Pocking

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Pocking
Das Wappen von Pocking


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 323 m
Fläche: 68,82 km²
Einwohner: 14.888 (30. Juni 2011)
Postleitzahl: 94060
Vorwahl: 08531
Kfz-Kennzeichen: PA
Website: www.pocking.de
Erster Bürgermeister: Franz Krah (UB)

Pocking ist eine Stadt im niederbayerischen Landkreis Passau.

Das Rathaus von Pocking
Die katholische Pfarrkirche St. Ulrich
Der Bahnhof von Pocking

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Stadt liegt inmitten der Pockinger Heide, einer weitläufigen, fruchtbaren Ebene. Zwei Flüsse, Rott und Inn fließen nahe an Pocking vorbei, außerdem wird die Stadt auch als der Mittelpunkt des niederbayerischen Bäderdreiecks bezeichnet. Pocking liegt 25 km südwestlich von Passau, rund 30 km südlich von Vilshofen an der Donau, 12 km vom oberösterreichischen Schärding, 25 km nordöstlich von Simbach am Inn und 30 km östlich von Pfarrkirchen.

Ortsteile

Ortsteile von Pocking sind Anzing, Ausbach, Bärnau, Beham, Berg, Bruckhof, Brunnader, Doblham, Edt, Eggersham, Erben, Gstetten, Haar, Haid, Haidhäuser, Haidzing, Hartkirchen, Hund, Indling, Kapfham, Kappendobl, Kollmannsöd, Kühnham, Leithen, Mitterohr, Mooshaus, Niederindling, Nöham, Oberindling, Oberrohr, Pfaffing, Pimshof, Pocking, Poxöd, Pram, Prenzing, Reindlöd, Reisting, Reith, Rutzing, Schlupfing, Schnellham, Schönburg, Spitzöd, Stadlöd, Tannenbaum, Thalling, Unterrohr, Viehweid, Wasen, Wollham und Zell.

Geschichte

Pocking

Die fruchtbare Ebene am Unterlauf der Rott ist seit der Bronzezeit besiedelt, wie zahlreiche Bodenfunde belegen. Ins Blickfeld der Geschichte rückte Pocking in der Zeit der römischen Besatzung. An der heutigen Indlinger Straße bestand etwa von 50 n. Chr. bis gegen das Ende des 4. Jahrhunderts eine römische Handwerkersiedlung. Jüngste Ausgrabungen brachten beachtliche Funde zutage, von denen ein Teil im Rathaus zu besichtigen ist.

Nach dem Abzug der Römer nahmen die eingewanderten Bajuwaren das Land in Besitz. Ein ausgedehntes Gräberfeld von mehr als 500 Grabstätten wurde um 1900 bei Inzing entdeckt, aber auch in Pocking am Rande der einstigen Römersiedlungen fand man zahlreiche bajuwarische Gräber. Viele "ing"-Orte weisen auf diese Zeit der Landnahme hin. Der Name Pocking taucht erstmals 820 in den Traditionsbüchern des Klosters Mondsee auf, das durch Schenkungen an Grundbesitz im Rottal kam. In der Folgezeit wurden die Menschen und das Land in und um Pocking Besitz von verschiedensten kirchlichen und weltlichen Herrschaften. In Pocking selbst entstand eine sehr bescheidene Hofmark, die aber bereits im 16. Jahrhundert nach Ering verkauft wurde. An diese Zeit erinnert nur der Baubeginn der Pfarrkirche St. Ulrich von 1478.

In Pocking wüteten 1716 und 1849 die Flammen.

Eigenständigkeit erlangte Pocking erst Anfang des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Säkularisation und der Neueinteilung Bayerns unter König Max I.. 1824 wurde Pocking erstmals selbständige Landgemeinde, die sich von da an zielstrebig entwickelte. Die bedeutendste Entscheidung lag in dem Entschluss, Anschluss an das Eisenbahnnetz zu gewinnen. 1879 kam der erste Zug nach Pocking. Diese Bahnverbindung, die später nach Passau und nach Simbach am Inn weitergeführt wurde, ließ auch den Viehhandel in Pocking aufblühen, da nun Pferde und vor allem Rinder aus dem gesamten unteren Rottal von hier aus bequem in alle Richtungen transportiert werden konnten.

Pocking wurde durch seinen Rindermarkt, zu dem sich später auch ein Pferdemarkt gesellte, zu einem Zentrum der Viehzucht, was schließlich 1908 im Bau einer eigenen Versteigerungshalle seinen Ausdruck fand. Bis zum Ersten Weltkrieg hatte sich die Einwohnerzahl auf 1400 fast verdoppelt und eine eigene Zeitung versorgte die Bürger mit den neuesten Nachrichten. Großes hatten die Nationalsozialisten mit Pocking vor. Mit dem Bau des Fliegerhorstes (heutiges Gelände der Bundeswehr) sollte Pocking als geplante Garnisonsstadt völlig umgebaut werden. Die Geschichte gab der Stadt eine andere Entwicklung. Das Kriegsende brachte viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene nach Pocking. Der Ort dehnte sich nach allen Richtungen aus und entwickelte sich zur Schul- und Einkaufsstadt.

Die Gebietsreform von 1971 brachte den Zusammenschluss mit dem Markt Hartkirchen und den Gemeinden Indling und Kühnham zur Stadt Pocking.

Hartkirchen

Der Marktplatz in Hartkirchen am Inn

Mit dem Markt Hartkirchen ist Pocking seit dem Mittelalter eng verbunden. Ab 1143 gehörte Pocking bis zur Erhebung zur selbständigen Pfarrei als Filiale zur [[Pfarrei Hartkirchen. Hartkirchen selbst wird erstmals 1235 als Markt erwähnt, ist aber zweifellos viel älter und entwickelte sich wohl aus der Kaiserpfalz Inzing, die schon im 8. Jahrhundert belegt ist.

In Hartkirchen erkennt man heute noch deutlich die geschlossene Bauweise des Marktes um einen zentralen Platz. Der Markt war über viele Jahrhunderte der bedeutendste Ort diesseits des unteren Inns und stand zeitweise in vehementer Konkurrenz zu Schärding. Er war zudem mit der Innschifffahrt verbunden und gewann daraus auch einen Teil seines Wohlstandes. Sehenswert ist die Pfarrkirche mit ihren mittelalterlichen Fresken. Auch die anderen Stadtteile wie Eggersham, Rohr, Zell, Indling, Berg und Pfaffing reichen mit ihren Wurzeln teilweise bis ins 8. Jahrhundert zurück. Von den ehemaligen Schlössern in Eggersham, Rohr, Inzing und Schönburg steht nur noch das Barockschloss in Schönburg, das heute zu einem Schmuckstück restauriert wurde und in Privatbesitz ist.

Von der Kunst des ländlichen Bauens zeugen allenthalben alte und ehrwürdige Holzhäuser, die als Blockbauten errichtet wurden und bis ins vorige Jahrhundert noch mit Stroh eingedeckt waren. Sie sind als lebendige Zeugen der Geschichte die Verbindungsglieder von der Vergangenheit über die Gegenwart zur Zukunft.

Stadtwappen

Das Wappen vereint die heraldischen Bilder aus dem 1963 von der Gemeinde Pocking angenommenen Gemeindewappen und dem schon 1936 anlässlich der 700-Jahr-Feier des Marktes Hartkirchen verliehenen Wappen und verweist damit auf die Zusammensetzung der neuen Gemeinde Pocking, die im Zuge der Eingemeindung der ehemals selbstständigen Gemeinden Kühnham, Hartkirchen und Indling 1971 zur Stadt erhoben wurde. Aus dem früheren Pockinger Wappen stammen Pferdekopf, Halbmond, Wellenbalken und Schrägbalken. Die goldene Mondsichel über den drei goldenen Wellen entspricht dem Wappen des Klosters Mondsee und erinnert daran, dass ein "Perhthelm" 820 alle seine Güter "ad Pochingas" an das Kloster schenkte. Der Pferdekopf symbolisiert die Bedeutung Pockings als traditionsreicher Hauptstandort der Rottaler Pferdezucht. Der rote Schrägbalken in Silber ist vom Wappen der Herren von Rottau hergeleitet, die im 16. Jahrhundert die Hofmark Pocking besaßen. Die Eiche mit den gekreuzten Schlüsseln stammt aus dem früheren Wappen des Marktes Hartkirchen. Die heraldisch stilisierte Eiche redet für "Hart-" (Wald) und symbolisiert den noch im ausgehenden Mittelalter nachweisbaren Bestand eines Ehaftgerichts und einer Landschranne des Gerichts Griesbach im Ort. Die gekreuzten Schlüssel sind ein Attribut des heiligen Petrus und verweisen auf das Patrozinium der Urpfarrei Hartkirchen, zu der früher auch Pocking und Mittich gehörten. Die Tingierung in Blau und Silber entspricht den Farben des Landes Bayern.

Politik

Bürgermeister

Stadtrat

Der Stadtrat (24 Sitze + 1. Bürgermeister) setzt sich wie folgt zusammen:

Sehenswürdigkeiten

Tourismus

Wirtschaft & Verkehr

Straßen

Pocking liegt direkt an den Bundestraßen B 12 und B 388 und besitzt auch eine Anschlussstelle an die A 3. Die A 94 soll Pocking künftig mit der Landeshauptstadt München verbinden.

Eisenbahn

Pocking ist mit der Rottalbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Der Bahnhof liegt am nördlichen Stadtrand. Einst führte von Pocking aus auch eine Bahnstrecke nach Simbach am Inn.

Buslinien

Pocking ist sehr gut an das regionale Busnetz angeschlossen. Der zentrale Omnibusbahnhof befindet sich am Bahnhof. Dort verkehren insgesamt 15 Linien.

Baumaßnahmen

Der Thallinger Hof wurde abgerissen. Nun kursieren Gerüchte um einen Verbindungsgang zwischen Schloss Schönburg und dem alten Thallinger Hof.

Der Beginn des Ausbaus des Schmetterlingsradweges begann im Oktober 2009

Unternehmen

Die E. Plinganser GmbH ist seit 1958 ein bedeutendes Unternehmen in Pocking.
Weitere Unternehmen in Pocking:
HuGe-Soft Hardware und Software
Printfrog Toner und Tinte
QuickPlot - Plotservice für Ing.-Büros und Planer
Huber & Ranner GmbH - Produzent raumlufttechnischer Geräte

Bildung und Erziehung

Schulen

Kindertagesstätten

Bücherei

Vereine

  • Blindenstammtisch Pocking
  • Bayerische Kameradschaft- u. Soldatenvereinigung (BKV) Pocking
  • Reservistenkameradschaft Pocking/Stadt
  • Volkstanzfreunde Pocking
  • Kunst- und Kulturverein Pocking-Ruhstorf
  • Stadtkapelle Pocking
  • Trommlerzug Pocking
  • Verein für Blasmusikfreunde Pocking
  • VHS-Akkordeonorchester Pocking
  • Kammerorchester der Musikfreunde Pocking
  • Goldhaubenfrauengruppe Pocking
  • Musik- und Heimatverein Pocking
  • Sportverein Pocking 1892
  • MCP-Motorradclub Pocking
  • MSC Pocking
  • Eisenbahner Sportverein Pocking
  • Kegelclub Pocking
  • Tanzsportclub (TSC) Pocking
  • Fliegerclub Pocking
  • Interessengemeinschaft für Modellflugsport Pocking
  • Faschingsgesellschaft Pocking
  • Freiwillige Feuerwehr Pocking
  • Katholischer Frauenbund Pocking
  • Evangelischer Mütterkreis Pocking
  • Katholische Arbeitnehmerbewegung Pocking
  • Katholische Pfarrjugend Pocking
  • König-Ludwig-Verein Pocking
  • Sudetendt. Landsmannschaft Pocking
  • Malteser Hilfsdienst Pocking
  • Wasserwacht Pocking
  • VdK Pocking
  • Dt. Pfadfinderschaft St. Georg Pocking
  • Fischereiverein Pocking
  • Alpenverein Pocking DAV OG-Pocking
  • Brieftaubenverein Pockinger Stadtboten
  • Brieftaubenverein Reiselust Pocking
  • Bund Naturschutz Pocking
  • Kleintierzuchtverein Pocking
  • Schäferhundeverein Pocking
  • Schlittenhundesport Pocking
  • Fremdenverkehrsverein Pocking
  • Unternehmerverein Pocking Aktiv
  • Automobilclub Pocking - Bad Füssing
  • Lions-Club Pocking/Bad Füssing
  • CSU Ortsverband Pocking
  • FDP Ortsverband Pocking/Bad Füssing
  • Frauenunion Pocking
  • Junge Union Pocking
  • ÖDP-Stadtverband Pocking
  • Seniorenunion Pocking
  • SPD Ortsverband Pocking
  • Überparteiliche Wählergemeinschaft Pocking
  • Unabhängige Bürger Pocking
  • Wehrpolitischer Arbeitskreis Pocking
  • AWO-Ortsverband Pocking
  • Caritas-Ortsverband Pocking
  • Rotes Kreuz Pocking
  • Reiberlclub "Alt-Reiberl" Pocking
  • Deutsch-Israelische Gesellschaft Pocking
  • Natur- und Waldkinder Pocking e.V.
  • Deutscher Amateur Radio Club (DARC) e.V. OV Pocking U30

Persönlichkeiten

Siehe auch

Literatur


Städte und Gemeinden im Landkreis Passau
Wappen Landkreis Passau.png

Aicha v.W.AidenbachAldersbachBad FüssingBad Griesbach i.R.BeutelsbachBreitenbergBüchlbergEging am SeeFürstensteinFürstenzellHaarbachHauzenbergHofkirchenHutthurmKirchhamKößlarnMalchingNeuburg a.I.Neuhaus a.I.Neukirchen v.W.ObernzellOrtenburgPockingRotthalmünsterRudertingRuhstorf an der RottSalzwegSonnenTettenweisThyrnauTiefenbachTittlingUntergriesbachVilshofen an der DonauWegscheidWindorfWitzmannsberg

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