Neureichenauer Tunnel

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Der Neureichenauer Tunnel war ein eingleisiger Eisenbahntunnel auf der Bahnstrecke Waldkirchen-Haidmühle und unterquerte die Staatsstraße 2130 (Dreisesselstraße) in Neureichenau. Der Tunnel wurde nach Abbau der Bahnstrecke verschüttet und ist daher unsichtbar. Der auf der Bahntrasse verlaufende Adalbert-Stifter-Radweg führt über eine Rampe hinauf zur Dreisesselstraße, überquert diese höhengleich und führt dahinter wieder über eine Rampe hinab auf die ehemalige Bahntrasse. Die Rampen verlaufen auf der Verschüttung.

Hinweis

Die Existenz dieses Tunnels konnte nicht genau Nachgewiesen werden. Es könnte sich auch um eine einfache Brückenüberführung gehandelt haben, die später aufgefüllt wurde. Allerdings wurde einmal ein (relativ kurzer) Tunnel auf der Dreisesselbahn erwähnt und dies wäre die plausibelste Stelle.

Der Tunnel entstand im Zusammenhang mit dem Straßenbau 1936 - 1939. Die alte Straße beginnt in der Mitte des Dorfplatzes von Altreichenau und zweigt beim früheren Wirtshaus Schmidhuber von der Straße Jandelsbrunn –Haidmühle in östlicher Richtung Lackerau ab, mit Abzweigung zum Kirchensteig, der von Frauenberg durch Staatswald und über die Hintermühle – Vordermühle – Langbruck – Ungarsteig bis zur Breitenberger Kirche führte. Diese alte Straße wurde im Gemeindegebiet Altreichenau im Rahmen der Flurbereinigung Altreichenau 1969 in der gleichen Linie befestigt und geteert. Beim Bahnbau Waldkirchen – Haidmühle 1908- 1910 wurde ab Bahnhof Neureichenau in nordöstlicher Richtung der lange und sehr tiefe Einschnitt und die lange und sehr hohe Aufschüttung bis zum Neureuter Weg vorgenommen. Ab der Inbetriebnahme der Bahngleise Waldkirchen – Haidmühle November 1910 war dies der einzige schienengleiche Übergang von Neureichenau nach Altreichenau, eine Beschrankung gab es nicht.

Schon vor 1936 wurde die Straße von Langbruck bis Vordermühle etwas verbreitert und befestigt. Die Brücke über den großen Michelbach wurde erhöht, da sie bei Hochwasser immer wieder überschwemmt war und das kurze Straßenstück von der Michel bis zur Gsengeter Straße wurde ebenfalls auf die Höhe der Brücke aufgefüllt. Die Gsengeter Straße ist von der Kapelle in Gsenget bis zur Einmündung in die Neureichenauer Straße immer dieselbe Linie. Ab der Gsengeter Straße beginnt die alte Neureichenauer Straße mit einem Hohlweg, vorbei beim Anwesen Seibold – Wimmer in schnurgerader Linie durch das Dorf Neureichenau über den sogenannten Moosbauerberg bis zur Alm und zur einzigen schienengleichen Bahnüberfahrt Neureuter Weg. Ab 1936 wurde eine ganz neue Straße von Neureichenau nach Altreichenau gebaut. Der Moosbauerberg wurde ab Forstamt Neureichenau in östlicher Richtung umgangen und die neue Straße verlief dann nach einer scharfen Linkskurve beim Forstamt in eine gerade Westrichtung bis zum Hochpunkt, wo tief unten die Bahntrasse verläuft. Am höchsten Punkt baute man eine etwa 7m breite und sehr lange Brücke über den sehr tiefen Einschnitt, wo unten der Zug durchfährt. Diese Linienführung erstreckt sich über Felder, Wald und Wiesen, wo früher weder ein Weg noch eine Straße war. Die heutige Straße verläuft noch auf dieser Linie. Ab Forstamt Neureichenau bis zur Einmündung in die Jandelsbrunner Straße in Altreichenau sind es ca. 2,8 km. Der Neubau dieser Straße ging ganz anders vor sich als der Straßenbau von heute. Es gab keine Maschinen, nur Handarbeiten. Die Arbeiter mussten Rasen und Humus mit Pickel und Schaufel entfernen und den Untergrund einebnen. Mit Pferdefuhrwerken wurden die Steine von den umliegenden Steinbrüchen herangeschafft. Die Steine mussten die Arbeiter mit der Hand Stein neben Stein versetzen, mit kleineren Steinen verkeilen, mit kleinen Schlägeln verköpfeln und dann mit Schwemmsand zwei oder drei mal überfüllen, bis alle Löcher gefüllt waren. Diese Straßen nannte man Sandstraßen. Der Straßenbau und die große, sehr dicke und lange Betonstraßenbrücke über den sehr tiefen Einschnitt der Bahntrasse ab Bahnhof Neureichenau interessierte mich sehr und so ging ich des Öfteren nach Schulschluss zur Baustelle und schaute den Arbeitern zu. Dieser Straßen- und Brückenbau erstreckte sich von 1936 bis 1939 und sollte bis 01.September 1939 fertig sein, so dass die Arbeiter sogar an den Sonntagen arbeiten mussten. Es ging das Gerücht, das deutsche Panzer ab dem ersten September 1939 die Tschechei von Nord, West und Süden erobern würden. Dazu kam es dann aber doch nicht, da sich die Tschechei freiwillig dem deutschen Reich angeschlossen hat. Nach dem Abbau der Eisenbahnschienen von Haidmühle nach Waldkirchen wurde diese Brücke wieder zurückgebaut und im tiefen Einschnitt der Bahntrasse unterhalb dieser Straße eingebaut, ferner wurde im Bereich dieser Straße die Kuppe des Urgeländes um mehr als einen Meter abgesenkt.

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