Kirche St. Paul (Passau)

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Die Kirche St. Paul vom Rindermarkt aus

Die Kirche St. Paul ist die katholische Stadtpfarrkirche der gleichnamigen Pfarrei sowie gleichzeitig die älteste Pfarrkirche Passaus. Sie befindet sich direkt neben dem Paulusbogen, von dem aus eine Freitreppe zu der in Creme und Rosa gegliederten, eintürmigen Kirche hinaufführt. Über dem Portal der Kirche ist die Statue des heiligen Paulus angebracht.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Schon 1050 stand an dieser Stelle eine Kirche, die dem heiligen Paulus geweiht war. Sie wurde vom damaligen Bischof errichtet, um das Passauer Pfarrvolk vom Dom fernzuhalten. Nach der Zerstörung dieser Kirche bei den Stadtbränden von 1512 und 1662 entstand ab 1668 der heutige, barocke Bau. Wie schon der Stephansdom wurde auch St. Paul von italienischen Baumeistern errichtet, namentlich wohl von Carlo Antonio Carlone.

Der schmaler Turm von St. Paul musste 1950 abgetragen werden, nachdem man festgestellt hatte, dass er höher war als die Türme des Doms. Seither ist der Turm nur mehr der zweithöchster Passauer Kirchturm.

Die Kirche beging am 14. November 1951 das 900. Jubiläum ihres Bestehens mit einem Pontifikalgottesdienst, den Dompropst Dr. Franz Seraph Riemer zelebrierte. Auf dem Foto von 1956 ist der 1950 verkürzte Turm zu sehen.

Innenausstattung

Der mächtige Hochaltar von St. Paul besteht aus schwarzem gebeiztem Holz und ist mit vergoldeten Ornamenten geschmückt. Er reicht bis ins Gewölbe des Chorraumes hinauf. Das Altarbild (von Franz Tamm um 1700 gefertigt) zeigt die Enthauptung des Paulus, flankiert wird es von den Figuren der Apostel Petrus und Andreas. Die Seitenaltäre und die Kanzel entstanden 1678 bis 1689. Der sparsame Stuck wurde erst 1909/10 angebracht und 1956 zum letzten Mal restauriert. Ab 2009 soll die Stuckdecke einer erneuten Restaurierung unterzogen werden.

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Literatur

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