Vereinstreffen des RegioWiki Bayern e.V.
Am 17. April findet die Mitgliederversammlung des RegioWiki Bayern e.V. statt, zu der alle Benutzer des RegioWikis sehr herzlich eingeladen sind.
Eine Vereinsmitgliedschaft ist nicht erforderlich. Im Mittelpunkt steht der lockere Austausch über das RegioWiki.
Mehr Informationen!


Kohlschachten

Aus RegioWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Kohlschachten

Der Kohlschachten (bei Seyfert: Kohl-Schachten) ist ein zum Nationalpark Bayerischer Wald gehörender Schachten im niederbayerischen Landkreis Regen.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Der 7,5 Hektar große Kohlschachten liegt in 1150 Metern Höhe in der Nähe der Landesgrenze nördlich des Moorgebietes Schluttergasse und etwa 500 Meter nordwestlich des Latschensees.

Geschichte

Der Kohlschachten wurde 1733 erstmals erwähnt. Auf einem Plan Mitte des 18. Jahrhunderts ist dieser Schachten unter dem Namen „Kalt-Schachten“ eingezeichnet. Am Westrand, beim Ursprung des „Kohl-Bachels“ befand sich eine Flusshütte der Aschenbrenner des Glashüttengutes Oberzwieselau. Bei der Bestandsaufnahme von 1831 hatte der Schachten noch eine Fläche von 16,0 Hektar.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er ebenso wie der benachbarte Große Schachten als Weidekoppel benutzt, d. h. die Waldstiere beweideten nur die Schachtenflächen und nicht auch den umliegenden Wald. Dazu waren beide Weideflächen und zusätzlich rund 16 Hektar Wald, die dazwischen liegen, mit zweifachem Stacheldraht eingezäunt. Der Wald wurde nicht beweidet, da er Moorgebiet war. Alljährlich wurden 100 bis 120 Zentner Kunstdünger gestreut, damit die 30 bis 35 Jungrinder genügend Nahrung fanden. Trotz der Umzäunung beaufsichtigte auch ein Hüter die Herde. Die letzte Beweidung erfolgte vom 10. Juni bis zum 19. August 1961.

Beschreibung

Der Kohlschachten ist der einzige Schachten, der keine sanft geneigte Hanglage hat und nahezu aus einer ebenen Fläche besteht. Er bietet keinerlei Fernsicht und fällt beonders durch seinen bizarren Baumbestand aus urigen, windzerzausten und teilweise umgestürzten Bäumen auf. Forstmeister Horst Helfrich zählte im Herbst 1974 100 Rotbuchen, 41 Bergahorn und 6 Fichten auf dem Kohlschachten.

Literatur

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Wörterbuch
Regionalportale
Werkzeuge