Passau

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Passau
Das Wappen von Passau


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Höhe: 294-447 m
Fläche: 69,55 km²
Einwohner: 50.548 (31. Dezember 2010)
Postleitzahl: 94032
Vorwahl: 0851
Kfz-Kennzeichen: PA
Website: www.passau.de
Oberbürgermeister: Jürgen Dupper (SPD)
Oberhaus und Niederhaus vor dem Drei-Flüsse-Eck in Passau, links die Ortspitze. (Foto: Warmuth)
Das Rathaus von Passau mit Vorplatz. (Foto: Geisler)
Das Drei-Flüsse-Eck in Passau.
Ein touristischer Stadtplan von Passau.
Eine Luftaufnahme von Passau. (Foto: Geisler)
Eine Luftaufnahme von Passau.

Passau ist eine Universitätsstadt in Ostbayern. Sie liegt an der Grenze zu Österreich, direkt am Zusammenfluss der Flüsse Donau, Inn und Ilz – weswegen sie auch „Dreiflüssestadt“ genannt wird. Wegen dem südländischen Ambiente, das in den Gassen der Stadt vorherrscht, ist die Stadt außerdem unter dem Beinamen „Bayerisch-Venedig“ bekannt. Darüber hinaus darf sie sich „Europastadt Passau“ nennen. Politisch gesehen gehört Passau als kreisfreie Stadt zum Regierungsbezirk Niederbayern. Mit mehr als 50.000 Einwohnern ist die Stadt darüber hinaus das Oberzentrum der Region Donau-Wald.

Passau ist seit dem Jahr 781 Bischofssitz (Bistum Passau) sowie seit 1978 Universitätsstadt (Universität Passau), nachdem sie bereits seit 1622 Hochschulstandort war.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage

Die Stadt Passau liegt am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz direkt an der österreichischen Grenze. Dieses sogenannte „Drei-Flüsse-Eck“, die Halbinsel zwischen Donau und Inn, ist weltweit die einzige Stelle, wo drei Flüsse aus drei Himmelsrichtungen kommend sich vereinen und gemeinsam in die vierte weiterfließen: von Norden die Ilz, von Westen die Donau und von Süden der Inn, als Donaustrom ziehen sie gegen Osten weiter.

Passaus Umgebung zeichnet sich durch die teilweise sehr dicht bewaldete, leichte Hügellandschaft des südlichen Bayerischen Waldes und ebenfalls zahlreiche Sehenswürdigkeiten aus.

Gliederung

Passau ist in folgende Stadtteile gegliedert, die sich in ihren Grenzen vor allem den ehemaligen Gemeindegrenzen orientieren:


Diese sind untergliedert in 90 Ortsteile: Berghof, Bibersbach, Bramerhof, Brand, Burgholz, Christdobl, Dietzing, Dobl, Doblhof, Doblstein, Donauhof, Ebnerhof, Eck, Eich, Eichet, Einöd, Englbolding, Erdbrüst, Firmiangut, Gaißa, Grillenöd, Grubweg, Haarschedl, Hacklstein, Hacklberg, Hals, Haslachhof, Heining, Hellersberg, Hof, Höflein, Högl, Jägerreuth, Kastenreuth, Klosterberg, Königschalding, Korona, Kuchlhof, Laimgrub, Laufenbach, Lindau, Lüfteneck, Maierhof, Minihof, Mooswiese, Neureut, Neustift, Niedersatzbach, Oberöd, Oberöd i. Ilztal, Oberreuth, Obersölden, Oberstadel, Passau, Patriching, Pramöd, Reicherting, Reisach, Reut, Reuth, Ries, Rieshof, Rittsteig, Rosenau, Sandberg, Schalding l.d.Donau, Schalding r.d.Donau, Schellköpfing, Schleiferberg, Sieglberg, Sieglgut, Sperrwies, Steinbach, Stelzlhof, Stromlänge, Sturmsölden, Sulzsteg, Thann, Thanöd, Unteröd, Unteröd i.Ilztal, Unterreuth, Untersölden, Walding, Wimhof, Witzmannsberg, Wörth l.d.Donau, Wörth r.d.Donau, Zieglreuth und Zieglstadl

Wappen

Das Wappen von Passau ist der sogenannte „Passauer Wolf“. Es ist zurückzuführen auf Bischof Wolfger von Erla und stellt einen roten Wolf auf weißem Schild dar.

Siehe Hauptartikel: Wappen (Passau)

Geschichte

Vorgeschichtliche und römische Zeit

Aus dem 8. bis 6. Jahrtausendend v. Chr. haben sich die ersten Funde aus dem nördlichen Passau und Umgebung erhalten. Dabei handelt es sich um Steinartefakte. Die Altstadt ist hingegen erst zwischen dem 3. und 1. Jahrtausend v. Chr. besiedelt worden, wie entsprechende Funde nahe legen. Die topographisch günstige Lage der Halbinsel zwischen Donau und Inn begünstigte eine Besiedlung in diesem Bereich, aber auch in der heutigen Innstadt.

Aus der Hallstadtzeit, zwischen 750 bis 500 v. Chr. finden sich wieder Anzeichen für eine Besiedlung. Im 2. bis 1. Jahrhundert v. Chr. lassen keltische Funde über eine entsprechende Siedlungsphase in Passau schließen. Erst Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. erhielt Passau, das am Rande der römischen Provinz Ratien lag, eine Provinzadministration und damit auch einen kleinen Militärposten, der sich im Bereich der Hl. Kreuz Kirche des Klosters Niedernburg befand.

Südlich des Inns, in der römischen Provinz Noricum, wurde Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. das Kastell Boiodurum errichtet, das bis zur Zerstörung Mitte des 3. Jahrhunderts durch die Alamannen den Limes sicherte. Nach der Zerstörung wurde die römische Grenzverteidigung neu organisiert und zum Teil erheblich reduziert. In Passau kam es zum Bau eines neuen Kastells, dem Boiotro, das weiter Flussaufwärts gebaut wurde und in dem sich heute das RömerMuseum Kastell Boiotro in der Innstadt in der Lederergasse befindet. Dieses wurde im 5. Jahrhundert von den Römern aufgegeben und in Teilen von dem Heiligen Severin genutzt.

Der Name Passau lässt sich von den altrömischen Bezeichnungen Batavis herleiten.

Mittelalter

Neuzeit

Historische Ansicht von Passau um das Jahr 1600.
Die Kapitulation der Stadt Passau vom 2. Mai 1945.

Die letzten 50 Jahre

Politik & Verwaltung

Passau in der Dämmerung.

Bürgermeister

Amtierender Oberbürgermeister der Stadt Passau ist Jürgen Dupper (SPD). Er wurde 2008 zum Nachfolger von Albert Zankl (CSU) gewählt. Seine Stellvertreter sind Urban Mangold (ÖDP) und Dr. Anton Jungwith (FDP).

Siehe Hauptartikel: Oberbürgermeister (Passau)

Stadtrat

Die 44 Sitze (+ Oberbürgermeister) des aktuellen Stadtrats verteilen sich nach der Stadtratswahl 2008 (Wahlbeteiligung: 54,45%) wie folgt:

Traditionell werden in Passau und Umgebung auch zahlreiche Politische Aschermittwoche abgehalten, unter anderem auch derjenige der CSU.

Stadtverwaltung

Die Stadtverwaltung der Stadt Passau ist die hiesige gesamtstädtische Verwaltungsbehörde. Der Oberbürgermeister und die einzelnen Bereichsleiter bzw. Referenten sind für die städtischen Belange zuständig und vertreten diese gegenüber dem Stadtrat.

Siehe Hauptartikel: Stadtverwaltung Passau

Bildung & Forschung

Das Audimax-Gebäude der Universität Passau.

Bildung und Forschung haben in Passau eine lange Tradition. Bereits 1612 hatte Fürstbischof Leopold im hiesigen Jesuitenkolleg ein Gymnasium gegründet. Im Jahre 1622 wurde diesem durch den Jesuitenorden auch eine Hochschule (die spätere Philosophisch-Theologische Hochschule Passau) angegliedert, die vor allem der Heranbildung von Welt- und Ordensgeistlichen dienen sollte. Mit einer kurzen Unterbrechung von 1808/09 bis 1833 bestand diese Hochschule bis 1978, als sie in die neu gegründete Universität Passau eingegliedert und zur Katholisch-Theologischen Fakultät wurde.

Die Universität Passau ist heute eine der jüngsten und mit rund 10.000 Studierenden auch eine der kleinsten Universitäten Bayerns. Sie genießt aber trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – einen ausgezeichneten Ruf.

Davon abgesehen gibt es auch vier Gymnasien in der Stadt: das Adalbert-Stifter-Gymnasium (ASG), das Auersperg-Gymnasium Freudenhain, das Gymnasium Leopoldinum sowie das Gisela-Gymnasium Passau-Niedernburg. Ferner gibt es eine Volkshochschule, eine staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule, zwei Realschulen, drei Volksschulen, sechs Grundschulen, drei Förderschulen sowie 14 berufsbildende Schulen.

Gesundheitswesen

Die Stadt Passau verfügt mit dem Klinikum Passau und der Kinderklinik Dritter Orden Passau über eine ausgezeichnete medizinische Versorgung. Es gibt außerdem das KfH-Nierenzentrum Passau. Ihren Sitz in Passau hat auch die 1991 gegründete Radiologie- und Strahlentherapie-Praxisgruppe Radio-Log, welche Niederbayern im Bereich der Radiologie vernetzt. Im Januar 2009 beschloss der Bezirksausschuss zudem die Einrichtung einer psychiatrischen Fachklinik in Passau.

Seit 1988 befindet sich auch die Aids-Beratungsstelle Niederbayern in Passau.

Wirtschaft

In Passau sind zahlreiche Firmen ansässig. Die bekanntesten sind die ZF Passau GmbH (Zahnradfabrik) mit 4.000 Mitarbeitern, die Eterna Mode GmbH (Marktführer im Bereich bügelfreie Hemden und Blusen) oder die Verlagsgruppe Passau (einer der größten Herausgeber regionaler Tageszeitungen in Europa). Es gibt in Passau darüber hinaus vier Brauereien: die Brauerei Hacklberg, die Innstadt Brauerei, die Löwenbrauerei Passau und die Weizenbrauerei Andorfer. Bis 2008 gab es außerdem noch die Brauerei E.F.Peschl, die auf das Jahr 1259 zurück ging und zu den hundert ältesten deutschen Unternehmen zählte.

Zu den bekannteren Firmen weit über die Region hinaus zählen außerdem das Start-up-Unternehmen mymuesli, das schon mit mehreren Gründerpreisen ausgezeichnet worden ist und die IT-Firma msg systems, die innerhalb von nur zehn Jahren von sechs auf 360 Mitarbeiter gewachsen ist. Ebenfalls mit mehreren Gründerpreisen ausgezeichnet wurde der IT-Dienstleister Step2e, der sich auf Software-Komplettlösungen für Fernseh- und Radiosender spezialisiert hat und damit Marktführer im Bundesgebiet ist.

Siehe auch: Aufbruch jetzt

Infrastruktur

Über den Dächern Passaus.

Im innerstädtischen Verkehr Passaus verkehren von der Verkehrsbetriebsgesellschaft Passau (einer 100%igen Tocher der Stadtwerke) betriebene Busse auf elf Haupt- und vier Nebenlinien sowie einer City-Linie. Seit Januar 2007 verfügt Passau auch über einen überdachten Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) im Herzen der Stadt in der sogenannten „Neuen Mitte“.

Eisenbahn

Durch Passau führt die Bahnstrecke Wien-Nürnberg, welche vorallem für den Güterverkehr eine wichtige internationale Fernverbindung nach Osteuropa darstellt. Desweiteren beginnt in Passau die Rottalbahn ins Bäder- und Chemiedreieck. Am Hauptbahnhof Passau besteht in regelmäßigen Zeitabschnitten Zustiegsmöglichkeit zu Regionalzügen nach Plattling, nach München, nach Mühldorf und nach Linz. Die beiden ehemaligen Bahnstrecken nach Freyung (Ilztalbahn) und Hauzenberg (Hauzenberger Bockerl) sind leider stillgelegt. Es existieren aber Reaktivierungspläne.

Der 1860 errichtete Hauptbahnhof Passau ist heute ein Grenzbahnhof zwischen den Netzen der Deutschen Bahn und der Österreichischen Bundesbahnen. Sowohl Nah- als auch Fernverkehrszüge, seit 1998 auch der ICE, halten in Passau.

Auto

Passau ist mit der Autobahn A 3 sowie den Bundesstraßen B 8, B 12, B 85 und B 388 an das Bundesfernstraßennetz angebunden. Zahlreiche Staats- und Kreisstraßen ergänzen das übergeordnete Straßennetz.

Der Autoverkehr ist in Passau allerdings ein Problem, das sich nie befriedigend lösen lassen wird. Das liegt an der Topografie – eingeengt zwischen drei Flusstälern ist kein Platz für Straßen, die dem Verkehr gewachsen sind. Hinzu kommen Brücken über die Flüsse, die nicht selten wie ein Nadelöhr wirken. Die enorme Belastung der Brücken bleibt nicht ohne Folgen. Sobald Brücken saniert und somit für den Verkehr gesperrt werden müssen spitzt sich die Situation zu. Im Stadtrat wird deshalb seit Jahren diskutiert, ob eine neue Brücke über die Donau gebaut werden soll – um die Marienbrücke zu entlasten.
Die Bürgerinitiative Zukunft-ohne-Passau-Stau will für eine Verbesserung der permanenten Stausituation in und um Passau kämpfen und fordert eine Stadt-Umgehung sowie ebenfalls eine weitere Donaubrücke.

Seit Oktober 2010 gilt in Passau die Semmeltaste, die es Autofahrern ermöglicht, in vielen Zentrumsbereichen 30 Minuten kostenlos zu parken.

Schiff

Von den drei Flüssen in Passau ist nur die Donau schiffbar. Diese ist Teil der Europäischen Schifffahrtslinie von Rotterdam bis zum Schwarzen Meer. Von den Anlegestellen an der Donaulände bestehen Schifffahrtsanbindungen nach Linz und Deggendorf durch die Reederei Wurm & Köck. Außerdem bieten verschiedene Reederein Donau-Kreuzfahrten ab Passau mit Reisezielen in Osteuropa, teilweise bis zum Schwarzen Meer an.

Der Bayernhafen in Schalding rechts der Donau ist ein 12-Miollionen-Euro-Projekt wurde Ende 2008 fertig gestellt.

Kunst & Kultur

Blick auf ein bewölktes Passau.

Das kulturelle Leben in Passau ist vielfältig und reichhaltig. Das Stadttheater Passau war einst das Fürstbischöfliche Opernhaus und ist heute Spielstätte des Landestheaters Niederbayern. Es bringt pro Saison etwa 15 Premieren zur Aufführung. Überregionale Bekanntheit hat außerdem das ScharfrichterHaus Passau erlangt, ein bekanntes Kleinkunst- und Kabarett-Theater, das 1977 von Edgar Liegl und Walter Landshuter gegründet worden ist. Das 1990 gestiftete Museum Moderner Kunst Wörlen Passau gehört zu den inernational wichtigen Museen modernen Kunst.

Seit dem 2. April 2011 existiert mit Kunstpassau.de ist ein Internetportal für die über 200 in der Stadt und im Landkreis Passau lebenden Künster, die sich ab im Portal selbst vorstellen können.

Veranstaltungen

Das größte Passauer Kulturfestival sind die Festspiele Europäische Wochen Passau. Die 1952 von amerikanischen Offizieren mitbegründeten Europäischen Wochen sind das erste Festival, das sich im Nachkriegsdeutschland dem Europagedanken verschrieben hat – also nicht nur kulturelle, sondern auch politische Ziele verfolgte und bis heute verfolgt. Sie finden jährlich von Juni bis Juli statt und bringen Veranstaltungen von hoher Qualität nach Passau und Umgebung.

Ebenfalls bedeutsam sind das Eulenspiegel Zeltfestival oder die Passauer Kabaretttage. Seit 2008 gibt es das Festival für Neue Musik „Alles im Fluss“ und seit 2009 findet mit den „Passauer Saiten“ auch ein internationales Gitarrenfestival in Passau statt. Regelmäßig veranstaltet werden auch mehrere Filmfestivals, wie die Crank Cookie Kurzfilmtage, das Muestra Filmfestival Passau und das Internationale Filmfest Passau.

Alljährlich im Juni oder Juli findet in der Altstadt auch die Passauer Kunstnacht statt, bei der „Kunst zum Anfassen und Mitmachen“ im Vordergrund steht.

Städtepartnerschaften

Die erste Passauer Städtepartnerschaft kam 1952 mit der amerikanischen Stadt Hackensack zustande. Seitdem wurden auch mehrere andere Partnerschaften eingegangen – besonders nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, weil man in Passau in den Verbindungen zu den ehemaligen Ostblockstaaten ein besonderes Anliegen sah.

Passau unterhält heute mit zehn Städten eine Partnerschaft: Akita (Japan), Budweis (Tschechische Republik), Cagnes-sur-Mer (Frankreich), Dumfries (Schottland), Hackensack (USA), Krems (Österreich), Liuzhou (China), Málaga (Spanien), Montecchio Maggiore (Italien), Veszprém (Ungarn)

Siehe Hauptartikel: Städtepartnerschaften (Passau)

Häuser als Denkmäler

Das Landesamt für Denkmalpflege hat 704 Baudenkmäler und 178 Bodendenkmäler in Passau registriert. Die Einstufung hat Vor- und Nachteile, bedeutet es doch einerseits ein Recht auf staatliche Zuschüsse, andererseits ein Mitspracherecht der Behörden bei jeder Baumaßnahme. Jede Veränderung – Farbanstrich, Fenster, Türen, Dachstuhl – muss beantragt und vom obersten Denkmalpfleger Dr. Thomas Kupferschmied bewertet werden.

Münchner Fachleute haben im Jahr 2009 die Objekte der Stadt einzeln begutachtet. Danach wurden zahlreiche bislang geschützte Bauwerke gestrichen. Gründe sind entweder Verfall oder bauliche Veränderungen, die den Charakter des Anwesens als Denkmal grundlegend beeinträchtigen. So ist ein Wohnhaus in der Ilzstadt kein Denkmal mehr. Auch ein Gebäudeensemble in der Linzer Straße fiel aus der Liste heraus.

51 Baudenkmäler fielen aus der Liste heraus, dafür kamen 21 neue hinzu. Unter anderem fanden die amtlichen Experten, dass die Pfarrkirche St. Peter in der Neuburger Straße mit ihrem parabolischen Grundriss aus dem Jahr 1965 ein modernes Baudenkmal darstellt. Und der Backsteinschlot der Löwenbrauerei ist ebenfalls neu in Passaus Denkmal-Liste.

Passau als Weltkulturerbe

2010 und 2011 bemühte sich die Stadt Passau mit ihrer historischen Altstadt um den Status als UNESCO-Welterbe. Einer Expertenkommission des bayerischen Kunstministeriums lehnte aber einen Platz auf der Vorschlagsliste ab, da sie ihr zu geringe Erfolgsaussichten einräumten. Im Februar 2012 entschied die Stadt Passau unter diesen Eindrücken, sich nicht mehr um einen Welterbe-Status bewerben zu wollen.

Siehe Hauptartikel: Weltkulturerbe Passau

Tourismus

Blick auf die Altstadt vom Fünferlsteg aus.

Bekannte Sehenswürdigkeiten

Projekt „Zukunft der Stadt“

Wie Passau aus der (Hochwasser-) Not eine Tugend machen könnte, stellt der Bauexperte und Uni-Dozent in der Scheune am Severinstor vor. Auf Initiative des Architekturforums Passau ist die Veranstaltung, die ursprünglich Stadträten und Rathausspitze vorbehalten sein sollte, für jedermann zugänglich Rott, leitete an der TU München ein Seminar von angehenden Architekten und Bauingenieuren. Er stellte den Referendaren die Aufgabe, wie Passau aus dem regelmäßigen Hochwasser das Beste machen könnte und wie die Dreiflüssestadt ihren Bürgern und Besuchern den Zugang zum Wasser erleichtern könnte. Das Ergebnis waren Visionen und Ideen, die zwischen Utopie und Machbarkeit schwanken.

So könnte der Zusammenfluss von Inn und Donau unter Wasser durch eine Art Aquarium veranschaulicht werden, die Ortsspitze könnte einen Aussichtsturm erhalten oder ein Amphibienfahrzeug könnte als multifunktionelles Straßen- und Wassertaxi eingesetzt werden. Ein Wasserhotel, schwimmende Cafés sowie ein badetaugliches Innufer sind weitere Gedanken aus der Ideenschmiede von Josef Rott.

Urlaub in Zahlen

423.041 Gäste haben 2008 die Dreiflüssestadt besucht. „Wir haben bei den Übernachtungen einnen kleinen Rückgang von 0,7 Prozent zu verzeichnen“, sagt Tourismus-Chefin Pia Olligschläger. Die schlechtesten Monate waren November und Dezember. „Da war die Wirtschaftskrise schon zu spüren.“ In diesen Monate besuchen viele Geschäftsreisende die Stadt. Nicht mitgezählt sind in der Statistik die Schiffspassagiere: „Wir haben mindestens 100.000 Übernachtungsgäste zusätzlich auf den Schiffen.“

Söhne und Töchter der Stadt (Auswahl)

Siehe auch: Ehrenbürger der Stadt Passau

Literatur

Weblinks


Landkreise und Kreisfreie Städte

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