Klinikum Passau

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Haupteingang zum Klinikum Passau.
Blick auf das Hauptgebäude des Klinikums.
Die Bauarbeiten zu einem neuen Gebäude.
Die Erweiterungs-Baustelle im Frühstadium.
Zwei Häuser an der Sechzehnerstraße (1), die Drei-Häuser-Zeile (2) und das Karree an der Innstraße (3) mit 30 Wohnungen ist in Zukunft als Expansionsfläche für die Psychiatrie vorgesehen. -Foto: Luftaufnahme Scholz/Jäger

Das Klinikum Passau ist das Krankenhaus der Stadt Passau. Pro Jahr versorgt stationär an die 30.000 Patienten und führt bis zu 15.000 Operationen durch. Mit über 1.700 Beschäftigten ist das Klinikum einer der größten Arbeitgeber der Stadt. Werkleiter ist derzeit Gottfried Kobluk.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Neubau des Klinikums am jetzigen Standort nahe des Inns erfolgte im Jahr 1929 für drei Millionen Reichsmark. Am 8. November 1929 war die feierliche Eröffnung dieses Städtischen Krankenhauses mit 180 Betten. In den Tagen davor erfolgte der Umzug des Allgemeinen Krankenhauses in der Heiliggeistgasse (jetzt Fachoberschule) in das das neue Haus.

Seit 1984 wurden in vier Bauabschnitten fast 200 Millionen Euro in das Haus investiert. Trotzdem konnte das Klinikum zuletzt immer mit schwarzen Zahlen aufwarten, während bayernweit zahlreiche Häuser um ihre Selbständigkeit kämpfen.

Einrichtungen

Kliniken und Institute

Außerdem gibt es das Brustzentrum Passau sowie das Gefäßzentrum Passau und die Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege.

Ausstattung

Radiologie

Bis zum Spätherbst 2009 wurden die Patienten am Klinikum zur Untersuchung in ein so genanntes 1.5 Tesla MRT geschoben. Zur Erklärung: Mit der Einheit Tesla wird die magnetische Flussdichte, also die Magnetfeldstärke, beschrieben. Rund 8000 Untersuchungen pro Jahr wurden mit diesem Gerät durchgeführt. Die Wartezeiten waren für die Patienten oft lang. Der 1.5 Tesla allein reichte auf Dauer nicht mehr aus. Die Anschaffung eines zweiten Kernspintomografen wurde unausweichlich. Das Klinikum entschied sich für den Kauf eines 3.0 Tesla MRT. Neben Passau steht so ein MRT hierzulande nur noch an der Uniklinik in Bonn, weltweit sind erst fünf davon im Einsatz. Neben hervorragenden Bildern von Gehirn, Rücken und Knochen liefert dieses Gerät in sehr kurzer Zeit auch ebensolche Aufnahmen aus dem Bauchbereich. Doch das MRT der Marke Philips hat die Passauer vollends überzeugt. Weil der „alte“ 1.5 Tesla ohnehin schon zehn Jahre im Einsatz war und zudem einen zu hohen Helium-Verbrauch hatte, wurde er durch einen neuen ersetzt. Das Klinikum investierte insgesamt 2,4 Millionen Euro in die beiden Geräte. Gut angelegtes Geld, denn da die Kernspintomografie in der Medizin eine immer größere Rolle spielt, rechnet Josef Tacke damit, dass am Klinikum die Zahl dieser Untersuchungen in den nächsten Jahren weiter steigen wird.

Komplett umgestaltet wurde der gesamte MR-Bereich. So soll die Beleuchtung des neuen Magneten beruhigend auf die Patienten wirken, der Untersuchungsraum kann durch die Lichtgestaltung den Wünschen des Patienten angepasst werden. Der Patientenfluss wird durch drei große Umkleidekabinen sowie einen separaten Bettenzugang entsprechend der ambulanten und stationären Bedürfnisse gesteuert. Die Anschaffung des 3.0 Tesla MRT wird als „Meilenstein“ für das Klinikum bezeichnet, der einen hohen Standard gewährleiste.

Zentralsterilisation

Bis zu 15.000 Operation werden pro Jahr am Klinikum Passau durchgeführt. Perfekte Hygienebedingungen sind dabei das A und O, jede kleinste Nachlässigkeit kann tödlich sein. Dazu gehört der einwandfreie Zustand der OP-Instrumente, die bei den Eingriffen verwendet werden. In der Zentralsterilisation werden diese in Schuss gehalten und wie es der Name der Abteilung schon sagt: immer wieder steril gemacht. Dieser Prozess spielt sich im „unreinen“ und „reinen“ Bereich ab. Im Klinikum sind rund 40 000 „Sterilguteinheiten“ im Umlauf: Scheren, Skalpelle, Nagelhäuter, Anästhesie-Schläuche, Hammer, Meißel, Zangen, Bohrer bis hin zum Gewindeschneider. Nach jedem Einsatz im OP kommen die benutzten Instrumente zunächst in den „unreinen Bereich“. Hier wird jedes einzelne Teil gesichtet, der Grad der Verschmutzung wenn nötig auch per Ultraschall untersucht, etwa bei Schläuchen. Im Anschluss kommen die Geräte auf codierte Wägen und landen für etwa 45 Minuten in einer der fünf neuen Waschmaschinen. Bei 93 Grad werden sie dort mit voll entsalztem Wasser chemisch-thermisch gereinigt und anschließend desinfiziert. So kommt das gereinigte Material dann auf der anderen Seite der Zentralsterilisation - im „reinen Bereich“ - heraus. Hier arbeiten die Mitarbeiter wie eine Art Instrumenten-TÜV: Jedes Teil wird einer Inspektion unterzogen, geölt und gepflegt oder aussortiert, wenn etwa eine Schere stumpf ist. Dann werden Skalpelle und Co. in sogenannte Siebe gepackt - das OP-Set für den nächsten Patienten.

Kontakt

Klinikum Passau bei Map24
Innstraße 76
94032 Passau

Klinikum Passau
Innstraße 76
94032 Passau

Telefon: 0851/5300-0
Fax: 0851/71670

E-Mail: webmaster@klinikum-passau.de
Internet: www.klinikum-passau.de

Haltestelle Nächste Bushaltestelle: Passau, Klinikum

Literatur

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