Radio-Log
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Die 1991 gegründete Radiologie- und Strahlentherapie-Praxisgruppe Radio-Log mit Sitz in Passau hat sich in Niederbayern zu einem Medizin-Dienstleister entwickelt, der nach Firmenangaben pro Jahr fast 200 000 Patienten als Kunden hat und weiter wachsen will. Die Verwaltungsarbeiten werden zentralisiert und daher sollen 2009 im niederbayerischen Raum drei Millionen Euro investiert werden.
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Investitionen
Die Investitionen werden in den Ausbau radiologischer und strahlentherapeutischer Betriebsstätten fließen, sagt Stefan Braitinger, der Geschäftsführer der ärztlichen Organisations- und Kooperationsgemeinschaft GbR, zu der zehn Radiolog-Standorte gehören. Die Praxisgruppe hat seit 2006 jedes Jahr über eine Mio. Euro in der Region investiert.
Standorte
Zum Unternehmen zählen laut Braitinger die Strahlentherapie in Altötting und Neu-Ulm, die radiologischen Standorte in Fürstenzell, Rotthalmünster, Wegscheid und Vilshofen, die Radiologie und Strahlentherapie in Passau und die Radiologie und Nuklearmedizin in Straubing.
Vernetzung
So könnten sich Patienten der Gruppe in jeder der Praxen weiterbehandeln lassen, weil etwa ein Arzt bei Radio-Log in Straubing die Untersuchungsergebnisse aus Passau abrufen könne. Ein IT-Management-System verbindet alle Standorte. Außerdem sind die Abläufe in den einzelnen Praxen gleich, was ein schnelles Verfahren ermöglicht.
Attraktiv auch für die Ärzte
Für die Ärzte der Gruppe ist diese Verfahrensweise attraktiv, weil die Zentrale den seit der Gesundheitsreform enorm gewachsenen Verwaltungsaufwand für sie erledigt. Das entlaste die Ärzte vor Ort. Abrechnung, Materialeinkäufe und das Qualitäts- und Projektmanagement etwa laufen über Passau. Dadurch entstehen Synergie-Effekte, die im teurer werdenden Gesundheitswesen dringend nötige Kostensenkungen mit sich bringen. „Das ist die Professionalisierung, die die moderne Medizin heute verlangt, wenn man wie in der Radiologie und der Strahlenmedizin mit hochtechnischen, extrem teuren Geräten arbeitet“, erklärt Braitinger. Allein ein Computer-Thomatograph (CT), ein spezielles Röntgengerät, das Querschnittsbilder verschiedener Körperabschnitte anfertigt, koste 1,2 Millionen Euro.
Die Patienten
Die meisten Patienten haben orthopädische Probleme wie Gelenk- oder Bänderabnutzungen, sind Unfallopfer, Tumorpatienten oder haben schmerzhafte neurologische Erkrankungen der Wirbelsäule oder des Kopfes.
Wie bedeutend Radio-Log mittlerweile ist, zeigt die Zahl der jährlichen Patientenkontakte. Braitinger gibt sie mit 197 000 an. Dabei handle es sich um 149 000 diagnostische Prozeduren sowie etwa 32 000 tägliche Bestrahlungsbehandlungen mit jährlich etwa 1200 neuen Tumorpatienten. Die Ärzte betreuten insgesamt 1200 Krankenhausbetten mit radiologischen und therapeutischen Leistungen und führen rund um die Uhr telemedizinische Leistungen durch. Etwa bei Unfallverletzten oder akuten inneren Erkrankungen muss es schnell gehen: Die Krankenhäuser machen vor Ort mit CT Bilder, die die Radiologen von Radio-Log via Notebook empfangen und auswerten. Seit Einführung dieses Dienstes 1998 rund 10000 Untersuchungen.
Gründer
Gegründet haben Radio-Log 1991 Stefan Braitinger, Reiner Liebl, Wolfgang Baumgartl und Heidemarie Schepke, die alle als Oberärzte am Klinikum Passau gearbeitet hatten. Damals gab es dort noch keine große Radiologie-Praxis. In der Folgezeit erweiterte sich diese ärztliche Gemeinschaft um Nuklearmediziner und Strahlentherapeuten auf ein Kollegium mit heute neun Fachärzten. Stefan Braitinger ist als Vorsitzender der ärztlichen Organisations- und Kooperationsgemeinschaft GbR vom operativen Geschäft weitgehend freigestellt.
Mitarbeiter
Zum gesamten Unternehmen, das laut Braitinger mit 112 Mitarbeitern (46 in Passau) 2008 insgesamt rund 20 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften soll, gehören auch die Arbitron Service GmbH, die Objektgesellschaft, die sich um die Immobilien für Praxen kümmert, die überörtliche Gemeinschaftspraxis, die Programm Verantwortliche Ärztinnen GbR (PVÄ) für Mammographie-Screening, in der die Passauer und Deggendorfer Radiologinnen Dr. Aichinger und Dr. Murauer zusammenarbeiten.
Mamographie-Mobile
An drei stationären Standorten in Passau, Deggendorf und Landshut und mit zwei Mammographie-Mobilen führt die PVÄ GbR das Brustkrebs-Screening im gesamten Regierungsbezirk Niederbayern durch. Zusätzlich gibt es eine Filialpraxis für Abklärungsdiagnostik am Brustzentrum Eggenfelden. Dafür wurde extra die Radiologie-Passau-Deggendorf GmbH gegründet, die die gesamte Technik des Screening Systems zur Verfügung stellt.
Management
Für das strategische Management sind die ärztliche Organisations- und Kooperationsgemeinschaft GbR zusammen mit der Arbitron Service GmbH verantwortlich, die medizinische Leitung der Praxen ist den Angaben nach in den Händen der Ärzte und ihrer verantwortlichen Mitarbeiter.
Kontakt
MVZ-Schießstattweg
Schießstattweg 60
94032 Passau
Tel: 0851-50198 0
Fax: 0851-50198 10
Email: passau@radio-log.de
Literatur
- "Radio-Log hat jährlich fast 200 000 Patienten", PNP-Artikel vom 25.11.2008, Seite 7
