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Julius Mayr

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Julius Mayr (Poträt von Wilhelm Leibl, 1980)
Der Dr. Julius Mayr-Weg

Dr. Julius Mayr (* 7. Januar 1855 in Rotthalmünster; † 8. Mai 1935 in Brannenburg) war ein deutscher Arzt und Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Jugend in Rotthalmünster

Julius Mayr war Sohn des Bezirksarztes in Rotthalmünster Dr. Karl Mayr. An seine Mutter, den Erzählungen zu folge eine stattliche, schöne Frau, hat er nicht in Erinnerung. Diese starb als er ein Jahr und zwei Monate alt war an Typhus. Seine aller erste Erinnerung an Rotthalmünster ist ein schrecklicher Brand, am 23. April 1858 vor dem ihn die Magd Resi zu einem Drechslermeister rettete. Schon in seiner Kindheit begleitete er seinen Vater auf viele Reisen. Wie zum Beispiel im Alter von fünf Jahren, als er mit dem Vater zum Passionsspiel in Oberammergau durfte.

Studium, Promotion und Beruf

Zunächst besuchte der junge Julius die Volksschule, die er Anfang Oktober 1865 verlies, um in Metten zu studieren. Im selben Jahr verlies der Vater Rotthalmünster, weil er zum Bezirksgerichtsarzt in Pfarrkirchen befördert wurde. Julius begann in München ein Medizinstudium am Ludwigsgymnasium. Nach seiner Promovierung ließ er sich in Rosenheim als Arzt nieder. Dort konnte er sich sowohl medizinisch, aber auch literarisch entfalten. Auch er wurde, wie sein Vater Bezirksarzt, nur nicht in Rotthalmünster, sondern in Bogen. In dem kleinen Alpendörfchen Brannenburg- Degerndorf schuf sich Mayr, mit Rücksicht auf seine Gesundheit, dann sein Eigenheim.

Bergwanderer und Erstbesteiger

Schon in seiner Jugend war Mayr ein begeisterter Bergwanderer und Erstbesteiger. Dies spiegelt sich auch in seinem späteren Leben wider. 1873 gehört er sowohl dem Deutschen als auch dem Österreichischen Alpenverein an. Er war erfreut, als er erfuhr, dass sich auch in seinem Heimatort Rotthalmünster eine Nebensektion des Alpenvereins befindet. Seit seinem Ruhestand besuchte er regelmäßig seine Heimat. Am 8. Mai 1935 stirbt Julius Mayr in Branneburg. Eine schlichte Gedenktafel an seinem Geburtshaus in Rotthalmünster, sowie ein Weg der nach ihm benannt ist, erinnert an ihn.

Schriftstellerische Tätigkeiten

Da Mayr begeistert vom Bergsteigen und den Alpen war, schlug sich dieser Einfluss natürlich auch in seinen schriftstellerischen Arbeiten nieder. Diese sind in verschiedenen alpine Zeitschriften erschienen. In seinem Buch „Auf stillen Pfaden“ gibt er die schönsten Bergerlebnisse wider. Die Ruhe in den Bergen und deren Schönheit. Aber der Schriftsteller behandelte auch andere Themen außer den Alpen. Sein literarisches Hauptwerk ist die Biografie seines Freundes dem deutschen Maler Wilhelm Leibl. Dieser war der größte deutsche Maler des 19. Jahrhunderts und war häufig Gast bei der Familie Mayr. Die Freundschaft zwischen dem Maler und dem Arzt beziehungsweise Schriftsteller wurde immer enger, so porträtierte der Maler Mayr auch im Jahr 1890. Julius war auch mit dem bekannten altbaierischen Landschaftmaler Sperl gut befreundet. In seinem Werk „Mein Rotthalmünster“ erzählt er von seinen Kindheitserinnerungen. Über die Reisen mit seinem Vater nach Reichersberg oder Braunau, wo er die ertsen Weine kennenlernte. Über seine Reise zu den Passionsspielen in Oberammergau, oder nach Schärding, wo er zum ersten mal eine Eisenbahn sah. Die Begeisterung für die Berge und die Natur hat er wohl von seinem Vater. Dieser wies ihn immer auf Naturschönheiten hin, zum Beispiel von der Fahrt von Oberau nach Oberammergau, als ihn sein Vater weckte, um den schönen Sonnenaufgang zu sehen.

Literatur

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