Michael Kobler

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Prof. Dr. Michael Kobler. Foto: PNP

Prof. Dr. Michael Kobler (* 3. Dezember 1933 in München; † 28. Dezember 2011) war Ordinarius für Bürgerliches Recht und Deutsche Rechtsgeschichte an der Universität Passau.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Kobler studierte in München, und seine Doktorarbeit er­forschte die in baierischem Lateinisch geschriebenen Rechtsquellen des Mit­telalters. Nach seiner Habilitation 1967 war er zunächst als Bankjurist tätig, wurde aber schon 1968 Ordinarius in Mannheim und 1978 Passauer Ordinarius für Bürgerliches Recht und Deutsche Rechtsgeschichte. Damit war er zugleich erster ordentlicher Professor der neu gegründeten Universität Passau.

Professor Kobler, den seine Studenten liebevoll „Papa Kobler“ nannten, schrieb unter anderem über die letzte Hinrichtung in Pfarrkirchen, über mittelalterliche Gerichtsdiener, über den „Doktorschmaus“ an mittelalterlichen Universitäten und über die Tiroler Wein­kultur des Mittelal­ters. Jahrzehntelang bereicherte er die Ostbairischen Grenzmarken, das Jahrbuch des Instituts für Ostbayerische Heimatforschung, mit wertvollen Beiträgen zur bayerischen Rechtsgeschichte. Am Institut für Ostbairische Heimatforschung war er als Mitarbeiter zuständig für den Bereich Rechtsgeschichte. Er beherrschte fast ein Dutzend fremder Sprachen, aber ein besonderer Höhepunkt seiner Lehre war der Unter­richt in der baierischen Sprache für Zugroaste. 1999 wurde er emeritiert.

Von 1984 bis 1996 war Kobler Mitglied des Passauer Stadtrates. Darüber hinaus war er Mitglied des Fremdenverkehrsvereins Passau und des Rettungszweckverbandes sowie ehrenamtlicher Verwaltungsrat des Adalbert-Stifter-Gymnasiums. In Würdigung seiner Verdienste verlieh ihm der Passauer Stadtrat 1996 den Ehrenring der Stadt Passau.

Er wurde am 3. Januar 2012 auf dem Innstadtfriedhof bestattet.

Auszeichnungen

Literatur

Weblinks

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