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Röhrnbach

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Röhrnbach
Das Wappen von Röhrnbach


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Höhe: 434 - 688 m
Fläche: 40,66 km²
Einwohner: 4.524 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 94133
Vorwahl: 08582
Kfz-Kennzeichen: FRG
Website: www.roehrnbach.de
Erster Bürgermeister: Josef Gutsmiedl (CSU)

Röhrnbach ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Der Markt Röhrnbach im Bayerischen Wald liegt inmitten eines weiten, sanften Hügellandes im Einzugsbereich der Ilz am Nationalpark Bayerischer Wald. Die Lage am „Goldenen Steig“, einem wichtigen mittelalterlichen Handelsweg, führte 1612 zur Verleihung der Marktrechte.

Ortsteile

Ortsteile des Marktes sind Altreut, Alzesberg, Auggenthal, Außernbrünst, Bruckmühle, Deching, Ernsting, Garham, Goggersreut, Göttlmühle, Großwiesen, Grubhaus, Haberlmühle, Harsdorf, Höbersberg, Holzhof, Holzmühle, Irlesberg, Kaltenstein, Kleinwiesen, Kollberg, Kumreut, Lanzesberg, Leopiermühle, Lobenstein, Nebling, Oberndorf, Oberstrahbergmühle, Ödhof, Ödmühle, Paulusmühle, Pötzerreut, Praßreut, Rappmannsberg, Reisersberg, Röhrnbach, Rumpenstadl, Saußmühle, Steinerleinbach, Stelzerreut, Ulrichsreut, Unterstrahbergmühle, Voggenberg und Wilhelmsreut.

Geschichte

Röhrnbach kann auf eine fast 1000jährige Geschichte zurückblicken. Die Ortsbezeichnung leitet sich von „geröhricht" ab, und nimmt Bezug auf den einst von Schilf umwachsenen Osterbach. Röhrnbach lag an einem der seit dem 14. Jahrhundert bestehenden Hauptzweige des Goldenen Steiges, der sich hier mit dem aus Ungarn über Österreich führenden „Guldensteig" kreuzte. Bereits 1076 wurde die Pfarrei Röhrnbach urkundlich erwähnt.

Ein interessantes Relikt aus der Zeit dieses Handelsverkehrs stellt die älteste Steinbrücke im Unteren Bayerischen Wald, die Steinbogenbrücke bei Bruckmühle über den Osterbach dar. Sie entstand im Jahre 1592. Die verkehrsmäßig günstige Lage ließ Röhrnbach zu einem Knotenpunkt werden, an dem sich ein lebhafter Handel entwickelte und der eine wirtschaftliche Blüte nach sich zog. In der Mitte des 16. Jahrhunderts war der Saumverkehr mit Böhmen am größten. Röhrnbach war Mautstelle geworden. Die gut besuchten Viehmärkte brachten reges wirtschaftliches Leben in den Markt. In gleichem Maße belebend wirkten sich auch die für das ganze Umland bedeutsamen Flachs- und Garnmärkte aus. Geradezu ein Begriff war Röhrnbach noch im vorigen Jahrhundert mit seiner Leinenweberei. Röhrnbacher Leinen führte man sogar bis nach Italien aus. Die Übertragung des Marktrechtes erfolgte bereits 1612.

Um die Jahrhundertwende entstanden in Röhrnbach beachtliche infrastrukturelle Einrichtungen. So wurde im Jahre 1892 der Eisenbahnbau von Passau nach Röhrnbach durchgeführt. Auch der Straßenbau und damit die überregionale Anbindung machte deutliche Fortschritte. Mit diesen „neuzeitlichen" Errungenschaften bahnte sich auch eine erfreuliche Entwicklung in touristischer Hinsicht an. „Detters Illustrierter Führer durch den Bayer- und Böhmerwald" aus dem Jahre 1904 preist den Markt als freundlichen, einladenden und malerischen Ort an.

Schwer litt Röhrnbach am Ende des Zweiten Weltkrieges. Bei den Kämpfen vom 26. April bis zum 29. April 1945 wurden 42 Häuser des Marktes und 36 Bauernanwesen in den umliegenden Dörfern zerstört.

Die ehemals selbständigen Gemeinden Wilhelmsreut und Oberndorf schlossen sich 1971 im Zuge der Gebietsreform dem Markt Röhrnbach an, die frühere Gemeinde Außernbrünst im Jahr 1976. 1978 wurde ein Großteil der ehemaligen Gemeinde Kumreut angegliedert.

Seit Dezember 1980 ist der Markt, der auch als Tor zum Unteren Bayerischen Wald bezeichnet wird, ein „Staatlich anerkannter Erholungsort". Im gleichen Jahr erhielt man im Rahmen des Wettbewerbs „Unser gastliches Bayern" eine Auszeichnung. Auch bei der Aktion „Unser Dorf soll schöner werden" war man erfolgreich. So bekam Röhrnbach im Jahr 1986 in seiner Kategorie den 1. Preis zuerkannt.

Wappen

Das in der Heraldik seltene Bild eines Herzens im damaszierten Feld ist auf die Wappen der Passauer Fürstbischöfe aus dem Hause Habsburg, die Erzherzöge Leopold (1598-1625) und Leopold Wilhelm (1625-1662), zurückzuführen. Die Herrschaft Röhrnbach wurde 1593 vom Hochstift Passau erworben. Röhrnbach war bereits seit dem 15. Jahrhundert Sitz eines hochstiftischen Amtes und erhielt 1593 und 1612 beschränkte Marktrechte, die später widerrufen, dann wieder bestätigt wurden. Der bis 1803 fürstbischöfliche Markt hatte nur begrenztes Selbstverwaltungsrecht. Deshalb sind auch keine älteren Ortssiegel vorhanden. Das Bischofswappen mit dem Herzen fand sich auf den 1625 gesetzten Grenzsteinen der Burgfriedensmark Röhrnbach, von denen noch heute einer bei der Bruckmühle steht, und auf dem 1657 errichteten, 1883 zerstörten Marktbrunnen. Das Marktwappen taucht erstmals in einem Siegel von 1882 auf, in der Literatur ist es ab 1895 zu finden. Eine förmliche Verleihung des Wappens Anfang der 1880er Jahre ist nicht nachweisbar. Das Herz wurde zur Zeit der Siegel- und Wappenannahme und bis in die neueste Zeit fehlgedeutet, weil die Zusammenhänge nicht mehr bekannt waren. Um 1890 erklärte man sich das Herz im Wappen mit der damals noch bekannten volkstümlichen Erzählung „vom guten Herzen“ der Edelleute Burkhard Puchberger, Jörg Watzmannsdorfer und Ulrich Schätzl, die bei einer Hungersnot 1459 sieben Monate lang an den Kirchentüren von Freyung, Röhrnbach und Waldkirchen Lebensmittel an Bedürftige verteilen ließen. Um 1910 glaubte man, dass sich diese Geschichte erst im Dreißigjährigen Krieg zugetragen habe.

Politik

Bürgermeister

Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat hat 16 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) und folgende Sitzverteilung:

Sehenswürdigkeiten

Bildung und Erziehung

Gesellschaft

Die Gemeinde Röhrnbach ist neben den Gemeinden Saldenburg, Thurmansbang, Grafenau, Perlesreut, Ringelai, Fürsteneck, Schönberg und Hutthurm Mitglied im Seniorennetzwerk Ilzer Land, das sind in erster Linie die Intensivierung des Gemeinde-, Vereins- und Verbandsübergreifenden Informationsaustausches mit Sicherung seniorenfreundlicher Strukturen und Dienstleistungen zu Ziel gesetzt hat. Für 2010 liegt ein umfangreiches Programm vor.

Vereine

Weblinks

Städte und Gemeinden im Landkreis Freyung-Grafenau
Wappen Landkreis Freyung-Grafenau.png

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