Oberschneiding

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Oberschneiding
Das Wappen von Oberschneiding


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 354 m
Fläche: 60,77 km²
Einwohner: 2.764 (30. Juni 2011)
Postleitzahl: 94363
Vorwahl: 09426
Kfz-Kennzeichen: SR
Website: www.oberschneiding.de
Erster Bürgermeister: Ewald Seifert (CSU)

Oberschneiding ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Das Rathaus von Oberschneiding
Die Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt

Inhaltsverzeichnis

Lage

Oberschneiding liegt im Donau-Isar-Hügelland an der Bundesstraße 20 im Süden des Landkreises Straubing-Bogen.

Ortsteile

Ortsteile sind neben dem Hauptort Oberschneiding die Ortschaften Büchling, Fierlbach, Grafling, Großenpinning, Hienhart, Hölldorf, Kleinpinning, Kleintaiding, Lichtenberg, Lichthof, Lichting, Meindling, Münchsdorf, Münchshöfen, Neubüchling, Neuhausen, Niederschneiding, Niederwalting, Noisling, Padering, Peinkofen, Rainting, Reißing, Rennerhof, Riedling, Schierlhof, Schnatting, Siebenkofen, Strähberg, Taiding und Wolferkofen.

Geschichte

Frühe Zeugnisse

Zahlreiche Funde aus der Jungsteinzeit erweisen die frühe Besiedelung der Gegend um Oberschneiding. Funde aus dem Ortsteil Münchshöfen aus der Zeit um 4000 v. Chr. werden einer eigenen „Münchshöfener Kultur“ zugerechnet.

In den ersten urkundlichen Belegen wird nicht zwischen Ober- und Niederschneiding unterschieden. Um 790 taucht in einer Urkunde von Kloster Niederaltaich erstmals Snvdinga auf, spätere Namen sind Snudingen, Snudinga, Snudingen, Snodingen, Sneuding und Snaiding. Differenzierte Belege sind 1414 Obersnauding, 1510 Obernschneiding und 1630 Oberschneiding. Der Name geht auf den Personennamen „Snudo“ zurück.

Die Hofmark

Im 12. Jahrhundert traten erstmals die Ministerialien von Schneiding auf. Im 14. Jahrhundert dominierten die Lamp und die Schneidinger. Von 1319 bis 1801 war Oberschneiding eine offene Hofmark mit Sitz in Hienhart. Im 15. Jahrhundert waren die Degenberger Inhaber der Hofmark, von denen sie noch im 15. Jahrhundert die Nothaft übernahmen. 1643 kaufte Christoph Dürnitz die Hofmark Oberschneiding. Die Dürnitz blieben bis zum Ende der Hofmark in deren Besitz und übten auch die Niedergerichtsbarkeit aus.

1802 entstand das bis 1848 bestehende Patrimonialgericht Oberschneiding mit Sitz in Hienhart, zu dem auch noch Strähberg und Niederwalting gehörten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

Schulen

Das erste eigene Schulhaus, dessen Erbauungszeit nicht bekannt ist, diente zugleich als Lehrer- und Mesnerwohnung. 1858 wurde das Gebäude erweitert und 1926 schließlich abgerissen. Das neue Knabenschulhaus konnte am 3. September 1926 eingeweiht werden. Es war bis 1982 im Gebrauch und dient seither als Rathaus. Von 1980 bis Oktober 1982 entstand das jetzige Schulhaus.

Auf Initiative von Pfarrer Franz Sales Handwercher wurde 1846 ein Schulschwesternhaus mit zwei größeren Schulzimmern für den Unterricht der Mädchen erbaut. Am 5. Februar 1847 erfolgte die feierliche Einführung der Schulschwestern in das neue Schulgebäude und das Kloster. Ab 1982 wurde es für Schulzwecke nicht mehr benötigt und im November 1987 abgebrochen.

Von 1952 bis 1955 befand sich auch eine evangelische Schule in Oberschneiding.

Die Gebietsreform

Die Gebietsreform brachte in den Jahren 1972 und 1978 die Eingliederung der ehemaligen Gemeinden Großenpinning, Niederschneiding, Reißing, Wolferkofen sowie Teilen der Gemeinde Grafling und Oberpiebing in die neue Großgemeinde Oberschneiding.

Die Freiwillige Feuerwehr Oberschneiding feierte im Jahr 2009 den Bau des neuen Feuerwehrhauses.

Gemeindewappen

Das seit 1981 geführte Wappen ist gespalten von Gold und Rot mit einem grünen Herzschild, in dem sich fünf goldene Kornähren befinden. Die linke Hälfte zeigt einenen bärtigen, mit einem in der Mitte gegurteten und mit fünf goldenen Knöpfen besetzten blauen Rock bekleideten, golden gekrönten Mann, der in der Rechten ein silbernes Schwert zum Streich hält. Auf der rechten Seite ist ein springender Windhund zu sehen.

Die Figur des gekrönten Mannes mit Schwert stammt aus dem Wappen der Familie Dürniz (auch Dürnizl), in deren Besitz sich die Hofmark bzw. das Patrimonialgericht Oberschneiding von 1643 bis 1848 befand. Der springende Windhund symbolisiert die enge Verbindung mit dem Kloster Windberg, das im Gemeindegebiet ebenfalls reich begütert war. Die fünf Kornähren im Herzschild verweisen auf den Getreideanbau in der Gäubodengemeinde und erinnern zugleich daran, dass sich Oberschneiding seit der Gebietsreform der Jahre 1972 bis 1978 aus den fünf ehemals selbstständigen Gemeinden Oberschneiding, Niederschneiding, Wolferkofen, Großenpinning und Reißing zusammensetzt.

Politik

Bürgermeister

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Oberschneiding hat 14 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) mit folgender Sitzverteilung:

Sehenswürdigkeiten

Weitere Einrichtungen

Bildung und Erziehung

Vereine

Personen

Weblinks


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Wappen Landkreis Straubing-Bogen.png

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