Neuburg am Inn

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Neuburg am Inn
Das Wappen von Neuburg am Inn


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 452 m
Fläche: 41,84 km²
Einwohner: 4.216 (30. Juni 2011)
Postleitzahl: 94127
Vorwahl: 08502/08507
Kfz-Kennzeichen: PA
Website: www.neuburg-am-inn.de
Erster Bürgermeister: Josef Stöcker (CSU)

Neuburg am Inn ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Gemeinde liegt am Inn, der die natürliche Grenze zu Oberösterreich bildet. Nachbargemeinden sind Fürstenzell, Ruhstorf an der Rott, Neuhaus am Inn und die österreichische Gemeinde Wernstein am Inn.

Blick auf Schloss Neuburg vom österreichischen Wernstein aus
Das Rathaus der Gemeinde in Neukirchen am Inn
Die Seilfähre wurde nach dem Unglück von der Strömung ans Neuburger Inn-Ufer getrieben. An der Anlegestelle - etwa 200 Meter flussaufwärts des bayerischen Brückenkopfes der heutigen Marienbrücke gelegen, standen damals Häuser, die den Zollbeamten als Unterkunft dienten. Sie wurden später abgerissen. (Foto: Weber)

Ortsteile der Gemeinde sind Aubach, Breitengern, Dobl, Dommelstadl, Fürstdobl, Grünet, Höch, Kälberbach, Kopfsberg, Kurzeichet, Leithen, Neuburg, Neukirchen am Inn, Niederreisching, Pfenningbach, Reuth, Schmelzing, Schönau, Steinhügel und Straß. Darüber hinaus existieren die Gemarkungen: Eglsee, Neuburg am Inn, Neukirchen am Inn und Engertsham.

Geschichte

Gemeindewappen

1981 bekam die Gemeinde ein Wappen. Der grüne Dreiberg verweist auf die Lage der Gemeinde über dem Inn und auf den Neuburger Wald. Durch die Spaltung des Schildes wird der Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Neuburg am Inn und Neukirchen am Inn im Jahr 1972 zum Ausdruck gebracht. Der Greif ist aus dem apokryphen Wappen der Grafen von Vornbach übernommen, die wahrscheinlich einen Greifen mit Hasen im Wappen geführt haben. Das heutige Gemeindegebiet gehörte im Mittelalter zur Grafschaft Vornbach. Die Grafen von Vornbach gründeten im 11. Jahrhundert die Burg Neuburg, als sie nach der Umwandlung ihres Stammsitzes Vornbach in ein Kloster nach Neuburg zogen. Der Greif war bis zur Säkularisation 1803 auch das Wappentier des Kloster Vornbachs, das für das Gemeindegebiet in kirchlicher Hinsicht zuständig und auch als Grundherrschaft von Bedeutung war. Der Bauer im vorderen Feld ist aus dem von 1955 bis 1972 gültigen Wappen der ehemaligen Gemeinde Neukirchen am Inn übernommen. Die Darstellung orientiert sich am persönlichen Wappen des Vornbacher Abtes Benedikt Hepbauer, ein Bauernsohn aus Neukirchen am Inn. Er führte das Kloster von 1624 bis 1645 und begann mit dem Neubau der Klosterkirche. Die Tingierung in Silber und Rot erinnert daran, dass die Grafschaft Neuburg vom 13. Jahrhundert bis 1803 österreichischer Landeshoheit unterstand.

Das Fährunglück

Am 24. August 1961 kamen bei einem Fährunglück drei Menschen ums Leben. Sie wurden aus der Seilfähre gerissen und ertranken, eine vierte Passagierin überlebte. An das Unglück erinnert ein Gedenkstein am Rad- und Wanderweg unterhalb vom Schloss Neuburg.

Der Hergang dieses Unglücks ist genau bekannt. Vormittags setzte der damalige Überführer Franz Neidlinger von der Neuburger Leithe aus über nach Wernstein, um von dort mit dem Zug nach Passau zu fahren. Mit dabei war der Grenzpolizeibeamte August Sauer vom Neuburger Posten. Er wollte die Gierseilfähre wieder ans andere Ufer zurückbringen. Nachdem Neidlinger in Wernstein an Land gegangen war, legte Sauer ab. An Bord waren auch der Zollassistent Alois Weinbach vom deutschen Zollamt Neuhaus/Inn, Hedwig Strahberger und Karoline Ortner. Infolge eines Fahrfehlers schöpfte das Schiff plötzlich Wasser, welches die beiden Beamten und Hedwig Strahberger in die reißenden Fluten zog. Sie gingen sofort unter und ertranken im Inn, der damals noch eine viel stärkere Strömung aufwies, weil das Stauwerk Ingling noch nicht gebaut war. Der vierten Passagierin, Karoline Ortner, gelang es noch, sich an der Bordwand festzuhalten. Mit der Fähre, die weiter am Seil hing und mit der Strömung ans Neuburger Ufer trieb, gelangte sie wieder an Land. Das Unglück hatte Folgen für die ganze Region. Der Fährverkehr, der seit 1893 das bayerische Innufer mit dem österreichischen verband und einen kleinen Personen- und Warentransport ermöglichte, wurde umgehend eingestellt. Für mehr als 40 Jahre sollte es keine unmittelbare Verbindung zwischen Neuburg und Wernstein mehr geben. Erst im Jahre 2006 wurde durch den Mariensteg eine neue Verbindung zwischen den beiden Orten geschaffen.

Politik

Bürgermeister

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) und folgende Sitzverteilung:

Der Landtagsabgeordnete der Grünen, Eike Hallitzky, wohnt in Neuburg am Inn und ist auch Mitglied im Gemeinderat.

Tourismus

Festzug über den Mariensteg. - Foto: Sagmeister
Dudelsackpfeifer bei den Highland Games. - Foto: Geisler

Partnerschaft

Seit 2003 verbindet die österreichische Gemeinde Wernstein am Inn und die Gemeinde Neuburg am Inn eine Partnerschaft, die sehr intensiv gelebt wird. Zu den vielen ideellen Brücken ist dann 2006 die materielle Brücke, der Mariensteg hinzugekommen.

Die neue Mitte

Die neue Mitte in Neukirchen am Inn.

Schöner, bequemer und naturnaher soll sich das Zentrum von Neukirchen am Inn präsentieren. Eine der wichtigsten Neuerungen, die im Zuge der Ortskernsanierung verwirklicht wurden, sind die neue Gehwegverbindungen. Zum einen ist das eine Rampenanlage, die aus Richtung Rathaus zwischen dem Gasthaus „Beim Bräu“ und der VR-Bank zur Hauptstraße, der Kreisstraße PA 11, führt; zum anderen wird auch ein Fußweg geschaffen, der Rathaus und Raiffeisenstraße mit dem Kirchplatz verbindet. Dadurch können Passanten Kirche und Friedhof und im weiteren Schule und Kindergarten bequem fußläufig erreichen.

Im Umgriff des Rathauses wurde ein zweistöckiges Parkdeck mit 54 Stellplätzen errichtet. Außerdem entstand auf dem Areal zwischen Rathaus und VR-Bank/„Beim Bräu“ ein weiterer Parkplatz. Eingebettet ist das Ganze in einen kleinen Bürgerpark ums Rathaus, der möglichst naturnah gebaut und gestaltet ist.

Die förderfähigen Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt betragen 750 000 Euro. Der Zuschuss aus dem Städtebauprogramm beträgt 60 Prozent, die restlichen 40 Prozent muss die Kommune selbst schultern.

Wirtschaft

In Neuburg am Inn sind etwa 386 Gewerbebetriebe gemeldet. Davon entfallen 15 auf Hotels, Gaststätten und Vereinsheime. Von den im Ort lebenden, arbeitenden Personen finden 17,5% (216) im Ort Arbeit während 82,8% (1021) pendeln.

Von den im Ort existierenden 833 Arbeitsplätzen werden 25,9% (216) von im Ort lebenden und 74,1% (617) von außerhalb der Gemeinde stammenden Personen belegt.

Die Lizenz Nr. 1 des beim Europäischen Marken- und Patentamt eingetragenen Warenzeichens FaN - Forelle aus Niederbayern ging 2008 an die Teichwirt-Familie Hartl aus Neuburg am Inn.

Kultur

Neuburg am Inn ist eine der beteiligten Gemeinden am Kubin-Projekt in dem Alfred Kubins Todestag, der sich im Jahr 2009 zum 50. Mal jährte, gewürdigt wurde.

Bildung und Erziehung

Kindergärten und Schulen:

Außerschulische Einrichtungen:

Vereine

Bildergalerie

Literatur

Städte und Gemeinden im Landkreis Passau
Wappen Landkreis Passau.png

Aicha v.W.AidenbachAldersbachBad FüssingBad Griesbach i.R.BeutelsbachBreitenbergBüchlbergEging am SeeFürstensteinFürstenzellHaarbachHauzenbergHofkirchenHutthurmKirchhamKößlarnMalchingNeuburg a.I.Neuhaus a.I.Neukirchen v.W.ObernzellOrtenburgPockingRotthalmünsterRudertingRuhstorf an der RottSalzwegSonnenTettenweisThyrnauTiefenbachTittlingUntergriesbachVilshofen an der DonauWegscheidWindorfWitzmannsberg

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