Marienbrücke (Passau)

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Panorama der Marienbrücke.
Mit Hilfe eines 3D-Polar-Ortungssystems kann ein genaues Profil erstellt werden, in dem alle Veränderungen im Flussbett sichtbar werden.

Die Marienbrücke (umgs. auch Innbrücke) ist eine 220 Meter lange, zweispurige Straßenbrücke in Passau. Sie verbindet seit 1846 auf Höhe des Innbrückbogens die Altstadt Passaus mit der Innstadt. Bereits zuvor befanden sich lange Zeit Brücken an dieser Stelle. Auf der Marienbrücke führt auch die Straße der Kaiser und Könige über den Inn. Die Brücke wird von 10 Pfeilern getragen und ist die einzige Straßenverbindung im Stadtgebiet Passaus zur rechten Innseite. Außerdem ist sie die letzte Brücke über den Inn, bevor dieser in die Donau mündet. Sie ist 12,5 Meter breit, auf den Gehwegen haben Spaziergänger jeweils 2,5 Meter Platz.

Da es zu den Hauptverkehrszeiten immer wieder zu langen Rückstaus kommt, weil zu viele Autofahrer über die Marienbrücke fahren müssen, wird schon seit Jahren über eine neue Donaubrücke für Passau diskutiert. Mit 18.000 bis 19.000 Überfahrten pro Tag ist die einzige Verbindung in die Innstadt eine der strapaziertesten Brücken in Passau.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bereits seit dem 12. Jahrhundert existierten an dieser Stelle Brücken über den Inn.

Die heutige Brücke wurde am 21. Dezember 1947 von Oberbürgermeister Heinz Wagner eröffnet. Für das Überqueren der Marienbrücke musste ab 1. Januar 1948 zeitweise sogar eine Gebühr entrichtet werden. Dieser vom Passauer Stadtrat beschlossene Brückenzoll wurde jedoch schon am 15. Januar 1948 durch den Bayerischen Landtag für rechtsunwirksam erklärt und wieder aufgehoben. Gleiches gilt für die ehemalige Maxbrücke.

Der Stahlüberbau der Brücke feiert 2010 40-jähriges Jubiläum. Am 6. Juni 1970 wurde er gebaut.

Die heutige, moderne Marienbrücke wurde dann 1976 als Ersatz für die alte Fachwerkträgerbrücke auf alten Unterbauten erbaut.

Die Baukonstruktion im Wandel

Im Laufe der Jahre wurden immer wieder Baumaßnahmen an der Brücke, aber vor allem an ihrem Fundament, durchgeführt um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Die heute ältesten Bauteile der Brücke stammen aus den Jahren 1843 bis 1848, als mit der Gründung und dem Bau der Pfeilerschäfte begonnen wurde. Damals der Felsengrund nicht ganz erreicht. Da der Bodenbereich über dem Felsgrund aber ständigen Veränderungen unterworfen ist, muss hier kontinuierlich und genau beobachtet werden. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurde deshalb auch immer wieder an den Gründungskörpern gearbeitet, sowie Hohlräume aufgefüllt.

Instandsetzung

Das Brückenuntersichtsgerät; über eine Steigleiter gelangen die Arbeiter an die Pfeilerköpfe der Marienbrücke. (Foto: Kuhnt)

Für das Jahr 2009 ist eine umfangreiche Instandsetzung der Marienbrücke geplant. Sie soll im Frühsommer 2009, vermutlich im April, beginnen und rund vier Monate in Anspruch nehmen. Insgesamt investiert die Stadt rund 417 000 Euro in die Verbesserung der Marienbrücke. Neue Randeinfassungen, neue Entwässerungskästen, neue Vogelnetze und -einflugschutzgitter sowie neue Brückenpfeilerköpfe standen bis September 2009 auf dem Plan.

Während den Arbeiten soll die Brücke immer befahrbar bleiben, es wird lediglich auf einer Seite ein Geh- und Radweg gesperrt sein. Die den Verkehr behindernden Arbeiten werden in die Nacht verlegt und nur wenn an den Übergangskonstrukten gearbeitet wird, ist die Brücke für den Autoverkehr halbseitig gesperrt.

Die letzten Nachsorge-Maßnahmen nach der großen Sanierung der Marienbrücke 2009 wurden Ende März 2010 durchgeführt. Eine Sperrung der Fahrbahn war für diese Arbeiten nicht nötig. Weil die Arbeiten an den Pfeilerköpfen der Brücke in einer Wanderbaustelle durchgeführt wurden, war eine Verengung der Fahrbahn ausreichend.

Für die Arbeiten kam ein Brückenuntersichtgerät zum Einsatz, das auf einem Anhänger steht und von Pfeiler zu Pfeiler weitergezogen wird. Alle drei Jahre wird kontrolliert, wie gut die Passauer Großbrücken in Schuss sind. Abwechselnd wird eine einfache Überprüfung, bei der sichtbare Mängel festgestellt werden, und eine Hauptüberprüfung durchgeführt, bei der bis ins Detail die Brücken überprüft werden. Für die Marienbrücke erwartet man eine Haltbarkeit der durchgeführten Instandsetzungen von 10 bis 15 Jahren.

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