 m |
| Fläche: | 51,39 km² |
| Einwohner: | 7.038 (30. Juni 2011) |
| Postleitzahl: | 94099 |
| Vorwahl: | 08531 |
| Kfz-Kennzeichen: | PA |
| Website: | www.ruhstorf.de |
| Erster Bürgermeister: | Erich Hallhuber (SPD) |
Ruhstorf an der Rott ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Passau.
Inhaltsverzeichnis |
Lage
Der Markt liegt im unteren Rottal, am Rand des Niederbayerisches Bäderdreiecks. Zur Grenze nach Österreich sind es 10 Kilometer. Nachbargemeinden sind Pocking, Tettenweis, Bad Griesbach im Rottal, Fürstenzell und Neuhaus am Inn.
Ruhstorf an der Rott liegt verkehrsgünstig an der B 388 sowie in unmittelbarer Nähe zur B 12 und zur Bundesautobahn 3 (Ausfahrt Pocking). Nach Passau sind es 22 km, nach Schärding (Oberösterreich) 10 km, nach Simbach am Inn 25 km, nach Pfarrkirchen 20 km und nach Vilshofen an der Donau 30 km. Der Ort besitzt einen eigenen Bahnhof an der Bahnlinie von Passau nach Mühldorf am Inn.
Ortsteile
Der Markt gliedert sich in folgende Ortsteile: Anger, Asenham, Au, Barhof, Basendobl, Berg, Berging, Buch, Buchet, Dobl, Eden, Eglsee, Eholfing, Eiching, Erbersdobl, Essenbach, Euling, Feiln, Frimhöring, Gänshall, Grund, Hader, Hausmanning, Heigerding, Heigerting, Heinrichsdobl, Henning, Hindlau, Hochhaus, Höhenmühle, Holzhäuser, Holzöd, Hörgertsham, Hotting, Hötzling, Humpertsau, Hütting, Kapsreit, Kleeberg, Kohlpoint, Kroneck, Krottenberg, Kühweid, Liegharting, Maierhof, Mitterdorf, Neudöbl, Niederhofen, Niederreith, Oberreith, Piesting, Pillham, Reiserfeld, Reschau, Rosenberg, Rottersham, Rotthof, Ruhstorf a.d.Rott, Schenkendobl, Schindelwöhr, Schmidham, Sicking, Steindorf, Steinwies, Stockland, Sulzbach am Inn, Trostling, Vorreith, Wehrhäuser, Winkl und Zeintlmühl.
Geschichte
Der im Jahre 1170 zum ersten Mal urkundlich erwähnte Ort war am Anfang seiner Geschichte im Besitz der Benediktinerabtei Vornbach. 1611 wurde Ruhstorf, das vorher Filialkirche von Sulzbach am Inn war, zur selbständigen Pfarrei erhoben. Zu dieser Zeit gab es am Ort schon einen Edelsitz mit Schloss. Dieses wurde im Laufe des Dreißigjährigen Krieges 1648 von den Schweden zerstört. Rings um Ruhstorf waren, teilweise wesentlich früher, selbständige Adelssitze entstanden. Die Existenz von Pillham, Kleeberg und Rotthof ist in alten Urkunden belegt. Rotthof war schon zu Zeit der Römer besiedelt. Über Jahrhunderte dominierte in Ruhstorf die Landwirtschaft. Bauernhöfe und damit wirtschaftlich verbundene Handwerksbetriebe prägten das Ortsbild.
Erst mit der Eröffnung der Rottalbahn am 1. September 1877 begann in Ruhstorf eine neue Ära. In diese Zeit fielen die Geburtsstunden der Industriebetriebe Hatz und Loher, deren Erzeugnisse (Diesel- bzw. Elektromotoren) in Europa schon vor dem zweiten Weltkrieg bekannt und begehrt waren. Heute werden Ruhstorfer Industrieprodukte in alle Welt exportiert. Nach Kriegsende siedelten sich viele Heimatvertriebene in Ruhstorf an.
Neben der Arbeitsstelle suchten sie auch entsprechende Wohnungen, so dass eine rege Bautätigkeit einsetzte. In der Gegenwart wiederholt sich die Entwicklung der 50er Jahre, sie macht Ruhstorf zu einem aufstrebenden Ort im Unteren Rottal. Zusammen mit der Nachbarstadt Pocking wird Ruhstorf im Landesentwicklungsprogramm Bayern als gemeinsames Mittelzentrum eingestuft.
Der Gemeinde Ruhstorf an der Rott wurde am 29. November 2008 die Bezeichnung Markt verliehen.
Wappen
Seit 1963 wird auch ein eigenes Wappen geführt. Die heraldischen Symbole Ähre und Zahnrad verweisen auf die wirtschaftliche Struktur der Gemeinde, die geprägt ist von Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe. Der silberne Ort im schwarzen Feld entspricht dem Wappen des Ortsadelsgeschlechts der Ruhstorfer, die schon im 13. Jahrhundert nachweisbar sind und bis zum Aussterben der Familie 1735 die Hofmark Ruhstorf innehatten.
Politik
Bürgermeister
- Bei der Kommunalwahl 2008 wurde der bisherige 1. Bürgermeister Erich Hallhuber (SPD) mit 59,81 % der abgegebenen Stimmen wiedergewählt.
- 2. Bürgermeisterin ist Maria Silbereisen (FWG).
- 3. Bürgermeister ist Josef Hopper (Bürgerschaft Hütting).
Marktgemeinderat
Der Marktgemeinderat hat 20 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) und folgende Sitzverteilung:
- CSU: 5 Sitze
- SPD: 4 Sitze (+ 1. Bürgermeister)
- FWG: 4 Sitze
- PWG Sulzbach-Eholfing-Eglsee: 3 Sitze
- Bürgerschaft Hütting: 2 Sitze
- Einigkeit Schmidham: 2 Sitze
Politische Diskussion
Im Frühsommer 2008 gab es eine heftige Diskussion über einen von O2 geplanten 40,5 Meter hohen Sendemast in Kühweid, an der Gemeindegrenze von Tettenweis und Ruhstorf. Im März 2009 wurde er schließlich errichtet.
Sehenswürdigkeiten
- Die weitum bekannte Rotthofer Siebenschläferkapelle mit ihrem berühmten Altar wurde 1484 erbaut und 1506 geweiht. Die Stuckaufbauten stammen von dem berühmten Kößlarner Stukkateur Johann Baptist Modler. In der Kirche befindet sich ein Weihwasserbecken, das aus einem römischen Altar (Ara) und anderen Stücken römischen Ursprungs zusammengesetzt ist. Die Ruhstorfer Kunsthistorie ist untrennbar mit Johann Baptist Modler und dessen Söhnen verbunden.
- Ruhstorf selbst besitzt zwei Kirchen: Die barocke Kirche "Maria Himmelfahrt", erbaut 1772 bis 1785, 1780 unter Johann Narziß Modler gestaltet, und die moderne Pfarrkirche "Christus der König", die in den Jahren 1959-1962 vom Würzburger Dombaumeister Schedl errichtet wurde.
- Schloss Kleeberg
Einrichtungen
- Das ehemalige Gärtnerei-Gebäude am Kleeberger Schlossgelände in Ruhstorf wurde 2007 komplett renoviert und umgebaut und beherbergt seit November 2007 den Deutschen Orden als Mieter. Es wurde umbenannt in Ordenshaus St. Marien.
- Max Auer, pensionierter Schulleiter, verwaltet das Gemeindearchiv. Hier befindet sich Ruhstorfs Vergangenheit in Dokumenten, die von der Bevölkerung zur Verfügung gestellt wurden.
Wirtschaft
Im Süden von Ruhstorf befindet sich die Motorenfabrik Hatz, ein deutscher Dieselmotorenhersteller.
Bildung und Erziehung
- Grund- und Musikhauptschule Ruhstorf
- Grundschule Berg-Reutern
- Kindergarten Bruder Konrad
- Kindergarten St. Franziskus
- Kindergarten Sulzbach
- Kath. öffentliche Bücherei
Vereine
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Persönlichkeiten
- Der Schriftsteller, Journalist und Kulturpreisträger 2008 Hans-Horst Skupy wohnt seit 1994 in Ruhstorf.
- Günther Grausam, körperlich behinderter Radsportler im Bayernkader.
- Peter Wagensonner
Aicha v.W. – Aidenbach – Aldersbach – Bad Füssing – Bad Griesbach i.R. – Beutelsbach – Breitenberg – Büchlberg – Eging am See – Fürstenstein – Fürstenzell – Haarbach – Hauzenberg – Hofkirchen – Hutthurm – Kirchham – Kößlarn – Malching – Neuburg a.I. – Neuhaus a.I. – Neukirchen v.W. – Obernzell – Ortenburg – Pocking – Rotthalmünster – Ruderting – Ruhstorf an der Rott – Salzweg – Sonnen – Tettenweis – Thyrnau – Tiefenbach – Tittling – Untergriesbach – Vilshofen an der Donau – Wegscheid – Windorf – Witzmannsberg
