Kloster Niederviehbach

Aus RegioWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Kloster Niederviehbach, heute Realschule St. Maria

Das Kloster St. Maria Niederviehbach ist ein ehemaliges Kloster der Augustinereremitinnen und heutiges Kloster der Dominikanerinnen in Niederviehbach in Bayern in der Diözese Regensburg.

In der imposanten Klosteranlage auf einem Bergrücken an der Isar führen die Dominikanerinnen eine Realschule und ein Tagesheim für Mädchen und Knaben.

Mit der Verbindung von aktiven und kontemplativen Elementen des Ordenslebens wollen die Schwestern dem Grundsatz der dominikanischen Spiritualität entsprechen: "Contemplari et contemplata aliis tradere" ("Betrachten und das in der Beschauung persönlich Erfahrene den Menschen mitteilen", Thomas v. Aquin 7).

Geschichte

Als Gründer des Klosters gelten neben Graf Berengar von Leonsberg und seiner Gemahlin Agnes von Pflug auch die Bayernherzöge Otto, Ludwig und Stephan. Einer Legende hat die Mutter Gottes selbst den Platz für das Kloster bestimmt, woraus sich eine Verehrung eines Bildes der "Mutter Stifterin" als Gnadenbild entwickelte, die Niederviehbach bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zum Ziel von Wallfahrten machte.

Der barocke Klosterbau wurde von Johann Michael Fischer 1731 bis 1733 errichtet. Die ehemalige Klosterkirche und jetzige Pfarrkirche St. Maria (erstmals geweiht 1355) wurde mehrmals durch Umbauten verändert. Heute ist das Kirchenschiff zweigeteilt in die Laienkirche im Osten und die Schwesternkirche im Westen. Von kunsthistorischer Bedeutung sind mehrere Heiligenfiguren und eine Stein-Maria aus der Zeit um 1400 sowie ein spätromanisches Kruzifix aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

1803 fiel das Kloster der Säkularisation zum Opfer, durfte jedoch als "Aussterbekloster" weiter bestehen.

1847 wurde in Niederviehbach eine Internatsschule für „Mädchen aus bürgerlichem Stand“ gegründet. Schulträger und Standort war das Dominikanerinnenkloster St. Maria. 1967 erfolgte der Umzug der Schule nach München-Haidhausen. Im Jahr 2000 ging das Gymnasium in die Trägerschaft der Erzdiözese München und Freising über.

Seit 2007 leben mehrere junge Schwestern aus Vietnam im Kloster, um dem Mangel an Nachwuchs zu begegnen.

Priorin ist aktuell Sr. M. Ursula Söllner.

Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Wörterbuch
Regionalportale
Werkzeuge